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Penzberger bei Cross-DM: Marvin Bertram freut sich, Luk Jäger hadert

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Von: Paul Hopp

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Leichathlet Marvin Bertram vom TSV Penzberg bei der Crosslauf-DM 2021 in Sonsbeck.
Zufrieden: Marvin Bertram belegte bei der Crosslauf-DM in Sonsbeck in der U23 den 14. Platz. © JAEGER

Mit vier Athleten war der TSV Penzberg bei der Crosslauf-DM am Start. Zwei von ihnen liefen in die Top-20. Ihr Fazit fiel allerdings völlig gegensätzlich aus.

Penzberg/Sonsbeck – Nur wenige Tage nach der Europameisterschaft im Crosslauf, an der der Penzberger Nick Jäger teilnahm, standen die nationalen deutschen Titelkämpfe in dieser speziellen Laufdisziplin auf dem Programm. In Sonsbeck (Nordrhein-Westfalen) waren gleich vier junge Athleten des TSV Penzberg am Start. Zwei von ihnen, Luk Jäger und Marvin Bertram, schafften jeweils den Sprung unter die besten 20 ihrer Altersklasse.

Die Bilanzen der beiden TSV-Läufer fiel unterschiedlich aus. Während der 20-jährige Marvin Bertram mit seinem 14. Platz in der U23 mehr als zufrieden war, haderte der 19-jährige Luk Jäger mit seinem zwölften Platz bei seinem letzten Auftritt in der U20-Wertung.

„Ab der Hälfte des Rennens ist mir einfach die Kraft ausgegangen“, sagt Luk Jäger und gab damit den Verlauf seines Rennens gut wieder. Zunächst hatte sich der Student im Vorderfeld aufgehalten. Als sich dann nach einem Kilometer eine Dreiergruppe nach vorne absetzte, übernahm Jäger kurzzeitig die Spitze in der Verfolgergruppe. Doch trotz seiner Führungsarbeit setzte sich das Trio immer weiter ab. Im weiteren Verlauf des Rennens kämpfte der Penzberger um den Anschluss in der Verfolgergruppe, verlor aber zusehends an Boden. Mit 21:41 Minuten hatte er letztendlich nach 6,1 Kilometern ziemlich genau eine Minute Rückstand auf Tom Förster (LG Vogtland), der das Rennen dominiert hatte und gewann.

Luk Jäger vom TSV Penzberg bei der Crosslauf-DM 2021 in Sonsbeck.
Harter Kampf: Luk Jäger lief bei der U20 auf den zwölften Rang. © JAEGER

In der U23 hieß der Sieger Dominator Dominik Brem (LG Telis Finanz Regensburg), der die Mittelstrecke über 4,1 Kilometer in 13:18 Minuten zurückgelegt hatte. Der Penzberger Bertram benötigte 14:12 Minuten. Mit seiner Leistung war der Student sehr zufrieden, schließlich gehört er dem jüngsten Jahrgang (2001) in der Altersklasse an.

Marvin Bertram läuft bei Cross-DM in die Top 20

Auf dem teilweise tiefen Wiesenparcours startete er laut einer Mitteilung recht verhalten und versuchte, eine günstige Position in dem knapp 110 Teilnehmer umfassenden Feld zu finden. Neben der U23 waren zeitgleich auch die Männer gestartet, sodass von Anfang an ein sehr hohes Tempo angeschlagen wurde. Doch davon ließ er sich nicht beirren und lief ein gleichmäßiges Rennen.

In der U23 wäre unter normalen Umständen auch Nick Jäger gestartet. Der Bundeskader-Athlet hatte allerdings bei der EM in Dublin eine Verletzung erlitten: Im Startgetümmel war ihm ein Konkurrent mit 15-Millimeter-Spikes auf den Fuß gestiegen – der 22-Jährige erlitt eine tiefe Schnittwunde, die nach dem Rennen (er belegte den 48. Rang) im Krankenhaus behandelt werden musste. Um keine längerfristigen Probleme und eine etwaige Entzündung zu riskieren, verzichtete der Penzberger vorsichtshalber auf eine Teilnahme.

Corinna Braun zeigt bei Cross-DM gleichmäßiges Rennen

Mit einer Mittelfeldplatzierung bei den U18-Frauen kehrte Corinna Braun von den Wettkämpfen im Landkreis Wesel zurück. Die 17-Jährige aus Benediktbeuern sortierte sich in der ersten Runde in der Mitte des Feldes ein. Als sich dann das Feld in mehrere Gruppen aufsplittete, fand sie sich an der Spitze der dritten Läuferinnengruppe wieder. Diese Position hielt sie bis eingangs der letzten Runde. Danach zerfiel ihre Gruppe und jede Läuferin kämpfte nun quasi alleine für sich. Auf den letzten 500 Metern konnte sie dann ihre Spurtstärke ausspielen und verbesserte sich auf den 28. Rang unter 61 Teilnehmerinnen. Mit 17:18 Minuten über 4,1 Kilometer hatte sie etwas mehr als eineinhalb Minuten Rückstand auf Siegerin Kira Weis (KSG Gerlingen).

Corinna Braun vom TSV Penzberg bei der Crosslauf-DM 2021 in Sonsbeck.
Spurtstark im Finish: Corinna Braun vom TSV Penzberg landete in der U18 auf dem 28. Rang. © JAEGER

Knapp 40 Sekunden schneller als Braun war Joris Ressing. Der 16-Jährige trat bei den U18-Burschen an und belegte mit 16:35 Minuten den 70. Platz unter 81 Athleten. „Auf dem matschigen Boden war es wirklich sehr hart zu laufen“, konstatierte der 800-Meter-Spezialist, für den die 4,1 Kilometer lange Strecke ungewohnt weit war.

Die DM-Sieger in den Hauptklassen gewannen jeweils souverän. Auf der Mittelstrecke (4,1 Kilometer) holte sich Marathonspezialist Johannes Motschmann (SSC Berlin/12:47) nach Silber im Vorjahr nun erstmals die Goldmedaille. Er kam zwölf Sekunden vor dem Zweiten ins Ziel. Auf der Langstrecke (10,1 Kilometer) war EM-Teilnehmer Samuel Fitwi Sibhatu (LG Vulkaneifel) mit 33:00 Minuten eine Klasse für sich. Bei den Frauen hatte Alina Reh (SCC Berlin) über die 6,1 Kilometer alles im Griff. Eine Woche nach ihrer Bronzemedaille bei der EM in Dublin sicherte sie sich mit 21:44 Minuten und 41 Sekunden Vorsprung den Titel.

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