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Explosiver Start: Raffieu Deen Johnson (TSV Penzberg) holte Silber über die 200 Meter. 
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Zwei Peißenbergerinnen unter den Top-Acht: Im Weitsprung der U-20 glänzte Katharina Vogl (links) als Zweite, Franziska Aderbauer (Zweite von rechts) wurde Siebte.

Leichtathletik: Bayerische Hallen-Meisterschaften

Johnson läuft nervenstark zu 200-Meter-Silber

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Für die bayerischen Hallen-Meisterschaften der U-20 und U-16 hatten sich mehrere Leichtathleten vom TSV Penzberg und TSV Peißenberg qualifiziert. Für den Höhepunkt sorgte Julia Rath (13) mit ihrem bayerischen Rekord über die 2000 Meter. Aber auch die anderen Landkreisathleten überzeugten.

TSV Penzberg 

Bei den bayerischen Hallen-Meisterschaften der Männer hatte TSV-Sprinter Raffieu Deen Johnson in der vergangenen Woche einen Rückschlag hinnehmen müssen. Im 60-Meter-Sprint unterlief ihm im Zwischenlauf ein Fehlstart – die Medaillenhoffnungen waren damit dahin. Und auch in Fürth, bei der U-20, lief es für den 18-jährigen Penzberger zunächst nicht gut. Im 60-Meter-Finale hatte er mit für ihn indiskutablen 7,16 Sekunden lediglich den vierten Platz belegt. Die ersehnte Medaille verpasste er um 0,06 Sekunden. „Raffieu wollte die Medaille über 60 Meter zu sehr, sodass er hinten raus völlig verkrampft lief“, sagte Trainerin Conny Lechner-Brennauer. Doch Johnson präsentierte sich schließlich nervenstark und setzte den Ratschlag der Trainerin, über die 200 Meter locker und mit Spaß an der Sache zu laufen, bravourös um. Zweimal lief er persönliche Bestzeit – und am Ende hatte er die Silbermedaille in den Händen, sein erstes Edelmetall auf Bayern-Ebene.

Mit persönlicher Bestzeit von 22,72 Sekunden qualifizierte sich Johnson souverän für das A-Finale. Seine bisherige Bestmarke unterbot er um elf Hundertstel. Obwohl Johnson danach schon etwas müde Beine hatte, gab er im Finale noch einmal Vollgas: Mit persönlichen Rekord von 22,68 Sekunden gewann er – mit dem zeitgleichen Tim Wermuth (TG Kitzingen) – die Silbermedaille. Gold ging an Nick Kocevar (TSV Bad Endorf), der mit 21,92 Sekunden das Maß aller Dinge war. Kocevar hatte bereits über die 60 Meter (6,93).

TSV Peißenberg

Vor allem der Weitsprung der U-20 bot Erfreuliches für den TSV Peißenberg: Erstmals platzierten sich zwei TSV-Athletinnen in einer Disziplin gemeinsam unter den ersten Acht. Katharina Vogl holte sich mit 5,46 Metern die Silbermedaille, Franziska Aderbauer belegte mit 5,16 Metern den siebten Rang.

Für die 18-jährige Vogl war es der erste Wettkampf nach mehrwöchiger Verletzungspause. Gleich im ersten Versuch sprang sie 5,46 Meter weit und übernahm damit die Führung. Ihr zweiter Sprung war ungültig, danach musste sie verletzungsbedingt aufhören. Das hieß: warten und bangen, ob die erzielte Weite für eine Medaille reicht. Am Ende übertraf nur Mara Barwitzki (LG Eckental) mit 5,58 Metern die Weite Vogls. Aderbauer bestätigte ihre Leistung von den südbayerischen Meisterschaften, als sie drei Fünfmeter-Sprünge gezeigt hatte. In Fürth übertraf sie die Fünf-Meter-Marke zweimal (5,02 und 5,16). „Und da ist noch viel Potenzial“, sagte Trainer Sabine Osenberg zu den Sprüngen der 17-Jährigen. „Sie ist konsequent vor dem Brett abgesprungen. Wenn sie den Balken richtig trifft, geht es noch weiter.“

Im 60-Meter-Sprint wurde Aderbauer in ihrem Vorlauf mit 8,45 Sekunden Sechste, was nicht für den Einzug ins Finale reichte. Zu ihrer persönlichen Bestleistung – aufgestellt vor zwei Wochen – fehlten 0,1 Sekunden. Im 60-Meter-Hürdensprint belegte Aderbauer mit 10,21 Sekunden den achten Platz. „Für das zweite Mal über diese Hürdenhöhe war es okay. Noch ein bisschen unrund, aber da wird sie sich noch steigern“, sagte Trainerin Osenberg. 

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