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Andreas Kölbl glänzt im Hürden-Finish

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Von: Paul Hopp

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Stabwechsel: Matthias Bauer (l.) und Andreas Kölbl in der 4 x 100-Meter-Staffel. © Lechner

Penzberg - Gleich neun Medaillen holten die Athleten des TSV Penzberg bei den oberbayerischen Meisterschaften. Ein Top-Finish zeigte Andreas Kölbl.

Über 400 Meter Hürden war Andreas Kölbl in der Schlussphase richtig gefordert. Bei der siebten Hürde hatte der 20-jährige Sindelsdorfer noch knapp 15 Meter Rückstand auf seine beiden ärgsten Konkurrenten, Victor Schmieder (Ingolstadt) und Felix Brouwer (LAG Mittlere Isar). Die letzten drei Hürden erwischte Kölbl perfekt und überholte die zwei anderen Athleten rund 20 Meter vor der Ziellinie. Mit 54,63 Sekunden lief der Sindelsdorfer eine persönliche Bestzeit, hatte damit allerdings nur 0,19 Sekunden Vorsprung auf Schmieder.

Wieder auf der Bahn: Sharon Müller sicherte sich 400-Meter-Hürden-Silber.
Wieder auf der Bahn: Sharon Müller sicherte sich 400-Meter-Hürden-Silber. © Lechner

Das Erstaunliche an Kölbls Auftritt war nicht nur sein Finish, sondern auch der umstand, dass er knapp 80 Minuten vorher bereits über 400 Meter mit 51,36 Sekunden eine persönliche Bestzeit aufgestellt hatte. Weitere 90 Minuten davor hatte er seine Premiere über die 110 Meter Hürden hingelegt und war in 15,95 Sekunden gleich unter der Norm für die bayerische Meisterschaft geblieben. Seinen ersten Wettkampfeinsatz des Tages absolvierte Kölbl zur Mittagsstunde, als er mit Matthias Bauer, Dominik Thalbauer und Max Satter in der 4 x 100-Meter-Staffel lief. Mit 45,49 Sekunden blieb das Quartett unter der B-Norm für die BLV-Meisterschaft und holte hinter der LG Stadtwerke München die Silbermedaille. Auch in der U-18 belegte die 4 x 100-Meter-Staffel des TSV Penzberg den zweiten Platz. Für Markus Forster, Albin Pestisha, Nathanael Ott und Julian Meyer wurde eine Zeit von 46,16 Sekunden gestoppt. Damit waren die vier Läufer schneller als bei ihrem Debüt. Drei Athleten aus der U-18-Staffel gewannen in Einzeldisziplinen Medaillen. Satter wurde über 400 Meter (54,35 Sekunden) ebenso Dritter wie Pestisha im Weitsprung (6,21 Meter). Bei seinem Auftritt hatte Pestisha, so wie fast alle Athleten, Probleme mit der Weitsprunganlage in Erding, „die anscheinend nicht für große Weiten ausgelegt ist“, so TSV-Trainer Markus Brennauer. Dies musste auch Thalbauer feststellen, der im Dreisprung knapp seine Bestleistung verfehlte, aber im Männerfeld mit 12,37 Metern Bronze holte.

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Top drauf: Marinus Huppenberger (vo.) lief die 800 Meter in 1:59,97 Minuten. © Lechner

Eine ausgezeichnete Leistung zeigte Marinus Huppenberger, der über 800 Meter der Männer die Bronzemedaille gewann. Mit 1:59,97 Minuten blieb er zum ersten Mal unter zwei Minuten. Sogar der Titel wäre für den Penzberger möglich gewesen, doch 200 Meter vor dem Ziel trat ihm der spätere Sieger, Henry Heller (LG Stadtwerke München), von hinten in die Beine. Huppenberger geriet ins Straucheln und musste erst wieder beschleunigen. Bitter: Durch den Tritt zog sich der TSV-Athlet eine Verletzung zu, sodass er aktuell nicht laufen kann. Jeweils den oberbayerischen Vize-Titel gewannen Sharon Müller und Markus Brennauer. Müller nahm nach knapp zweijähriger Bahnabstinenz die 400 Meter Hürden in Angriff. Mit 67,84 Sekunden schaffte sie gleich wieder die Norm für die bayerische Meisterschaft. Brennauer belegte über die 5000 Meter in 16:12,01 Minuten den zweiten Rang. Bis zur 3000-Meter-Marke führte der Penzberger das Feld an und machte so das Tempo für Florian Wenzler (LG Würm Athletik), der mit 15:42 Minuten eine persönliche Bestzeit lief.

Starker Auftritt: Max Satter holte über 400 Meter die Bronzemedaille. fotos: Lechner
Starker Auftritt: Max Satter holte über 400 Meter  Bronze. © Lechner

Ihren ersten 100-Meter-Lauf seit mehr als fünf Jahren und ihren ersten im Penzberger Trikot absolvierte Christine Thomann (Jahrgang 1987). Mit 13,20 Sekunden schaffte sie bei den Frauen gleich die B-Norm für die „Bayerische“. In Erding verpasste sie nur um fünf Hundertstel den Endlauf und blieb nur zwei Hundertstel über dem Vereinsrekord. Stefan Haderer kostete im 1500-Meter-Lauf der Männer ein taktischer Fehler eine Medaille. Nach 500 Metern ließ er den Kontakt zu den vorderen drei Läufern abreißen und kam trotz eines Endspurts nicht wieder heran. Mit 4:16,48 Minuten wurde er Vierter. Lucas Herbeck ging an seine Grenzen und wurde schließlich mit einer persönlichen Bestzeit von 4:20,09 Minuten (5. Platz) belohnt.

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