1 von 5
Furchtlos ins Mittelmeer: Iris Schmidbauer beim Wettkampf der „Red Bull Cliff Diving“-Serie am Wochenende in Beirut. Die Pählerin belegte den vierten Platz, mit nur 0,10 Punkten Rückstand auf Rang drei. 
Klippenspringerin Schmidbauer bei WM-Generalprobe Vierte
2 von 5
Klippenspringerin Schmidbauer.
3 von 5
War zufrieden mit ihren Sprüngen in Beirut: Iris Schmidbauer im Wasser bei den Pigeon-Rocks.
4 von 5
Iris Schmidbauer wird bei ihren Sprüngen mittlerweile genau von der Konkurrenz beobachtet.
5 von 5
Iris Schmidbauer beim Wettkampf der „Red Bull Cliff Diving“-Serie am Wochenende in Beirut.

Klippenspringen

Furchtlose Iris Schmidbauer zeigt Mega-Sprung und ist für die WM gerüstet

  • schließen

An zwei spektakulären Orten machte jüngst die „Red Bull Cliff Diving“-Serie Station. Die Pählerin Iris Schmidbauer behauptete sich im Feld der Besten, wagte einen neuen Sprung und zeigte, dass sie für die WM gerüstet ist.

Beirut/Sao Miguel – Spektakulär ist es ja immer, wenn sich Iris Schmidbauer aus Pähl und die anderen Top-Klippenspringer aus 20 Metern Höhe und mehr ins Wasser stürzen. Die jüngsten beiden Wettbewerbe der „Red Bull Cliff Diving“-Serie, ausgetragen auf den Azoren und in Beirut, stellten allerdings besondere Highlights dar. Beide Springen gingen an markanten Orten über die Bühne, der Wellengang im Meer machte das Ganze zu einer besonderen Herausforderung.

Cliff Diving: Iris Schmidbauer im Kreis der Besten etabliert

Iris Schmidbauer zeigte in beiden Wettkämpfen, dass sie mittlerweile fest zum Kreis der Besten gehört. Am vergangenen Wochenende in Beirut, an den Pigeon-Rocks, wagte die 24-Jährige aus Pähl einen für sie neuen Sprung, den schwierigsten, den Frauen aktuell absolvieren. Dabei handelt es sich um einen Dreifach-Rückwärtssalto mit zwei Schrauben. Schmidbauer meisterte die Herausforderung. „Ich habe ihn überhaupt erst zum zweiten Mal gemacht. Ich bin super-zufrieden“, sagte sie im Interview nach dem Wettkampf, bei dem sie erstmals eine 9,5 als Note bekommen hatte. Dass sie als Vierte einen Podestplatz nur um 0,10 Punkte verpasst hatte, fand sie freilich schade – und fügte lächelnd hinzu: „Dann vielleicht beim nächsten Mal.“ Das nächste Mal, das ist bei der WM in Südkorea.

Cliff Diving: Iris Schmidbauer zum zweiten Mal bei der WM 

Von Montag, 22. Juli, bis Mittwoch, 23. Juli, geht bei den Titelkämpfen des Schwimmverbandes FINA in Gwangju das Klippenspringen über die Bühne. Für Schmidbauer ist es das zweite Mal, dass sie bei einer WM antritt. Bei ihrem Debüt 2017 in Budapest belegte sie den zehnten Platz. Damals zählte sie noch zu den Neulingen in ihrer Branche. Mittlerweile hat sich Schmidbauer an die absolute Spitze herangearbeitet, was auch den Szenegrößen nicht verborgen geblieben ist. „Es ist enorm, wie sich Iris entwickelt hat“, sagt die Australierin Rhiannan Iffland, die derzeit bei der „Red Bull“-Serie Sieg an Sieg reiht. „Sie wird uns in Zukunft alle fordern.“ In Beirut siegte die Australierin (306,15 Punkte) vor Adriana Jimenez (Mexiko/251,85) und Yana Nestsiarava (Weißrussland/242,25).

Cliff Diving: Athleten springen von echten Klippen 

Das Springen auf den Azoren drei Wochen vor dem Auftritt in Beirut ging auf einer kleinen, dem Ort Vila Franca do Campo vorgelagerten Insel über die Bühne. Die Teilnehmer sprangen dabei nicht nur wie üblich von einer Plattform, sondern auch direkt von Felsen ab. Teilweise mussten sich die Athleten zu ihren jeweiligen Absprungpunkten abseilen.

„Das bringt den Sport zurück zu den Wurzeln“, so Schmidbauer in einem Kurz-Video des Veranstalters zu dem Wettbewerb. „Wir springen von echten Klippen. Das macht super Spaß, ist aber auch etwas unheimlich.“ Die 24-Jährige, die in Thun den internationalen Schweizer Meistertitel gewonnen hatte, war bei dem Wettbewerb etwas weiter von den Podestplätzen entfernt als bei ihren bis dato letzten Auftritten in der „Red Bull“-Serie und beim World-Cup. Mit 258,80 Punkten schaffte Schmidbauer als Sechste unter zehn Athletinnen aber dennoch ein ordentliches Resultat. Den Sieg holte sich Topfavoritin Iffland (326,80) vor der Britin Jessica Macaulay (304,70) und der Kanadierin Lysanne Richard (298,30). Bei den Männern gewann der Brite Gary Hunt (420,60). Der Deutsche Manuel Halbisch (215,60) landete auf dem 13. Platz unter 14 Teilnehmern.

Auch das ist interessant:

Box-Profi Rigas muss auf die Bretter und jubelt dennoch - Wer Erfolg haben will, muss auch leiden können. In seinem neunten Profikampf kam der Weilheimer Alex Rigas nicht ungeschoren davon.

Iris Schmidbauer fliegt zum historischen Sieg - Iris Schmdibauer ist in Topform: Die Klippenspringerin aus Pähl hat beim Wettkampf in Thun ihre Bestleistung erneut nach oben geschraubt - und einen ganz speziellen Sieg gefeiert.

Der nächste Paukenschlag von Florian Probst - Seine Touren sind stets gewaltig: Im Montafon hat Trailläufer Florian Probst 47 Kilometer und 4200 Höhenmeter absolviert. Dabei gehörte der Raistinger zu den absolut Besten.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgesehene Fotostrecken

Absage des Aulaufs trifft TSV Weilheim auch finanziell
Normalerweise halten die Organisatoren um diese Zeit immer eine Pressekonferenz mit Infos zum Aulauf ab. Diesmal gab‘s nur eine Pressemitteilung - mit traurigem Inhalt.
Absage des Aulaufs trifft TSV Weilheim auch finanziell
Eberfing und Seeshaupt sind Meister - aber was ist der Titel wert? 
Die Eberfinger Männer und die Seeshaupter Frauen haben jeweils den Titel in ihrer Spielklasse geholt. Die Sektkorken knallen allerdings nicht, stattdessen herrscht …
Eberfing und Seeshaupt sind Meister - aber was ist der Titel wert? 
Merkur CUP fällt dieses Jahr aus
Die Ansteckungsgefahr ist einfach zu groß: Deshalb fällt der Merkur CUP in diesem Jahr aus. Das hat Uwe Vaders, Gesamtleiter des U11-Fußball-Turnieres, bekannt gegeben.
Merkur CUP fällt dieses Jahr aus
Ganghoferlauf mit Sonne und Schneefall: Zwei Klassensiege beim Jubiläum
Eine Rekord-Beteiligung wurde beim 50. Ganghoferlauf verzeichnet. Mit dabei waren auch Skilangläufer aus dem Landkreis. Zwei Frauen landeten in ihren Klassen ganz vorn.
Ganghoferlauf mit Sonne und Schneefall: Zwei Klassensiege beim Jubiläum