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Sprinter Johnson unterbietet einen Penzberger Uralt-Rekord

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Von: Paul Hopp

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Schnell wie noch nie: Raffieu Deen Johnson (hier ein Archivbild) lief zweimal persönliche Bestzeit.
Schnell wie noch nie: Raffieu Deen Johnson (hier ein Archivbild) lief zweimal persönliche Bestzeit. © Conny Lechner-Brennauer

Beim Abendsportfest in München lief Sprinter Raffieu Deen Johnson zweimal persönliche Bestzeit. Über 200 Meter verbesserte er zudem einen über 30 Jahre alten TSV-Rekord.

Penzberg/Germering – Die Auftritte von Raffieu Deen Johnson beim Münchner Abendsportfest hatten es wahrlich in sich: Nicht genug damit, dass der Sprinter des TSV Penzberg sowohl die 100 Meter (10,70 Sekunden) und die 200 Meter (21,63) jeweils in persönlicher Bestzeit gewann. Der 22-Jährige unterbot über die halbe Stadionrunde zudem einen Penzberger Vereinsrekord, der seit 1990 Bestand gehabt hatte.

Auf beiden Distanzen setzte sich Johnson im Kampf um den ersten Platz gegen Vincente Graiani (LG Stadtwerke München) durch, einen der besten deutschen 400-Meter-Spezialisten. „Endlich ist der Knoten geplatzt“, freute sich Trainerin Conny Lechner-Brennauer. Nachdem Johnson einige Wochen zuvor mit 10,76 Sekunden schon eine persönliche 100-Meter-Bestzeit aufgestellt hatte, verbesserte er nun seine zwei Jahre alte Bestzeit über die doppelte Distanz um satte 0,25 Sekunden.

Johnson bricht Sprint-Rekord aus dem Jahr 1990

Bei Gegenwind von 0,6 Metern pro Sekunde legte der Penzberger einen Start-Ziel-Sieg hin: „Mein Start war nahezu perfekt. So hatte ich bereits nach 50 Metern einige Meter Vorsprung auf Vincente und Arne“, so Johnson. Ihren Rückstand konnten weder Graiani noch Arne Leppelsack (TSV Gräfelfing) auf der zweiten Rennhälfte aufholen, denn der Penzberger blieb locker und hielt das hohe Tempo fast bis ins Ziel.

Mit seiner Zeit unterbot der aus Sierra Leone stammende Johnson den 200-Meter-Vereinsrekord des TSV Penzberg, der über drei Jahrzehnte unangetastet geblieben war. 1990 war Alexander Rehm in Innsbruck die Distanz in 21,68 Sekunden gelaufen. Johnson blieb im Dantestadion sowohl über 100 als auch 200 Meter unter der Qualifikationsnorm für die deutsche Meisterschaft in Berlin. Allerdings ist er dort noch nicht startberechtigt.

Andreas Kölbl gewinnt 400-Meter-Rennen

Andreas Kölbl nutzte das Münchner Abendsportfest als letzten Formtest für die deutsche Leichtathletik-Meisterschaft in Berlin. Der 27-jährige Sindelsdorfer stellte sich der Konkurrenz über 400 Meter und gewann mit 49,47 Sekunden. „Ich bin völlig zufrieden mit meiner Leistung. Der Wind blies uns die ganze Zeit über ins Gesicht, sodass ich auf den letzten 50 Metern extrem an Zeit einbüßte“, resümierte der angehende Physiotherapeut. Dabei ließ er Michael Kucher (LG Staufen) und Jan Schenk (TSV Geislingen) hinter sich, die bereits Zeiten unter 49 Sekunden gelaufen waren.

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Für Kölbl bedeutete seine Zeit die zweitbeste Leistung seiner Karriere – er lag nur acht Hundertstel über seinem Rekord. „Andis Zeit ist extrem erstaunlich. Schließlich hatte er in den vergangenen acht Wochen gleich zwei Muskelfaserrisse im Oberschenkel, sodass uns viele Trainingstage fehlen“, sagte Trainer Markus Brennauer.

Joris Ressing läuft über 800 Meter auf Rang zwei

Noch viel mehr Trainingstage fehlen Joris Ressing, der aufgrund einer Coronainfektion erst langsam wieder in Form kommt. In München belegte der 16-jährige Bad Tölzer den zweiten Platz über 800 Meter. Mit 2:14,11 Minuten musste er sich nur dem Österreicher Tobias Zimmermann (2:09,41) geschlagen geben. „Mit meiner Zeit bin ich nicht ganz zufrieden. Ich habe erst relativ spät im Rennen bemerkt, dass wir ziemlich langsam unterwegs sind“, sagte der Gymnasiast nach dem Rennen.

Seine Mutter Mareike Ressing stellte sich in München der 5000-Meter-Konkurrenz. Dabei lief sie mit 19:05,36 Minuten auf den fünften Platz. Auch sie spürt noch die Nachwehen durch den Trainingsrückstand aufgrund einer Coronainfektion. Die 52-jährige Mittel- und Langstreckenläuferin war im Dezember 2021 noch deutsche Meisterin im Crosslauf geworden und bereitet sich für die deutschen Bahn-Meisterschaften der Senioren vor.

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