Vorn dabei: Luk Jäger (rechts) war über 3000 Meter in der Altersklasse U20 stets in der Spitzengruppe. Am Ende belegte er Platz vier und unterbot seine bisherige persönliche Bestzeit um satte zehn Sekunden.
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Vorn dabei: Luk Jäger (rechts) war über 3000 Meter in der Altersklasse U20 stets in der Spitzengruppe. Am Ende belegte er Platz vier und unterbot seine bisherige persönliche Bestzeit um satte zehn Sekunden.
Gleich ist die Überraschung perfekt: Tom Jäger (li.) zieht am favorisierten Benedikt Huber vorbei.
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Gleich ist die Überraschung perfekt: Tom Jäger (li.) zieht am favorisierten Benedikt Huber vorbei.

Leichtathletik: Läufer des TSV Penzberg bei „Telis Challenge“

Tom Jäger in Regensburg mit famoser Leistung

  • Stefan Schnürer
    vonStefan Schnürer
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Bei der „3000m Telis Challenge“ in Regensburg lieferten die drei Jäger-Brüder einen überzeugenden Auftritt. Vor allem Tom, der älteste, sorgte für Furore.

Penzberg/Regensburg Das war mal eine Ansage: Tom Jäger bezwang bei der „3000 m Telis-Challenge“ in Regensburg über die 1000 Meter völlig überraschend den dreifachen deutschen 800-Meter-Meister Benedikt Huber (LG Telis Finanz Regensburg). In einem packenden Schlussspurt setzte sich der 22-jährige Penzberger durch und überquerte als erster die Ziellinie (2:27,77 Minuten). Nick Jäger und Luk Jäger unterboten wenige Stunden später ihre Bestzeiten über 3000 Meter auf 8:14,70 Minuten (Nick) und 8:46,24 (Luk).

Leichtathletik: Tom Jäger setzt über 1000 Meter ein Glanzlicht 

Das Glanzlicht setzte aus Penzberger Sicht jedoch Tom, der älteste der Jäger-Brüder. Trotz dieser herausragenden Vorstellung wollte der 22-Jährige hinterher nicht abheben: „Ich glaube, dass Benedikt in den vergangenen Wochen wenig trainiert hat. Ansonsten hätte ich ihn nicht schlagen können.“ Seinen sensationellen Sieg wollte er nicht zu hoch bewerten. Trotzdem war Tom Jäger „sehr glücklich über seinen Erfolg“, wie TSV-Sprecher Markus Brennauer berichtete. Vor allem die Zeit von 2:27,77 Minuten und die Art und Weise, wie diese zustande gekommen war, stimmten ihn sehr optimistisch. „Ich weiß, dass ich noch schneller laufen kann, denn das Rennen war eher taktisch geprägt“, so der Student.

Leichtathletik: Kurz vor dem Ziel schiebt sich Tom Jäger am dreifachen deutschen Meister vorbei

Nach einer laut Brennauer verhaltenen ersten Runde hatte sich Kontrahent Huber ungefähr zehn Meter vom Rest des Feldes abgesetzt. Doch zwischen 600 und 800 Meter schloss Jäger die Lücke zum deutschen 800-Meter-Meister der Jahre 2016 bis 2018. 200 Meter vor dem Ziel setzte der Penzberger Läufer dann zum Überholen an, doch der EM-Teilnehmer hielt dagegen. Nun liefen beide Schulter an Schulter, wobei Jäger in der Kurve auf der ungünstigen Außenbahn laufen musste. Doch kurz vor dem Ziel konnte sich Tom Jäger Zentimeter um Zentimeter an Huber vorbeischieben. „30 Meter vor dem Ziel hat Huber dann resigniert, was auch meinen relativ großen Vorsprung erklärt“, schilderte Jäger die letzten Meter. Sein Vorsprung auf Huber betrug 0,58 Sekunden.

Leichtathletik: Nick Jäger startet sehr offensiv, wird dann aber langsamer

Noch deutlicher war der Vorsprung von Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg), der mit 7:56,87 Minuten die hochklassig besetzten 3000 Meter für sich entschied. 18 Sekunden nach Boch erreichte Nick Jäger als Neunter das Ziel. Mit 8:14,70 Minuten verbesserte er seinen persönlichen Rekord um acht Sekunden. Der 20-jährige Penzberger startete „extrem offensiv“, so Brennauer, und folgte zunächst der Spitzengruppe um Boch und dem späteren Zweitplatzierten, Johannes Motschmann (SCC Berlin).

Die Gruppe der ersten acht Läufer passierte die 1000-Meter-Marke nach 2:40 Minuten. „Das war natürlich extrem schnell. Doch ich wollte nicht alleine laufen, also habe ich es riskiert und bin mitgelaufen“, gab der Student nach dem Rennen zu Protokoll. Auf der zweiten Rennhälfte wurde Nick Jäger dann deutlich langsamer, sodass er auf der Zielgerade noch Brian Weisheit (LSC Höchstadt/Aisch) vorbeilassen musste, was ihn persönlich etwas ärgerte. Schließlich trainieren die beiden oftmals miteinander, zudem war Jäger vor knapp zwei Wochen bei einem Hindernis-Rennen in der Schweiz noch vor ihm platziert.

Leichathletik: Luk Jäger verbessert sich über 3000 Meter um zehn Sekunden

Auch Luk Jäger zeigte sich in Regensburg laut Brennauer „in blendender Verfassung“. Mit 8:46,13 Minuten unterbot der 18-Jährige seine persönliche Bestzeit über 3000 Meter gleich um zehn Sekunden, was ihm in der Endabrechnung der Altersklasse U 20 den vierten Platz einbrachte. „Dabei hätte er sehr wahrscheinlich noch um Einiges schneller laufen können“, so die Einschätzung von Brennauer, denn der letzte Kilometer war mit 2:53 Minuten der schnellste. Den ersten Kilometer war der Penzberger in 2:55 Minuten gelaufen, dann folgte ein Kilometer mit 2:58 Minuten. Der Sieg ging an den Sindelfinger Paul Specht, der mit 8:18,42 Minuten „eine herausragende Leistung zeigte“, berichtete der Penzberger Sprecher.

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