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Penzberger Trio bei der Berglauf-DM: (v.l.) Lucas Herbeck, Markus Brennauer und Andreas Kölbl nahmen die 11,7-Kilometer-Strecke in Angriff.

DM im Berglauf

Brennauer bärenstark am Brocken

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Es gibt nicht viele Läufer, die auf jedem Terrain spitze sind. Markus Brennauer ist so einer. Bei der Berglauf-DM verpasste nur knapp eine Medaille.

Penzberg – Markus Brennauer ließ nichts unversucht, um doch noch zum Edelmetall zu kommen. Kurz vor dem Ziel startete der Penzberger noch einen Spurt, doch auf dem sandigen Boden auf dem Gipfel des Brockens war es schwierig, Tempo aufzunehmen. Am Ende reichte es nicht ganz zum dritten Platz in der Klasse der Über-35-Jährigen. Zehn Sekunden hinter dem Drittplatzierten überquerte er die Ziellinie. Doch auch der vierte Rang bei Brennauers erster Teilnahme an einer Berglauf-DM war aller Ehren wert. Der 38-jährige Realschlullehrer war mit seiner Leistung „mehr als zufrieden“.

In der Gesamtwertung der deutschen Elite in dieser Spezialdisziplin landete Brennauer auf dem 22. Platz unter knapp 240 Teilnehmern. Die 11,7 Kilometer lange Strecke mit 890 Höhenmetern absolvierte der Athlet des TSV Penzberg in 57:29 Minuten. Mit seinen Vereinskameraden Lucas Herbeck (60:11) und Andreas Kölbl (66:43) belegte Brennauer den neunten Platz in der Teamwertung.

Der Startschuss erfolgte in Ilsenburg (Sachsen-Anhalt) am Fuße des Brockens. Gleich nach dem Beginn auf dem Marktplatz positionierte sich Brennauer in der zweiten Gruppe, während sich Herbeck und Kölbl zunächst im hinteren Drittel des Feldes einsortierten. Doch bereits nach dem ersten Kilometer orientierte sich der 20-jährige Herbeck nach vorne und überholte mehrere Läufer, sodass er nach den ersten drei Kilometern auf Platz 57 lag. Zu diesem Zeitpunkt befand sich Brennauer auf Rang 15 und hatte zwischenzeitlich die Führung in der M-35 übernommen. „Als es dann nach drei Kilometern auf einen sehr schmalen, technisch anspruchsvollen und etwas steileren Weg ging, verlor ich etwas den Anschluss. Zudem bekam ich nach fünf Kilometern leichte Magenkrämpfe“, berichtete Brennauer. Er fiel dadurch auf den 20. Rang zurück. Zeitgleich machte Herbeck einige Plätze gut; er lag nach 8,7 Kilometern und 500 Höhenmetern auf dem 45. Platz. Nun wartete der mit Abstand steilste und schwierigste Abschnitt der Strecke.

Auf nur drei Kilometern mussten die Teilnehmer 390 Höhenmeter überwinden, wobei vor allem der Abschnitt zwischen Kilometer 9,5 und 10,5 den Läuferinnen und Läufern alles abverlangte. „Ich hätte nicht gedacht, dass es so schwierig werden würde“, sagte der 24-jährige Kölbl, der wie alle anderen mit dem 20 Prozent steilen Anstieg zu kämpfen hatte. Genau auf diesem Abschnitt verlor Brennauer eigenen Worten nach die erhoffte Medaille und fiel vom zweiten auf den vierten Rang in der Altersklasse M-35 zurück. Und das, „obwohl ich mit Beginn des steilen Teilstücks keine Probleme mehr mit meinem Magen hatte“.

Herbeck überquerte auf dem 44. Gesamtplatz die Ziellinie. Diese Leistung war „mehr als überraschend“, so der TSV in einer Mitteilung. Schließlich hatte sich der Penzberger erst vor zwei Wochen zu einem Start bei der DM entschieden, um gemeinsam mit Brennauer und Kölbl eine Mannschaft stellen zu können. Kölbl erreichte völlig erschöpft auf dem 106. Rang das Ziel. Nach einer 45-minütigen Erholungspause setzten sich dann Herbeck und Kölbl in die Harzer Schmalspurbahn und fuhren wie alle anderen Teilnehmer mit dem Zug nach unten. Dort wartete bereits Brennauer mit seiner Ehefrau Conny im Auto, denn der Penzberger war schon kurz nach dem Zieleinlauf den Berg nach unten gelaufen.

Eine beachtliche Vorstellung am Brocken bot auch der Peitinger Christian Scholz. Im Trikot der LG Allgäu (ein Zusammenschluss mehrere Klubs) absolvierte er die anspruchsvolle Strecke in 63:37 Minuten, was in der M-45 den neunten Platz bedeutete. Scholz kam nur 19 Sekunden hinter dem Dritten seiner Klasse ins Ziel. Insgesamt landete der Peitinger auf dem 75. Platz. 

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