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Wenn’s ums Springen geht, ist sie vorn dabei: Semira Reiser vom TSV Weilheim holte im Hochsprung Bronze. Damit nicht genug: Bei ihrer Premiere im Dreisprung holte sie auf Anhieb Silber.
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Gelungene Premiere: Hanna Ackermann wurde Zweite über 400 Meter.

Leichtathletik: Südbayerische Hallenmeisterschaften

Semira Reiser springt zweimal in die Medaillenränge

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Einmal sprang sie ziemlich hoch, das andere mal sehr weit: Am Ende sackte Semira Reiser vom TSV Weilheim bei den südbayerischen U20-Hallenmeisterschaften zwei Medaillen ein.

Landkreis – Insgesamt drei Podestplätze gewann der Leichtathletik-Nachwuchs aus dem Landkreis bei den südbayerischen Hallenmeisterschaften der U 20 in der Münchener Werner-von-Linde-Halle. Zwei gingen auf das Konto von Semira Reiser: Die 17-jährige Athletin des TSV Weilheim holte Silber im Dreisprung und Bronze im Hochsprung. Ebenfalls Bronze sicherte sich Hanna Ackermann vom TSV Penzberg über 400 Meter.

TSV Weilheim

Im Hochsprung stieg Semira Reiser bei einer Höhe von 1,50 Metern in den Wettbewerb. Bis 1,65 Meter meisterte sie jede Höhe souverän im ersten Versuch. Damit hatte die Weilheimerin Platz drei bereits sicher. Über 1,68 Meter „sahen der erste und der dritte Versuch von Semira ebenfalls vielversprechend aus“, schreibt der Verein in einer Mitteilung. Der Titel ging an Luisa Tremel vom TSV Gersthofen (1,77 Meter) vor Lara Mößthaler vom TSV Wasserburg (1,71). Reisers Vereinskameradin Jana Häcker scheiterte knapp an 1,48 Metern und belegte mit übersprungenen 1,45 Metern Platz sieben.

Während des Einspringens für den Hochsprung war Jäcker über 60 Meter Hürden angetreten und hatte dort in 10,29 Sekunden den zehnten Platz erreicht. Beide Athletinnen gaben anschließend ihr Debüt beim Dreisprung. Jäcker landete nach 9,91 Metern. Damit wurde sie Fünfte und schaffte obendrein die B-Qualifikation für die bayerischen Meisterschaften. Reiser knackte gleich im ersten Versuch die Zehn-Meter-Marke und sicherte sich mit 10,15 Metern die A-Qualifikation. Im fünften Versuch steigerte sich Reiser auf 10,45 Meter, was in der Endabrechnung die Silbermedaille bedeutete.

Jonathan Heß stellte gleich zwei persönliche Bestzeiten auf. Über 60 Meter verbesserte er sich um sieben Hundertstelsekunden auf 7,71 Sekunden. Den Zwischenlauf verpasste er nur um eine Hundertstelsekunde. Über 200 Meter beeindruckte er seine Trainerin Sabine Osenberg mit einem „glänzenden Endspurt“, wie der Verein schreibt. Heß erreichte nach 24,35 Sekunden das Ziel.

TSV Penzberg

Grund zur Freude hatte Hanna Ackermann: Bei ihrer Premiere über 400 Meter blieb sie mit 59,96 Sekunden auf Anhieb unter einer Minute, was in der Endabrechnung Rang drei bedeutete. Mit dieser Zeit überraschte sich die Bichlerin selbst am meisten: „Ich wusste nicht, wie sich die 400 Meter anfühlen und war deswegen extrem aufgeregt“, so die bayerische Vizemeisterin 2019 über 300 Meter Hürden. „Doch die Nervosität war mit dem Startschuss sofort abgelegt“, so Penzbergs Sprecher Markus Brennauer. Obwohl sie sich vorgenommen hatte, in der ersten Runde noch nicht in Führung zu gehen, tat sie genau das. Mit 27,8 Sekunden hatte sie sich vor Sonja Blöchl (LAZ Kreis Günzburg) gesetzt. Mit zwei Metern Vorsprung hielt Ackermann das Tempo weiter hoch und baute ihren Vorsprung aus. Auf der Zielgerade wurden beiden Läuferinnen die Beine schwer, doch Ackermann kämpfte verbissen um jede Zehntelsekunde und erreichte schließlich unter einer Minute das Ziel. Schneller als die TSV-Läuferin waren in der Addition der Zeitläufe nur Agnes Leitgeb vom TSV Deggendorf (59,07) und Emelie Hense von der LG Sempt (59,44).

Gleich drei Penzberger waren über die 400 Meter am Start. Schnellster war Colin Klein, der mit 56,31 Sekunden Siebter wurde. Damit war er alles andere als zufrieden, blieb er doch zwei Sekunden über seiner Bestzeit. Rang acht ging an Julian Herter (56,61), Sven Lange (57,25) wurde Zehnter. Jüngste Penzberger Athletin war Hanna Petsch, die im Weitsprung der Altersklasse W 14 mit 4,53 Metern Rang elf belegte. Obwohl sie bei jedem ihrer drei Durchgänge das Absprungbrett optimal traf, kam sie nicht an ihre Bestleistung von 4,80 Meter heran. Über 60 Meter schied sie im Zwischenlauf mit 8,67 Sekunden aus, nachdem sie den Vorlauf souverän gemeistert hatte (8,64).

TSV Peißenberg

Bei den südbayerischen Meisterschaften war Maike Hermann nach längerer Wettkampfpause wieder am Start. In ihrem Zeitlauf über 200 Meter war sie gegen deutlich stärkere Gegnerinnen eingeteilt. „Dranbleiben und nichts verschenken“ lautete die Vorgabe. Bei 30,64 Sekunden blieb die Uhr stehen, das bedeutete Platz 18. „Auf den letzten 50 Metern wurden die Beine schwer“, kommentierte sie den Rennverlauf. 

Auch das ist interessant: Julia Rath läuft der Konkurrenz davon - Leichtathletin des TSV Penzberg gewinnt bei den bayerischen Hallenmeisterschaften souverän den Titel über 2000 Meter

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