Wurde zum Schluss langsamer: Nick Jäger belegte über 3000 Meter Hindernis Rang drei. 
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Wurde zum Schluss langsamer: Nick Jäger belegte über 3000 Meter Hindernis Rang drei. 
Nur einer war schneller: Luk Jäger erreichte über 2000 Meter Hindernis den zweiten Platz.
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Nur einer war schneller: Luk Jäger erreichte über 2000 Meter Hindernis den zweiten Platz.

Leichtathletik

Gelungener Saisoneinstieg für Jäger-Brüder auf der Bahn

  • Stefan Schnürer
    vonStefan Schnürer
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Bei diversen virtuellen Rennen waren Nick und Luk Jäger vom TSV Penzberg heuer schon erfolgreich. Jetzt feierten sie einen gelungenen Start in die Bahnsaison.

Penzberg/Uster Nick und Luk Jäger sind in der Schweiz mit zwei Podestplätzen in die Bahnsaison gestartet. Beide nutzten den Laufsportabend in Uster (Kanton Zürich) für ihren Saisoneinstieg, beide verpassten im jeweiligen Hindernislauf ihre Bestzeit jeweils um etwas mehr als zwei Sekunden.

Leichtathletik:  Luk Jäger übernimmt in Schlussrunde die Führung - und verliert sie sofort wieder

„Ich dachte eigentlich eine Runde vor Schluss, dass ich das Rennen jetzt so gut wie sicher gewonnen habe“, gab Luk Jäger offen zu. Auch seine Trainerin und Mutter Melanie Jäger war überzeugt, dass ihr zum Zeitpunkt des 2000-Meter-Rennens noch 17-jähriger Sohn gewinnen würde. Eingangs der letzten Runde überholte Jäger den führenden Kurt Lauer (LAZ Ludwigsburg) und legte sofort zwei Meter zwischen sich und seinen Konkurrenten. Doch nur 50 Meter weiter setzte der Ludwigsburger zum Konter an und begann mit seinem Schlussspurt, obwohl noch 300 Meter zu laufen waren. „Etwas überrascht von diesem Antritt“, wie Penzbergs Sprecher Markus Brennauer berichtete, konnte Jäger nicht mehr folgen und lief die letzte Runde quasi nur noch zu Ende. Mit 6:10,21 Minuten fehlten ihm zwei Sekunden zur persönlichen Bestzeit und sieben Sekunden auf Lauer. Hinterher waren sowohl Luk Jäger als auch seine Mutter zufrieden: „Es war der erste Wettkampf seit vielen Monaten. Da fehlt einfach noch die Tempohärte“, so Melanie Jäger.

Leichtathletik: Nick Jäger setzt sich mit zwei weiteren Läufern frühzeitig ab

Dasselbe galt fürNick Jäger. Der 20-jährige Student hielt über 3000 Meter Hindernis lange mit Konstantin Wedel (LG Telis Finanz Regensburg) und dem Schweizer Michael Kurti mit. Die drei Läufer hatten sich bereits kurz nach Beginn etwas vom Feld abgesetzt, wobei Favorit Wedel sofort die Führung übernahm. Nach 2000 Metern zeigte die Uhr 5:52 Minuten. Zu diesem Zeitpunkt war sich Melanie Jäger sicher, dass ihr Sohn seine Bestzeit von 8:52,97 Minuten unterbieten würde.

Leichtathletik: Trainerin Melanie Jäger: „Es fehlt noch an der Tempohärte“

Doch in den letzten zweieinhalb Runden konnte er Wedel und Kurti nicht mehr folgen. Dies lag jedoch nicht daran, dass die beiden beschleunigten, sondern viel mehr daran, dass Jäger an Tempo verlor. „Ich habe gar nicht gemerkt, dass ich langsamer werde. Ich dachte, dass Konstantin beschleunigen würde“, beschrieb der Student die entscheidende Rennsituation. Letztendlich setzte sich Wedel mit 8:52,44 Minuten knapp eine Sekunde vor Kurti durch, der damit die Schweizer Meisterschaft gewann, die im Rahmen dieses Rennens ausgetragen wurde. Weitere zwei Sekunden später folgte dann der Läufer des TSV Penzberg, der mit 8:55,87 Minuten die drittschnellste Zeit seiner Karriere erreichte. „Im Nachhinein betrachtet war Nicks Leistung wirklich gut. Schließlich fehlt ihm bislang jegliche Tempohärte, da es keine Vorbereitungswettkämpfe gab“, so Melanie Jäger. „Um wirklich beurteilen zu können, wo die Jäger-Brüder stehen, muss man nun die nächsten Wettkämpfe abwarten“, so die Einschätzung von Brennauer.

Den Anfang macht dabei gleich an diesem Wochenende ein Laufmeeting in Regensburg. Trotz der verpassten Bestzeiten hatte Familie Jäger doch noch etwas zu feiern: Einen Tag nach der Rückkehr aus der Schweiz wurde Luk 18 Jahre alt.

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