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Markus Brennauer glänzt mit Rekord-Lauf

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Von: Paul Hopp

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Schnell unterwegs: Markus Brennauer (links) und Mathias Mayr (3.v.re. im orangefarbenen Trikot) vom TSV Penzberg boten in Kemmern jeweils eine starke Leistung. © C. Lechner

Penzberg - Die Läufer des TSV Penzberg zeigten sich bei der bayerischen 10-Kilometer-Meisterschaft in starker Form. Nur einer war kurz unzufrieden.

Etwas ärgerlich war das Ganze für Julian Zenke schon. Der 24-jährige Murnauer in Diensten des TSV Penzberg war das Rennen gemeinsam mit Teamkollege Felix Zimmermann (26) gelaufen – und hatte zumeist das Tempo gemacht. Für beide ging es darum, als dritter TSV-Athlet das Ziel zu erreichen, um eine mögliche Team-Medaille zu ergattern. 400 Meter vor dem Ziel setzte Zimmermann zum Schlussspurt an und überholte Zenke. Der war im Ziel kurz unzufrieden, präsentierte sich dann aber ganz als Teamplayer: „Als Felix an mir vorbeizog, merkte ich sofort, dass ich ihm nicht folgen konnte. Obwohl ich die meiste Zeit für das Tempo gesorgt hatte, bin ich nicht sauer auf Felix. Er war heute der Bessere.“

Zimmermann kam nach 33:32 Minuten im Ziel an. Für Zenke flossen 33:42 Minuten in die Wertung ein, wobei er die letzten 400 Meter nur noch locker zu Ende joggte. Es stand ja schon fest, dass er nicht den Sprung in das Team schaffen würde. Zimmermann durfte schließlich zur Siegerehrung. Gemeinsam mit Markus Brennauer (32:48) und Mathias Mayr (32:58) holte der Münchener Mannschafts-Bronze. Es war „das optimale Ergebnis“, wie TSV-Trainer Brennauer zufrieden feststellte.

Schnellster Penzberger war Brennauer (35), der mit persönlicher Bestzeit den elften Gesamtplatz belegte. Nur zehn Sekunden hinter ihm erreichte Mathias Mayr als Vierzehnter das Ziel. Der 35-jährige Eberfinger startete in Kemmern nicht nur zum ersten Mal für den TSV Penzberg, sondern auch zum ersten Mal bei einer bayerischen Meisterschaft. Dabei zeigte Mayr, dass er wie Brennauer zu den schnellsten Läufern Deutschlands der Altersklasse M-35 gehört. Die ersten beiden Runden liefen beide gemeinsam in der zweiten Spitzengruppe. „Nach fünf Kilometern konnte ich dem Tempo nicht mehr ganz folgen und musste von diesem Zeitpunkt alleine laufen“, sagte Mayr nach dem Lauf. Darüber hinaus kämpfte er auf den letzten drei Kilometern mit Magenkrämpfen. Das gleiche Schicksal ereilte auch Brennauer: „Bei Kilometer sieben verlor ich den Kontakt zur Gruppe. Mein Magen schmerzte so sehr, sodass ich das Tempo drosseln musste“, sagte der Realschullehrer. Nicht verwunderlich, dass seine letzte Runde auf dem 2-Kilometer-Kurs mit 6:52 Minuten fast 30 Sekunden langsamer war wie die ersten drei Runden. Beide schenkten trotz der Schmerzen keine Sekunde her.

Tom Jäger deutlich schneller als erwartet

Erfolgreichster Penzberger Starter in der Gemeinde Kemmern (Nähe Bamberg) war der 18-jährige Tom Jäger. Mit der Zeit von 34:14 Minuten holte er sich in der U-23-Klasse Einzel-Silber. Schneller als der Penzberger war nur der amtierende Vize-Europameister über 3000 Meter Hindernis, Patrick Karl (TV Ochsenfurt), der mit 32:06 Minuten souverän siegte.

Jäger startete laut einer Mitteilung „sehr vorsichtig in sein Rennen“. Der Youngster befindet sich nach der Somm

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Auf dem Weg zu Doppelsilber: Tom Jäger vom TSV Penzberg. Im Hintergrund Klaus Mannweiler, Sieger der Klasse M-45. © C. Lechner

erpause erst wieder seit vier Wochen im Training. Als er merkte, dass es doch besser als erwartet lief, beschleunigte er und orientierte sich fortan an dem späteren Sieger der Altersklasse M-45, Klaus Mannweiler (LG Stadtwerke München). Auf der letzten von fünf Runden bereitete Jäger dann wie so oft der Magen Probleme bereitete, weswegen er das Tempo drosseln musste. „Trotzdem bin ich mit der Leistung sehr zufrieden, schließlich hatte ich im Vorfeld nicht mit einer Zeit von unter 35 Minuten gerechnet“, sagte Jäger. Ebenfalls ein erfreuliches Ergebnis schaffte Lucas Herbeck: Der 18-jährige lief nach 36:39 Minuten ins Ziel und blieb damit zum ersten Mal über die 10 Kilometer unter 37 Minuten. In der U-23-Klasse wurde Herbeck Neunter. Pech hatte der dritte Penzberger Junior, Michael Speinle. Der 21-Jährige erreichte mit 40:30 Minuten den 16. Platz, hatte zum Schluss große Schmerzen und blieb so fast drei Minuten über seiner Bestzeit. „Meine alte Verletzung an meinem Schienbeinmuskel ist wieder aufgebrochen. Bereits zu Beginn der Woche traten die Schmerzen auf, doch ich dachte nicht, dass es so schlimm werden würde“, berichtete der Physiotherapeut. In der Teamwertung holte das Trio hinter dem TV 1848 Coburg (1:49:34) Silber. Ohne Speinles Handicap wäre Gold möglich gewesen. 

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