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Bestzeit eingestellt: Raffieu Deen Johnson lief 200 Meter in 22,83 Sekunden und holte Silber. 

Leichtathletik: südbayerische Hallenmeisterschaft

Silber verloren, Silber geholt

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Bei der südbayerischen Hallenmeisterschaft läuft es für Raffieu Deen Johnson unterschiedlich. Über 60 Meter erlebt er ein Tief, über 200 Meter ein Hoch.

Penzberg Mächtig Grund zur Freude hatten die Leichtathleten des TSV Penzberg bei den südbayerischen Hallen-Meisterschaften der U 20 und U 16 in München. Für den Höhepunkt sorgte die 13-jährige Julia Rath, die über die 800 Meter in der W-14-Klasse mit 2:20,13 Minuten bayerischen Rekord lief. Doch auch die Auftritte der anderen Penzberger Athleten konnten sich sehen lassen. In starker Form präsentierte sich einmal mehr Sprinter Raffieu Deen Johnson in der U 20. Er reiste mit zwei Medaillen heim.

Im 60-Meter-Sprint unterlief dem 18-jährigen Penzberger allerdings ein Fauxpas, denn er verschenkte leichtfertig die Silbermedaille. „Als ich gemerkt habe, dass ich nicht mehr gewinnen kann, habe ich das Rennen quasi beendet und abgebremst“, berichtete Johnson. Allerdings geschah dies bereits zehn Meter vor der Ziellinie, sodass er vom sicheren zweiten Platz noch auf den Bronzerang zurückfiel. Mit 7,19 Sekunden hatte er 0,10 Sekunden Rückstand auf Sieger Benedikt Weber (1. FC Passau). Die Ziellinie hatte Johnson zeitgleich mit Arne Leppelsack (LG Stadtwerke München) passiert, das Zielfoto ergab, dass der Kontrahent vorn lag. Den Vorlauf (7,17) hatte Johnson gewonnen. Im Zwischenlauf (7,15) schaffte er als Zweiter (zeitgleich mit Sieger Weber) souverän den Einzug ins Finale.

Etwas angefressen von seiner Leistung im 60-Meter-Endlauf bereitete sich der Penzberger dann auf das 200-Meter-Finale vor. Die Wiedergutmachung gelang ihm auch: Mit 22,83 Sekunden stellte er seine Bestleistung – aufgestellt vor einer Woche an exakt derselben Stelle – genau ein und holte so die Silbermedaille. Die Platzierungen wurden mittels so genannter Zeitläufe ermittelt. Je drei Athleten absolvierten gemeinsam einen Lauf. Am Ende wurden die Zeiten aller 20 Starter miteinander verglichen. Sieger wurde mit 22,44 Sekunden der Münchener Fabian Olbert. Die Bronzemedaille ging an Korbinian Wiesend (LG Sempt) in 22,95 Sekunden.

Weitere Top-Ten-Platzierungen gab es für die Penzberger Leichtathleten durch Hanna Ackermann und Michaela Kölbl. So belegte die 16-jährige Kölbl mit 27,88 Sekunden über 200 Meter in der U-20-Klasse den achten Platz. „Ich bin sehr zufrieden mit Michaelas Zeit, schließlich war sie in den vergangenen Wochen des Öfteren krank“, wird Trainerin Melanie Jäger in einer Mitteilung des TSV Penzberg zitiert. Die junge Sindelsdorferin blieb nur knapp über ihrer Bestzeit.

Eine deutliche Steigerung gelang Ackermann über die 60 Meter Hürden. Die 13-jährige aus Benediktbeuern verbesserte sich um 0,52 Sekunden auf 10,29 Sekunden, was in der Altersklasse W 14 den achten Platz bedeutete. Vom Podest trennten sie nur 0,27 Sekunden. „Hanna hat ein sehr gutes Rennen gezeigt und den Drei-Schritt-Rhythmus zwischen den Hürden perfekt durchgezogen“, sagte Trainerin Karin Kaufmann. Ebenfalls sehr zufrieden mit ihrer Leistung war Franziska Stockinger, die mit persönlicher Bestleistung von 7,72 Metern Neunte im Kugelstoßen der Altersklasse W 14 wurde. Einen weiteren persönlichen Rekord erzielte Franziska Mannheim. Die 13-Jährige steigerte sich über 60 Meter im Zwischenlauf auf 8,70 Sekunden, verpasste jedoch den Endlauf der W-14-Klasse nur um 0,18 Sekunden. Keinen optimalen Tag erwischte hingegen Corinna Braun, die im Hochsprung (1,35 Meter) Platz elf und im Weitsprung (4,35) Platz 13 belegte. 

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