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Michaela Kölbl siegt und ist trotzdem enttäuscht

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Von: Paul Hopp

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Beim Ludwig-Jall-Sportfest gaben sich Athleten wie Olympia-Starterin Christina Hering die Ehre. Mittendrin waren Athleten aus Penzberg und Peißenberg.

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1 / 3Zum Wiedereinstieg gleich ein Sieg: Katharina Vogl vom TSV Peißenberg gewann nach langer Verletzungspause den Weitsprung der U-20. © TSV Peißenberg
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2 / 3Starkes Finish: Michaela Kölbl (TSV Penzberg) absolvierte die 400 Meter Hürden in 66,97 Sekunden. © Conny Lechner-Brennauer
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3 / 3Persönliche Bestzeit: Laura Hermann (vo.) vom TSV Peißenberg im 800-Meter-Lauf. © Conny Lechner-Brennauer

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nahm Michaela Kölbl vom TSV Penzberg ihr Geschenk, eine Tasse des Hauptsponsors des Ludwig-Jall-Meeting, entgegen. Zwar hatte sie mit 66,97 Sekunden in einem spannenden Rennen die 400 Meter Hürden der U-18 gewonnen, aber die Norm für die Jugend-DM um 0,47 Sekunden verpasst. „Irgendwie bin ich nicht so schnell losgelaufen, wie ich es geplant hatte“, so die 17-jährige Sindelsdorferin. Außerdem musste sie schon vor der fünften Hürde ihren Rhythmus umstellen, was einige Zehntelsekunden kostete. Auf der Zielgerade zeigte Kölbl dann ihre gewohnte Stärke und holte den Rückstand auf die beiden vor ihr liegenden auf. Als dann die führende Athletin an der letzten Hürde stürzte, nutzte dies Kölbl und wiederholte so ihren Erfolg von 2017.

Raffieu Deen Johnson erlebte einen Tag der Extreme. Mit 11,28 Sekunden über die 100 Meter lieferte er einer Mitteilung zufolge seine schlechteste Leistung über diese Distanz seit zwei Jahren ab. Nach dem Lauf klagte der 18-Jährige über Atemnot, die ihm bereits in den Tagen davor zugesetzt hatte. Dennoch startete Johnson noch über 200 Meter. Nach furiosem Start konnte er den Sog des Weilheimers Johannes Trefz nutzen und erzielte mit 22,44 Sekunden eine persönliche Bestzeit, die ihm Platz zwei in der U-20 bescherte.

Einen persönlichen Rekord erzielte auch Colin Klein über 800 Meter: In 2:14,10 Minuten wurde er in der U-15-Klasse in einem von ihm klug eingeteilten Rennen Dritter. Die B-Norm für die bayerische Leichtathletikmeisterschaft verpasste er nur um 0,1 Sekunden.

Weiter ansteigende Form bewies Sharon Müller: Die 26-Jährige lief die 400 Meter Hürden in 63,76 Sekunden (4. Platz), lag zwischenzeitlich sogar auf DM-Quali-Kurs (62,40 Sekunden). „Vor der achten Hürde habe ich tippeln müssen. Da habe ich extrem viel Geschwindigkeit verloren, weshalb das Rennen an dieser Stelle eigentlich gelaufen war“, so Müller. Ihre Saisonbestleistung hatte sie trotzdem um fast zwei Sekunden gesteigert. Im 100-Meter-Sprint stellten sowohl Franziska Mannheim (13,78 Sekunden) als auch Hanna Ackermann (13,98) und Julia Rath (14,05) persönliche Bestzeiten auf.

15 Wochen Verletzungspause sind eine lange Zeit für eine ehrgeizige Sportlerin, die Katharina Vogl nun einmal ist. Beim Ludwig-Jall-Sportfest konnte die Athletin vom TSV Peißenberg nun endlich wieder an einem Weitsprung-Wettbewerb teilnehmen – und gewann die Altersklasse U-20 mit der Weite von 5,58 Metern. Gleich im ersten Versuch übernahm sie mit 5,51 Metern die Führung unter 21 Teilnehmerinnen. Diese Weite reichte locker für den Endkampf. Im vierten Versuch sprang sie 5,40 Meter, im letzten Versuch landete sie bei 5,58 Metern. Auf die Zeitplatzierte, Lea Germey (SV Reutte/Tirol), hatte sie 24 Zentimeter Vorsprung. Die Erleichterung bei der 18-jährigen Hohenpeißenbergerin war groß, nachdem sie ihre sechs Sprünge schmerzfrei hatte absolvieren können. „Im Training war sie mit ihrem Anlauf noch gar nicht zufrieden, aber nun war das Selbstbewusstsein wieder da“, sagte Trainer Frank Osenberg. „Dabei hatte Kathi gerade bei ihrem besten Versuch noch den stärksten Gegenwind.“

Laura Hermann (U-16) hatte sich über die 800 Meter vorgenommen, von Anfang an schnell mitzulaufen und ihre Bestzeit von Germering (2:39,75 Minuten) anzugreifen. Am Ende überquerte sie die Ziellinie nach 2:35,37 Minuten (5. Platz), was eine deutliche Verbesserung ihres eigenen Rekordes darstellte. „Da hat sie ihre Trainingsleistungen im richtigen Moment bestätigt“, freute sich Trainerin Sabine Osenberg. „Mich hat diese Zeit nicht überrascht.“ Nach 37 Sekunden hatte Hermann die 200-Meter-Marke passiert, nach 76 Sekunden die erste Runde absolviert. Damit war die Bestzeit möglich. Der Sieg ging an Franka Nebl vom TSV Plattling in 2:29,07 Minuten.  

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