Laufsportler Rüdiger Brand und Andreas Fügen vor einem Bergpanorama
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Froh, wieder ein Rennen bestritten zu haben: Rüdiger Brand (links) und Andreas Fügen starteten beim Reschenseelauf, der wegen Corona ein spezielles Format hatte.

LEICHTATHLETIK

Huglfinger Laufduell am Reschensee

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Wettkämpfe für Läufer sind in Corona-Zeiten rar gesät. Die Laufgruppe des SC Huglfing hat sich jüngst zu einem speziellen Event aufgemacht - und dort in der Höhe beachtliche Leistungen gezeigt.

Huglfing – Klein, aber fein ist die Laufgruppe des SC Huglfing. In diversen Ländern in Europa haben die Mitglieder in den vergangenen Jahren schon Wettkämpfe absolviert. Die Beschränkungen in der Corona-Pandemie stellt die „Laufenthusiasten“, wie Rüdiger Brand sich und seine Mitstreiter bezeichnet, auf eine harte Probe. In der Region liegt das Wettkampfgeschehen völlig brach. Da bot der Reschenseelauf in Südtirol eine willkommene Gelegenheit, sich wieder mit anderen Athleten zu messen.

Reschenseelauf: Special Edition mit Starts im 20-Sekunden-Abstand

Die Organisatoren des Rennens hatten eine „Special Edition“ auf die Beine gestellt, die allen Anforderungen in Sachen „Corona“ gerecht werden sollte. Genau auf so ein Event haben die Huglfinger „lange entgegengefiebert und uns kurzfristig entschlossen, daran teilzunehmen“, berichtete Brand. Die Leistungen der SC-Läufer der 15,5 Kilometer (130 Höhenmeter) langen Strecken waren beachtlich. Maximilian Fügen kam mit einer Zeit von 1:12:00 Stunden ins Ziel, sein Vater Andreas Fügen benötigte 1:14:02 Stunden. Für Rüdiger Brand stoppten die Uhren nach 1:16:21 Stunden, das entspricht einer durchschnittlichen Kilometerzeit von 4:56 Minuten.

Reschenseelauf: Erste größere Sportveranstaltung seit dem Lockdown

Der Reschenseelauf war die erste öffentliche Sportveranstaltung in Südtirol seit dem Beginn der Corona-Pandemie. Die Organisatoren um Gerald Burger hatten ein spezielles Konzept erarbeitet. Die Athleten konnten einen Zeitraum wählen, in dem sie starten wollten – und bekamen dann einen genauen Zeitpunkt mitgeteilt. Die Starts erfolgten über den ganzen Tag verteilt im Abstand von 20 Sekunden. Die Veranstaltung „war bestens organisiert“, berichtete Brand. Die Startunterlagen gab es erst, nachdem beim jeweiligen Athleten die Körpertemperatur gemessen worden war. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, gab es keine Siegerehrung. Auf eine Wertung für Altersklassen (bei Leichtathletik-Rennen üblich) wurde auch verzichtet, da der Lauf nicht als offizieller Wettkampf angemeldet worden war.

Brand und Andreas Fügen lieferten sich ein vereinsinternes Duell im Hinblick auf die Frage, wann der schnellere Andreas Fügen seinen Teamkollegen wohl einholen würde. Brand war am Nachmittag 1:40 Minuten vor Fügen auf die Strecke gegangen. Rund 13 Kilometer dauerte es, bis Fügen auf Brand aufgelaufen war, auf den letzten 2,5 Kilometern setzte sich Ersterer dann noch etwas ab. Die Bedingungen waren bei etwa 25 Grad Celsius und Sonnenschein bestens. Der Wind machte jedoch den Läufern speziell auf dem zweiten Streckenabschnitt „sehr zu schaffen“, so Brand. Im Huglfinger Vater-Sohn-Duell hatte der Filius Maximilian Fügen mit 1:12:00 Stunden die bessere Zeit zu Buche stehen. Unter 1033 männlichen Finishern bedeutete das den 299. Platz. Andreas Fügen (1:14:02) landete auf der 357. Position, Rüdiger Brand (1:16:21) belegte den 427. Rang.

Reschenseelauf: 217 Frauen und Männer aus Deutschland am Start

Aus Deutschland nahmen 217 Frauen und Männer teil. Schnellste Deutsche war Hannah Sassnink (1:05:52/LC Aichach) als Neunte. Als schnellster Deutscher glänzte Johannes Hillebrand (52:32/ LG Stadtwerke München). Er belegten Rang sechs. Die Top-Zeiten liefen Einheimische: Bei den Frauen siegte die Bozenerin Sarah Giomi (58:16), die kurz nach 12 Uhr gestartet war. Bei den Männern siegte Michael Hofer (49:57) aus Deutschnofen.

Auch das ist interessant: Das Ehepaar Tina und Gerhard Steinl aus Deutenhausen trainiert fleißig um bei einem Ultra-Rennen für Radsportler in Österreich teilnehmen zu können. Dressurreiterin Cosima von Fircks war mit „Easy Fellow“ beim internationalen Turnier in Hagen bei den Jungen Reitern äußerst erfolgreich. Das Laufteam des SV Söchering hat eine Everesting-Challenge gewagt - und sein Ziel weit übertroffen. Die Penzberger Beachvolleyballer haben bei diversen Turnieren in Oberbayern gute Platzierungen erreicht.

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