Paralympics Pyeongchang 2018 - Biathlon
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Glücklich über Bronze: Clara Klug und Martin Härtl.
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Clara Klug und Martin Härtl auf der Strecke.
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Clara Klug und Martin Härtl bei der Flower-Ceremony.
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Paralympics Pyeongchang 2018 - BiathlonClara Klug kurz nach dem Zieleinlauf. Die Münchenerin hatte sich völlig verausgabt.
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Clara Klug und Martin Härtl auf der Strecke.
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Clara Klug und Martin Härtl bei der Flower-Ceremony.

Paralympics 2018: Biathlon

Klug und Härtl holen Bronze nach dramatischem Finish

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Biathletin Clara Klug und Guide Martin Härtl haben bei den Paralympics in der Biathlon-Mitteldistanz Bronze gewonnen. Am Schluss wurde es dramatisch.

Weilheim - Kurz vor der Ziellinie blickte Martin Härtl kurz zurück - und ließ einen Panikschrei los. Clara Klug wähnte sich wohl schon im Ziel und hatte das Laufen aufgehört. Noch einmal raffte sich die Münchenerin auf, mit letzter Kraft bewältigte sie die letzten Schritte - und sank in den Schnee. Es war der Schlussakkord eines dramatischen Kampfes um die Bronzemedaille. Letztlich hatten die sehbehinderte Klug und ihr Begleitläufer aus Weilheim den Podestplatz in der Biathlon-Mitteldistanz (10 Kilometer) perfekt gemacht; der Vorsprung auf die Ukrainerin Olga Prylutska betrug 14,2 Sekunden. Für das bayerische Duo ist es der bislang größte Erfolg. Zum Start der Spiele hatten Klug und Härtl im Biathlon-Sprint den sechsten Platz belegt.

Erneut mussten sich die Teilnehmer bei strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen durch eine aufgewühlte Loipe kämpfen. Klug, der diese Bedingungen nicht gerade entgegenkommen, kämpfte tapfer. Und sie und Härtl mischten von Beginn an im Kampf um die Medaillen mit. Hinter Oksana Shyshkova (Ukraine) und Mikhalina Lysova (Russland), die sich um Gold duellierten, lagen sie von Beginn an auf dem dritten Platz. Am Schießstand ließ sich Klug vom zum Teil heftig wehenden Wind nicht aus dem Konzept bringen. Der stört auch die sehbehinderten Athleten, die mit einem Lasergewehr schießen. Die Nähe zum Ziel wird ihnen über Kopfhörer mittels eines Tones angezeigt. Bei den ersten drei Schießeinlagen traf die Münchenerin alle Scheiben. Beim vierten Schießen wurde es dann aber dramatisch.

Prylutska, die nach dem dritten Schießen 1:47 Minuten hinter Klug lag, traf alle Scheiben und machte auf der Schlussrunde ordentlich Druck. Klug leistete sich beim zweiten Schuss einen Fehler, musste also in die 150 Meter lange Strafrunde. Der Vorsprung schmolz so zusammen. Auch war der Münchenerin anzusehen, dass sie sich in der Loipe zunehmend schwer tat. Doch Klug und Härtl gaben alles - und blieben diesmal auch von Stürzen verschont. So gab es das erste Paralympische Edelmetall für die beiden.

Den Sieg holte sich die Ukrainerin Oksana Shyshkova (37:58,9 Minuten/0 Fehler), Silber ging an die Russin Mikhalina Lysova (40:12,4/1 Fehler). Klug und Härtl kamen auf eine berechnete Zeit von 42:01,6 Minuten (1 Fehler). Prylutska hatte 42:15,8 Minuten (4 Fehler) zu Buche stehen.

Der abschließende Biathlon-Wettbewerb, das Einzel-Rennen über 12,5 Kilometer, findet am Freitag, 16. März statt. Die sehbehinderten Frauen beginnen um 14.40 Uhr koreanischer Zeit. In Deutschland ist es dann 6.40 Uhr.

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