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Mit einem Lächeln ins Ziel: Markus Brennauer auf dem Karlsplatz in Heidelberg.
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Überelegener Sieger: markus Brennauer (Mi.), eingerahmt von Frederic Gabry (links/2. Platz) und Benjamin Weh (3. Platz).

Laufsport

Brennauer siegt beim Trailrun-Debüt

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Jetzt gewinnt er auch noch bei Trail-Läufen: Markus Brennauer vom TSV Penzberg hat in Heidelberg die 31-Kilometer-Distanz gewonnen - und das souverän.

Penzberg – „Herrlich, Höher, Härter“. So steht es auf der Trophäe, die Markus Brennauer für seinen Sieg auf der Half-Trail-Distanz beim „Trail-Marathon Heidelberg“ entgegennahm. Der 10 x 10 x  10 Zentimeter große Pflasterstein mit einer Plakette war die Belohnung für die erfolgreiche Trail-Premiere des 38-jährigen Penzberger Läufers, der deutschlandweit in seiner Altersklasse auf der Straße und im Cross zur Spitze zählt. Die 31 Kilometer mit mehr als 1000 Höhenmetern hatte der Realschlullehrer in nur 2:12:01 Stunden absolviert – und war damit der Konkurrenz weit voraus.

„Der härteste Streckenabschnitt war das Teilstück vom Neckar bis hinauf zum höchsten Punkt der Strecke, dem so genannten Weißen Stein nach 11,2 Kilometern“, so Brennauer auf die Frage des Moderators im Ziel, was denn der anstrengendste Teil des Rennens gewesen sei. Dort mussten die Teilnehmer auf 9,5 Kilometer Distanz rund 700 Höhenmeter bergauf und 200 Höhenmeter bergab überwinden. „Auf den teils schmalen, steinigen Wegen waren vor allem die Downhill-Passagen relativ schwierig zu laufen. Hier musste ich mich sehr konzentrieren“, berichtete der TSV-Athlet.

Zu diesem Zeitpunkt lag Brennauer schon in Führung übernommen, war sich dessen aber nicht ganz sicher. Das lag daran, dass die Teilnehmer des 31-Kilometer-Rennens („Half-Trail“) gemeinsam mit den Marathonläufern und den Marathonstaffeln (42 Kilometer/1500 Höhenmeter) gestartet waren. Auf den ersten acht Kilometern liefen alle Athleten auf dem gleichen Weg. Zu Beginn lief Brennauer mit den beiden späteren Top-Platzierten des Marathonrennens, Moritz auf der Heide (3:09:04) und dem früheren Vizeweltmeister im Triathlon, Steffen Justus (3:10:42). Trailspezialist und Nationalteam-Mitglied auf der Heide schlug ein sehr hohes Tempo an, dem Brennauer am ersten steilen Anstieg, kurz vor dem Philosophenweg knapp 150 Meter oberhalb des Neckars, nicht mehr folgen konnte. Neben Justus konnten allerdings noch zwei weitere Läufer das Tempo halten. „Leider hatte ich deren Startnummer nicht gesehen“, so Brennauer. Denn anhand der Farbe der Startnummer war ersichtlich, wer welche Distanz und in welcher Wertung lief. Als sich die Wege der Marathonläufer und Brennauers nach acht Kilometer trennten, hatte der Penzberger im dichten Wald die Läufer vor ihm aus den Augen verloren. „Aus diesem Grund war ich mir nicht sicher, ob ich in Führung liege. Erst nach 13 Kilometern, als das Führungsmotorrad vor mir erschien, war ich mir sicher“, so der Realschullehrer. Zu diesem Zeitpunkt hatte er den höchsten Punkt der Strecke erreicht. Nun ging es auf Feldwegen hinab zum Neckar. „Auf dieser langen Bergab-Passage verhärteten meine Waden zusehends, da ich das lange Bergablaufen im hohen Tempo noch nicht so gewöhnt bin“, berichtete Brennauer. Es folgten mehrere Kilometer, die er zwischen 3:15 und 3:25 Minuten lief. „Als ich dann den Neckar nach 24 Kilometern erreichte, blicke ich mich zum ersten Mal um, im Glauben, einen großen Vorsprung zu haben.“ Doch da hatte er sich getäuscht.

Nur knapp 100 Meter hinter ihm erblickte Brennauer das gelbe Trikot des in München lebenden Franzosen Frederic Gabry. Der Trail-Spezialist hatte bergab aufgeholt. Nach der Überquerung des Neckar folgten dreieinhalb Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von 6 Prozent. „Eigentlich fühlte ich mich nicht mehr ganz so gut, doch mit Beginn der Steigung spürte ich, dass ich noch viel Energie in meinen Beinen hatte“, sagte Brennauer. So baute der Penzberger seinen Vorsprung in dem Bergaufstück auf fast 500 Meter aus. In der letzten Bergab-Passage, welche am Schloss vorbei knapp 250 Höhenmeter nach unten führte, ließ es der Realschullehrer locker angehen, sodass sein Vorsprung im Ziel auf dem Karlsplatz auf „nur“ noch 1:38 Minuten geschrumpft war.

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