Schnell unterwegs: Tom Jäger (r.) auf dem Weg zum Vereinsrekord über 800 Meter.
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Schnell unterwegs: Tom Jäger (r.) auf dem Weg zum Vereinsrekord über 800 Meter.
Nicht rundherum glücklich: Nick Jäger wurde über 2000 Meter Hindernis Siebter bei den Männern.
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Nicht rundherum glücklich: Nick Jäger wurde über 2000 Meter Hindernis Siebter bei den Männern.
Sieg mit Bestzeit: Luk Jäger gewann in Leipzig über 2000 Meter Hindernis bei der U20.
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Sieg mit Bestzeit: Luk Jäger gewann in Leipzig über 2000 Meter Hindernis bei der U20.

Leichtathletik: Läufer des TSV Penzberg bei Wettkämpfen in Regensburg und Leipzig

Tom Jäger sorgt weiter für Furore - doch ganz zufrieden ist er nicht

  • Stefan Schnürer
    vonStefan Schnürer
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Auch beim „Sommernachtslauf“ in Regensburg zeigte der Penzberger Läufer Tom Jäger über 800 Meter eine außergewöhnliche Leistung. Rundherum glücklich war er aber nicht.

Penzberg– Tom Jäger sorgt weiter für Furore: Nachdem der Läufer des TSV Penzberg bei der „Telis Challenge“ in Regensburg den dreifachen 800-Meter-Meister Benedikt Huber über die 1000-Meter-Strecke in neuer persönlicher Bestzeit geschlagen hatte, stellte er nur eine Woche später beim „Sommernachtslauf“, der ebenfalls in Regensburg ausgetragen wurde, auch über 800 Meter eine neue Bestzeit auf. Mit 1:54,38 Minuten stellte der 22-Jährige obendrein einen neuen Vereinsrekord über diese Distanz auf. Neben Tom Jäger boten noch weitere Penzberger herausragende Leistungen: Luk Jäger etwa, der jüngste der drei Jäger-Brüder, siegte beim „LAZ Sportfest“ in Leipzig in der U 20 mit Bestzeit über 2000 Meter Hindernis (6:06,96 Minuten). Sein Bruder Nick belegte mit 5:39,57 Minuten bei den Männern Rang sieben. Zu Platz zwei reichte es für Julia Rath, die in Regensburg über 800 Meter mit 2:12,25 Minuten „vielversprechend in die Saison einstieg“, wie TSV-Sprecher Markus Brennauer zu berichten wusste.

Leichtathletik: Tom Jäger trotz Vereinsrekords nur auf Platz sieben

Tom Jäger wusste laut Brennauer im Ziel nicht so recht, ob er zufrieden mit seiner Leistung sein sollte oder nicht. Zwar hatte er gerade seinen 800-Meter-Lauf mit Bestzeit und Vereinsrekord von 1:54,38 Minuten gewonnen, doch im Endklassement reichte es für ihn nur zu Platz sieben. Aufgrund seiner Vorleistungen durfte der Penzberger Student nur im drittschnellsten Zeitlauf starten. Dort hatte er jedoch keinen Gegner, der ihn richtig forderte: „Mit der nötigen Konkurrenz hätte ich noch deutlich schneller laufen können“, erklärte Jäger nach dem Rennen selbstbewusst. Der Gesamtsieg ging mit 1:50,47 Minuten an den deutschen 800-Meter-Meister Benedikt Huber (LG Telis Finanz Regensburg) – den Jäger noch vor einer Woche über 1000 Meter geschlagen hatte.

Leichtathletik: Luk Jäger holt Tagessieg über 2000 Meter Hindernis bei Bundeskader-Sichtung in Leipzig

Seine beiden jüngeren Brüder starteten einen Tag später in Leipzig. Die ganze Woche über hatten die beiden Penzberger Bundeskader-Athleten an Tests am Institut für angewandte Trainingswissenschaften (IAT) teilgenommen. Als sozusagen letzter Test wurde ein Wettkampf über 2000 Meter Hindernis ausgetragen, bei dem die Bundeskader-Athleten gegeneinander antraten. In der Altersklasse U 20 zeigte Luk Jäger (18) dabei aufsteigende Form, denn er steigerte seine Bestzeit auf 6:06,90 Minuten und verwies die anderen Läufer auf die Plätze. Sein 20-jähriger Bruder Nick Jäger wurde im Feld der deutschen Spitzenläufer Siebter, wobei er mit 5:39,57 Minuten, ebenfalls über 2000 Meter Hindernis, nicht ganz zufrieden war: „Ich habe in der vierten Runde eine kleine Lücke nach vorne zu Robert Baumann reißen lassen. Dadurch habe ich den Anschluss verloren. Das war unnötig“, so das Fazit des 20-Jährigen. Der Sieg ging an den deutschen Meister Karl Bebendorf (Dresdner SC 1898), der mit 5:26,81 Minuten den Rest des Feldes um mehr als vier Sekunden distanzierte.

Leichtathletik: Julia Rath in Regenburg über 800 Meter mit schneller Zeit und Platz zwei

Für Julia Rath blieb die Uhr in Regensburg über 800 Meter nach 2:12,25 Minuten stehen. Die 16-jährige Penzbergerin im Trikot des LAC Quelle Fürth war über diese Bestzeit beim Saisoneinstieg überrascht: „Ich konzentriere mich ja jetzt mehr auf die 1500 Meter und laufe die längeren Sachen im Training, da hatte ich mit so einer schnellen Zeit gar nicht gerechnet“, so die Schülerin der Bertolt-Brecht-Sportschule in Nürnberg. Zu Beginn hatte sich ihre Vereinskameradin Ronja Wohlfarth an die Spitze gesetzt, die die erste Runde in 61 Sekunden lief. Rath ließ es dagegen etwas ruhiger angehen und konzentrierte sich auf die letzten 200 Meter. So konnte sie noch an Wohlfarth vorbeiziehen, sie musste sich aber Nele Göhl (LG Eckental) geschlagen geben (2:11,18 Minuten).

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