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Gruß an die Zuschauer: Mikki Heiß auf den letzten Metern vor dem Zielstrich in Moosham. 

Waldlauf in Moosham

Heiß dominiert, Weigand läuft Rekord

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Der Mooshamer Waldlauf ist eines der anstrengendsten Rennen der „Oberland Challenge“. Bei der jüngsten Auflage war das Podest fest in Landkreis-Hand.

Landkreis – Der Streckenposten ist hilfsbereit, aber auch unerbittlich. In der ersten Runde hat er freundlich den Weg gewiesen, nun ist der Blick streng: „Auf geht’s, jetzt noch einmal mit richtig Tempo“, schreit er. Die Anfeuerung zeigt Wirkung, auch der Gelegenheitsläufer holt am letzten Berg noch einmal alles aus sich raus. Und der Anstieg ist nicht ohne – rund 400 Meter lang und etwa zehn Prozent steil.

Der Mooshamer Waldlauf gehört zu den anspruchsvollsten Rennen in der Serie um die „Raffeisen Oberland Challenge“. Zweimal ist dabei eine 7,5-Kilometer-Runde zu absolvieren, insgesamt sechs Anstiege mit zusammen 300 Höhenmetern warten auf die Teilnehmer. Umso erfreulicher war’s aus Landkreis-Sicht, dass die hiesigen Athleten den Großteil der Podestplätze in der Gesamtwertung belegten. Bei den Frauen siegte die Iffeldorferin Mikki Heiß (LG Telis Finanz Regensburg) ganz überlegen mit 1:03:41 Stunden. Auf die Zweitplatzierte, Amanda Reiter (PTSV Rosenheim), hatte sie über vier Minuten Vorsprung. Ein Spaziergang war das Rennen aber selbst für heiß nicht, ein Crosslauf ist auch nicht ihr bevorzugtes Terrain. „Ich bin eigentlich eine Straßenwalze“, sagte die Gymnasiallehrerin. Mit Heiß und Reiter stand Julia Nebl auf dem Podest. Die 28-Jährige vom SV Söchering legte mit 1:08:17 Stunden eine vorzügliche Zeit hin und gewann überlegen die W-20-Klasse. Die ganze Saison über hatte Nebl schon mit Top-Resultaten auf sich aufmerksam gemacht. Starke Vorstellungen in Moosham lieferten überdies Regina Bauer (1:11:35) vom TSV Penzberg als Zweite der W-20 und Anita Reismann (1:14:31) als Zweite der W-40-Klasse ab.

Für die Top-Leistung des Tages sorgte ganz klar Max Weigand: Der 22-Jährige vom TSV Penzberg, der sein Studium in den USA beendet hat und wieder nach Deutschland zurückgekehrt ist, düpierte geradezu die namhaften Konkurrenten. Die 15 Kilometer lief er in gerade einmal 51:39 Minuten. Dem hohen Favoriten Toni Lautenbacher (LC Tölzer Land) nahm Weigand 2:23 Minuten ab. Gesamtdritter wurde Markus Brennauer (56:42) vom TSV Penzberg.

„Mein Plan war, von Anfang an Druck zu machen, um Toni im Flachen müde zu laufen“, so Weigand zu seiner Renntaktik. Diese sollte auch voll aufgehen. „Max war im Flachen so schnell, da konnte ich einfach nicht folgen“, zollte Lautenbacher dem Sieger Respekt. Weigand, der jüngst ein Trainingslager am Gardasee absolviert hatte, verbesserte den Streckenrekord von Lautenbacher um 51 Sekunden. Im Schnitt lief er jeden Kilometer in nur 3:26 Minuten.

Einmal mehr Top-Ränge erreichten Josef Streicher (1:02:00) aus Peißenberg als Zweiter der M-50-Klasse und Johannes Bornschlegl (1:04:43) aus Penzberg, der die M-60 gewann. Nicht ganz zufrieden war Thomas Andres: Der 38-jährige Tautinger lief zwar eine beachtliche Zeit (1:09:55), allerdings musste er aufgrund Seitenstechens, das er in den Bergab-Passagen bekam, etwas Tempo herausnehmen.

Der Nachwuchs aus dem Landkreis mischte auch unter den Besten mit. Vom SV Söchering landeten Hannah Kölbl (U-12/1,6 Kilometer), Paula Märtz (U-14/1,6 Kilometer) und Korbinian Soyer (U-16/2,9 Kilometer) jeweils auf dem dritten Platz. Julia Rath vom TSV Penzberg wurde bei der weiblichen U-16 über 2,9-Kilometer-Distanz Zweite. Mit 12:31 Minuten fehlten ihr nur vier Sekunden auf die Siegerin, Annika Koch (SC Lenggries). „Leider habe ich den Schlussspurt zu spät angezogen, sonst hätte ich sie vielleicht noch bekommen“, so die 14-jährige Rath. Mit ihrer Leistung war sie dennoch zufrieden. 

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