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Von Beginn an in Führung: Julia Rath beim 2000-Meter-Rennen in Fürth. 

Leichtathletik

Julia Rath läuft schon wieder Rekord

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Und schon wieder lief Julia Rath allen davon: In Fürth schaffte die 13-Jährige vom TSV Penzberg nun über 2000 Meter einen bayerischen W-14-Rekord. 

Penzberg – Es ist schon fast beängstigend, welche Top-Leistungen Julia Rath derzeit regelmäßig abliefert. Zum zweiten Mal binnen zwei Wochen hat die 13-Jährige vom TSV Penzberg in ihrer Altersklasse nun schon einen bayerischen Rekord aufgestellt. Nach ihrer 800-Meter-Gala (2:20,13 Minuten) bei der südbayerischen Hallen-Meisterschaft (wir berichteten), schob sie nun bei den bayerischen Hallen-Titelkämpfen in Fürth eine weitere Bestmarke hinterher. Die 2000 Meter lief sie in 7:07,19 Minuten.

Für Rath schienen die zehn Runden „eher ein lockerer Dauerlauf zu sein als ein harter Wettkampf“, berichtete TSV-Trainer Markus Brennauer. Sein Schützling hatte bei seinem ersten Wettkampf-Auftritt über die 2000 Meter obendrein die Distanz etwas falsch eingeschätzt. „Ich dachte, ich müsste noch länger laufen“, so Rath kurz nach dem Zieleinlauf. „Hätte ich gewusst, dass das Rennen so schnell zu Ende ist, hätte ich schon früher beschleunigt.“ So beschleunigte sie erst in der letzten Runde und distanzierte den Rest der Konkurrenz um neun Sekunden.

Im Vorfeld war die 13-Jährige ihrem Trainer zufolge etwas aufgeregt. Nicht verwunderlich, wenn eine bis dato noch nie gelaufene Distanz ansteht. Die für einen persönlich optimale Laufgeschwindigkeit zu finden, um die bestmögliche Zeit herauszuholen, das ist eine hohe Kunst. Dies gilt speziell auf den Mittelstrecken (800 bis 3000 Meter), auf denen es oft um Sekundenbruchteile geht. Wer zu schnell losläuft, bricht hinten raus ein, und wer zu langsam beginnt, kann die verlorenen Sekunden am Ende nicht mehr aufholen.

Mit dem Startschuss war Raths Nervosität sofort verflogen und sie setzte sich an die Spitze. Diese gab sie das ganze Rennen über nicht mehr ab, wobei sie sich ihrer Sache zu keinem Zeitpunkt sicher war: „Ich dachte immer, dass die Läuferin hinter mir irgendwann überholen würde.“ Damit meinte sie Ronja Wohlfarth (TuS Feuchtwangen), die immerhin bis 1800 Meter den Anschluss halten konnte. Danach zog Rath davon, für Wohlfarth blieb in 7:16,04 Minuten die Silbermedaille. 16 Athletinnen waren zu dem Rennen angetreten. Für Julia Rath bedeutete der Sieg den ersten bayerischen Meistertitel überhaupt. 

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