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Nick Jäger gewinnt in Kempten auf und neben der Strecke

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Von: Paul Hopp

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Nick Jäger (links) setzte sich bei seinem Halbmarathon-Debüt souverän in 1:07:16 Stunden durch. Das Foto zeigt ihn mit Fabian Eisenlauer.
Vorausläufer: Nick Jäger (links) setzte sich bei seinem Halbmarathon-Debüt souverän in 1:07:16 Stunden durch. Das Foto zeigt ihn mit Fabian Eisenlauer. © Stephan Jäger

Beim Kemptener Halbmarathon blickten alle auf die Allgäuer Athleten. Doch dann kam Nick Jäger. Er war nicht nur auf der Strecke erfolgreich, sondern auch bei der Tombola.

Kempten – Niedrige Temperaturen, Schneetreiben – die Bedingungen beim Laufsporttag in Kempten waren nicht unbedingt angenehm. Die Organisatoren und die rund 1500 Teilnehmer waren aber froh, endlich wieder einen Wettkampf in gewohntem Format – mit Massenstart und Zuschauern – abhalten zu können. Drei Strecken waren angeboten, aus Landkreis-Sicht gab es mehrere Top-Ergebnisse.

Halbmarathon: Jäger siegt, Legelli zweitbeste Frau

An diesem Tag passte für Nick Jäger einfach alles. Nicht nur, dass der Penzberger souverän die Gesamtwertung im Halbmarathon für sich entschieden hatte. Der 22-Jährige vom TSV Penzberg gewann bei der anschließenden Tombola auch noch ein Mountainbike. Mit der Zeit von 1:07:16 Stunden hat Jäger auch noch den Penzberger Vereinsrekord deutlich verbessert – bisher hatte die Bestmarke Markus Brennauer (1:09:39).

Vor dem Start waren alle Augen auf Fabian Eisenlauer gerichtet. Der 29-jährige Triathlet aus Sonthofen hatte 2019, bei der bis dato letzten Auflage im gewohnten Format, gewonnen und galt als Favorit. Doch am Ende siegte der Oberbayer Jäger mit 25 Sekunden Vorsprung. Beide Athleten hatten sich gleich nach dem Start vom Rest des Feldes abgesetzt. „Ich bin ohne Uhr gelaufen und habe mich zunächst einfach an Fabian drangehängt“, berichtete Jäger, der sich für seinen ersten Halbmarathon keine konkrete Zielzeit gesetzt hatte. Nach der zweiten von vier Runden durch die Kemptener Innenstadt löste sich Jäger von Eisenlauer. „Nick wurde im Verlauf des Rennens immer schneller“, erklärte Trainerin und Mutter Melanie Jäger nach dem Rennen. Der Penzberger musste im weiteren Verlauf immer wieder überrundete Läuferinnen und Läufer überholen, was ihn aber nicht wirklich störte. Vielmehr beeinträchtigten ihn Seitenstechen und leichte Magenbeschwerden. „Ohne diese Probleme hätte ich noch deutlich schneller laufen können. Aber trotzdem bin ich mit dieser Zeit sehr zufrieden“, so der Biologie-Student.

Szene vom Start des Halbmarathons in kempten 2022 mit Maria Elisa Legelli.
Pfeilschnell: Maria Elisa Legelli (Mi., hier kurz nach dem Start) lief den Halbmarathon in 1:23:11 Stunden und übertraf ihre eigenen Erwartungen. © Korb

Eine bärenstarke Leistung zeigte über die 21,1 Kilometer auch Maria Elisa Legelli. Die 30-Jährige, die aus Böbing stammt und in Füssen wohnt, überquerte nach 1:23:11 Stunden als zweitbeste Frau hinter Charlotte Heim (1:20:25) die Ziellinie am Residenzplatz. Die Altersklasse W30 gewann sie mit rund sieben Minuten Vorsprung. Legelli war mit dem Ziel ins Jahr gegangen, den Halbmarathon unter 1:25 Stunden zu laufen. Dass dies nun schon zu so einem frühen Zeitpunkt gelang, freute die Athletin natürlich: „Es läuft aktuell sehr gut bei den Wettkämpfen, ich bin gespannt, was noch so möglich ist dieses Jahr.“ Im Herbst ist ein Start beim Drei-Länder-Marathon in Lindau/Bregenz geplant. Dort möchte Legelli die Drei-Stunden-Marke unterbieten. Im vergangenen Oktober lief sie ihren ersten Marathon – im schottischen Inverness lief sie die 42,195 Kilometer in 3:17:05 Stunden.

Triathlet Dominic Wimmer vom Post SV Weilheim überzeugte in Kempten mit dem 22. Gesamtplatz unter 235 männlichen Klassierten. Der Dießener kam nach 1:20:35 im Ziel an, damit war er Sechster in der M40-Klasse. Für Benedikt Mergler („Team Schönegger Käse Alm“) stoppte die Uhr nach 1:23:53 Stunden – dies bescherte dem Altenstadter den zwölften Rang in der M30-Klasse und den 34. Platz insgesamt.

Viertelmarathon: Peter Vogt in den Top Ten

Als Zweiter der M35-Klasse und Gesamtsiebter hatte Peter Vogt aus Rottenbuch über die 10,55 Kilometer beachtliche Resultate vorzuweisen. Der Athlet vom „Team Schönegger Käse Alm“ war auch mit seiner Zeit von 36:44 Minuten „sehr zufrieden. Man macht dort auch ein paar Höhenmeter.“ Trainingskollege Stefan Fichtl legte mit 38:54 Minuten (5. Platz in der M35) auch ein starkes Ergebnis vor. Der Hohenfurcher hatte sein Hauptaugenmerk allerdings auf die 5 Kilometer gelegt (siehe unten) und sich – um die Wartezeit zur Siegerehrung zu verkürzen – kurzfristig zum Viertelmarathon-Start entschlossen.

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Mit einem Top-Ten-Platz in ihrer Altersklasse kehrte Nicole Resch zurück. Die Wielenbacherin wurde mit der Zeit von 56:33 Minuten Achte bei den W50-Frauen. Die Strecke lief sie im Schnitt mit 11,2 km/h. Unter 105 Finisherinnen landete sie auf Rang 46. Die Top-Zeiten im Viertelmarathon liefen an diesem Tag Yannic Baier (34:09) und Jana Legler (40:03).

5 Kilometer: Persönliche Bestzeit für Stefan Fichtl

„Brauchbar“ nannte Stefan Fichtl im Ziel seine Zeit. Tatsächlich war es vorzüglich, was der Hohenfurcher abgeliefert hatte. Mit 16:41 Minuten schaffte Fichtl eine persönliche Bestzeit. Damit gewann er die M35-Klasse in überlegener Manier. Auf den Zweiten hatte der Athlet vom „Team Schönegger Käse Alm“ 1:08 Minuten Vorsprung. In einem stark besetzten Wettbewerb – sieben Männer blieben unter 16:30 Minuten – belegte Fichtl den neunten Gesamtplatz unter 273 Finishern.

Einen souveränen Klassensieg feierte in Kempten Heidi Höfler. Die Athletin von Concordia Burggen war mit 23:07 Minuten die mit Abstand schnellste Läuferin in der W45-Klasse. In der Gesamtwertung aller 197 Frauen im Ziel belegte Höfler den 18. Rang.

Nicht mit einem Klassensieg gerechnet hatte Herbert Hopp (TSV Weilheim). Mit der Zeit von 30:47 Minuten war er am Ende aber klar bester M70-Athlet. In der Gesamtwertung ließ der 72-Jährige 52 zum Teil deutlich jüngere Männer hinter sich.

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