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In Erwartung der Medaille: Anita Reismann (2.v.r.) bekommt die goldene Plakette für ihren Sieg in der Altersklasse W-30 überreicht. Links neben der Penzbergerin sind Daniela Arthofer (3. Platz) und Susanne Feigl (2. Platz) zu sehen. 

Oberbayerische Berglaufmeisterschaft

Anita Reismann kann nur schnell

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Sie wollte nur locker mitlaufen, doch am Ende gab es für Anita Reismann bei den oberbayerischen Meisterschaften im Berglauf Edelmetall. 

Landkreis – Für Anita Reismann war der Wettkampf eigentlich nur eine Zwischenstation. Zwischen zwei Triathlon-Wettkämpfen absolvierte die Penzbergerin (38) den 38. Gaißacher Berglauf. Der zählte heuer nicht nur zur „Oberland Challenge“-Serie, sondern war zugleich die oberbayerische Berglaufmeisterschaft. Das Rennen wollte Reismann ursprünglich nur locker laufen, doch am Ende sprang für sie die Goldmedaille in ihrer Altersklasse heraus.

Die 4,5 Kilometer zur Schwaigeralm hinauf, auf denen es 480 Höhenmeter zu überwinden gilt, lief die Penzbergerin, die für den Post SV Weilheim startet, in beachtlichen 28:36 Minuten. Gegenüber dem Vorjahr war Reismann um 20 Sekunden schneller. Und das bei widrigen äußeren Bedingungen mit Regen und Temperaturen um elf Grad. Auf die Konkurrenz in ihrer Klasse hatte die Penzbergerin deutlichen Vorsprung: Die Zweitplatzierte, Susanne Feigl (LC Tölzer Land), kam 25 Sekunden hinter Reismann ins Ziel. In der Gesamtwertung war die Penzbergerin starke Fünfte. In der Woche davor hatte Reismann beim Triathlon in Beilngries über die olympische Distanz mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 2:24,18 Stunden den zweiten Platz in ihrer Klasse belegt. Am kommenden Wochenende will sie beim Cross-Triathlon „Bergischer Hammer“ in Wuppertal ihren ersten Platz aus dem Vorjahr wiederholen.

Reismann war nicht die einzige Läuferin aus dem Landkreis, die bei der oberbayerischen Berglaufmeisterschaft Medaillen holte. In der M-50-Klasse zeigte sich Josef Streicher (TSV Peißenberg) einmal mehr in starker Form. Mit der Zeit von 25:56 Minuten belegte er hinter dem überragend laufenden Johann Hell (SpVgg Wellheim/24:42) den zweiten Platz.

Ebenfalls die Silbermedaille, und zwar in der Klasse M-40, gewann Stefan Rückner. Der Penzberger musste sich mit der Zeit von 26:35 Minuten nur dem favorisierten Thomas Scheifl (LC Tölzer Land/23:00) geschlagen geben. Rückner war letztmals 2014 beim Gaißacher Berglauf am Start gewesen und hatte damals die Strecke ein 27:01 Minuten absolviert. Schnellster Penzberger Läufer war – in Abwesenheit von Markus Brennauer – in diesem Jahr Matthias Bauer, der nach 25:26 Minuten über die Ziellinie lief und damit in der M-20-Klasse den siebten Platz belegte. Starke Zeiten liefen auch die TSV-Athleten Andreas Kölbl (27:03/8. Platz) und Michael Speinle (28:08/10. Platz), die ebenfalls der M-20 angehören.

Den Gesamtsieg unter 81 Männern holte sich Topfavorit Toni Lautenbacher (LC Tölzer Land). Der 26-Jährige aus Benediktbeuern distanzierte seinen Hauptkonkurrenten Daniel Götz (SV Bergdorf-Höhn/Oberfranken) um 13 Sekunden und kam nach 20:45 Minuten an der Schwaigeralm an. Sein Vorhaben, den 21 Jahre alten Streckenrekord des Sindelfingers Michael Scheidt (19:52) zu knacken, gelang Lautenbacher nicht, dennoch war er zufrieden: „Eigentlich habe ich mich gut gefühlt und es hat alles gepasst.“ Warum es mit dem Rekord nicht klappte, konnte sich der Sieger auch nicht erklären: „Ich glaube nicht, dass das Wetter schuld war.“

Schnellste Frau war – nicht unerwartet – Regina Danner (27) vom SC Gaißach. Mit der Zeit von 26:12 Minuten war sie 64 Sekunden schneller als die Gesamtzweite, Annika Koch (14) vom SC Lenggries. „Es freut mich, dass ich erneut neun Sekunden schneller war als bei meinem Sieg im Vorjahr“, sagte Danner.

Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen wurde die Strecke für die oberbayerische Meisterschaft verkürzt, sodass sich das Ziel, genauso wie für den Berglauf im Rahmen der „Oberland Challenge“, an der Schwaigeralm (1130 Meter) befand. Normalerweise wäre das Ziel für diejenigen, die in die Wertung zur Oberbayerischen gewollt hätten, auf dem Gipfel des Rechelkopfes (1320 Meter) gewesen. 

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