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Sprint in einem Top-Feld: Raffieu Deen Johnson (r.) lief unter anderem gegen den Weilheimer EM-Starter Johannes Trefz (l.). 

Leichtathletik

Pfeilschnell auf der ungeliebten Innenbahn: Johnson glänzt in Germering 

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Zum „Bayern Top Meeting“ waren Spitzenathleten aus dem Freistaat und Österreich gereist. Ein Sprinter aus Penzberg sorgte in zwei Rennen für persönliche Bestleistungen. 

Germering - Stark in Form präsentierte sich Raffieu Deen Johnson: Der 19-Jährige vom TSV Penzberg lief zweimal persönliche Bestzeit. Im 100-Meter-Finale verbesserte er seinen Rekord um 0,01 Sekunden auf 10,81 Sekunden. In einem hochklassigen Finale bedeutete das Rang drei bei den Männern hinter Aleksandar Askovic (LG Augsburg/10,43) und Michael Adolf (TSV Gräfelfing/10,47). Über die 200 Meter war das Teilnehmerfeld nicht minder stark besetzt. So belegten die EM-Teilnehmer Patrick Schneider (LAC Quelle Fürth/21,47) und der Weilheimer Johannes Trefz (TSV Gräfelfing/21,67) nur die Plätze zwei und drei. Denn Adolf zeigte auch hier eine Top-Leistung und katapultierte sich mit 21,23 Sekunden in die erweiterte deutsche Spitze. Johnson wurde Sechster und überzeugte mit 22,14 Sekunden (vier Hundertstel schneller als sein bisheriger Rekord), obwohl er auf der Bahn eins laufen musste. „Ich mag die Innenbahn über die 200 Meter nicht so sehr, da der Kurvenradius doch relativ eng ist“, so der Sprinter aus Sierra Leone, der demnächst die 22-Sekunden-Marke knacken möchte.

Germering: Andreas Kölbl siegt trotz Verletzung 

Für Andreas Kölbl liegt die magische Grenze dieses Jahr bei 53,00 Sekunden. Das wäre die Qualifikation für die DM in Berlin über 400 Meter Hürden. In den vergangenen Jahren lag die Norm bei 53,75 Sekunden. In Germering lief Kölbl mit 54,74 Sekunden Saisonbestzeit. Damit war er laut einer Mitteilung „einigermaßen zufrieden“, denn er kämpfte mit Schmerzen in der rechten Wade. In der Woche davor in Regensburg hatte sich Kölbl einen Muskelfaserriss zugezogen. „Deshalb konnte ich nicht wirklich gut beschleunigen und hatte auf den ersten 100 Metern sehr große Schmerzen“, so der 24-Jährige. Trotzdem gewann er in Germering souverän und lief später sogar noch 400-Meter-Freiluft-Bestleistung (51,40), was ihm Rang drei einbrachte. In beiden Wettbewerben startete auch Michael Speinle, der trotz völlig verpatzter fünfter Hürde mit 61,90 Sekunden (5. Platz) nur um 0,24 Sekunden seine Bestzeit verpasste. Über die 400 Meter wurde er Elfter (55,93).

Über die 800 Meter liefen Julian Herter (2:16,31 Minuten/3. Platz) und Sven Lange (2:20,26/5.) jeweils persönliche Bestzeit, doch zufrieden waren sie und Trainerin Conny Lechner-Brennauer nicht. „Leider waren beide im schnellen Lauf. Dadurch ließen sie sich mitreißen und liefen die ersten 200 Meter in 28 Sekunden, was natürlich viel zu schnell für sie war“, so die TSV-Trainerin. Der 15-jährige Colin Klein (2:12,13) war im langsameren Lauf. Er hatte Probleme beim Atmen und, gewann zwar die U-18-Wertung, blieb aber drei Sekunden über seiner Bestzeit. Im 100-Meter-Sprint davor hatten Lange (12,39) und Klein (12,53) jeweils persönliche Bestzeiten erreicht.

Germering:  Katharina Vogl Zweite im Weitsprung 

Katharina Vogl (19) vom TSV Peißenberg war mit ihrem Start im 100-Meter-Vorlauf (12,95 Sekunden) weniger zufrieden. Im Finale steigerte sich die Hohenpeißenbergerin und wurde mit 12,69 Sekunden als drittbeste Bayerin Sechste in der Frauen-Klasse. Im Weitsprung „passte der Anlauf beim ersten Wettkampf der Freiluftsaison noch nicht wie gewohnt“, so der TSV in einer Mitteilung. Im fünften Versuch gelangen Vogl dann aber 5,39 Meter, mit denen sie hinter Dauer-Konkurrentin Jacqueline Sterk (SWC Regensburg/5,61) Zweite wurde.

Maike Hermann ging nach über einem Jahr Pause im Freien auf den kurzen Sprintstrecken an den Start. Über 100 Meter verfehlte die 17-jährige Weilheimerin mit 14,57 Sekunden nur um eine Hundertstel ihre persönliche Bestzeit. In der U-20 wurde sie Achte. Die 200 Meter lief sie in 30,52 Sekunden, was Rang fünf bedeutete. 

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