Vorfahrt für die Helfer: Bevor der erste Lauf zur 65-ccm-Klasse starten konnte, musste erst ein liegen gebliebenes Motorrad weggeschafft werden. Sowohl Streckenposten als auch Piloten hatten bei der Veranstaltung mit schlammigem Untergrund zu kämpfen. foto: gronau

KTM-Alpencup: AMC Penzberg jubelt dreimal

Penzberg - Drei Klassensiege fuhren die Gastgeber vom AMC Penzberg beim "KTM Kini Alpencup" ein. Heftige Regenfälle sorgten allerdings für Frust.

Die Veranstaltung insgesamt sei erfolgreich verlaufen, sagte Siegfried Pöschl vom AMC. Der Regen jedoch „war schon ärgerlich“.

Wochenlang hatte das Helfer-Team die Strecke vorbereitet. „Sie war perfekt“, sagte Rennchef Stephan „Dirni“ Dirnhofer. Der Krüner machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. „Immer, wenn wir was machen, dann regnet’s. Da bist halt einfach genervt.“ Im Vorjahr hatte es die Penzberger noch schlimmer erwischt, damals regnete es durch. Diesmal herrschten zumindest teilweise annehmbare Bedingungen. Angesichts des Regens „hat die Strecke noch gut gehalten“, sagte Pöschl. Dafür sorgten auch die Helfer, die insbesondere am zweiten Renntag in aller Hergottsfrüh schon an dem rund 1800 Meter langen Kurs werkelte. Insgesamt waren am Wochenende an die 50 Freiwillige im Einsatz, die Penzberger Bergwacht übernahm den Sanitätsdienst.

Das schlechte Wetter schlug sich auch in den Teilnehmerzahlen nieder. Statt der erhofften 400 Fahrer kamen laut „Alpencup“-Homepage 253 Piloten. „Das ist auch in Ordnung. Wir haben die Veranstaltung kostendeckend herumgebracht“, sagte Pöschl.

Die AMC-Piloten schlugen sich in den einzelnen Klassen wacker. Eine regelrechte Demonstration lieferte Dirnhofer in der MasterPro-Klasse ab. Im ersten Wertungslauf holte er sich den „holeshot“ und baute seine Führung nach der ersten Runde stetig aus. Im zweiten Lauf lag er zunächst nach verpatztem Start ganz hinten, holte sich aber dennoch den Sieg. Die Fahrten gönnte sich Dirnhofer, um dem Stress als Rennchef zu entfliehen. „Auf dem Motorrad bin ich nur für mich und kann abschalten.“

Nicht zu bremsen war Valentin Grünwald. Der Youngster aus Huglfing (14) fuhr zunächst in der 85-ccm-Klasse und hetzte dann weiter, um bei den Erwachsenen in der Hobbyklasse A am Start stehen zu können. In keinem der vier Rennen war Grünwald schlechter als Sechster. Die 85-ccm-Klasse schloss er als Dritter ab, in der Hobbyklasse A wurde er Vierter. „Ein richtig zäher Bursche“, so Pöschl. Den Tagessieg in der Hobbyklasse A holte Robert „Taliban“ Singer (AMC Penzberg).

In der Inter-Class hielt sich Tobias „Igl“ Maier (Bad Bayersoien) stets im Vorderfeld aus. Mit einem Überholmanöver in der vorletzten Runde schob er sich im zweiten Rennen auf Platz zwei vor - am Ende durfte er sich als Tagessieger feiern lassen. In der Super-Class zeigte der Österreicher Lukas Neurauter seine Klasse. Der aktuell Führende in der MX2-Staatsmeisterschaft war auch in Habach-Dürnhausen nicht zu schlagen und gewann mit dem Maximum von zwei Laufsiegen.

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