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Auf der Zielgeraden tut’s immer weh: Johannes Trefz (re.) gewann in Erding die 400 Meter vor Arne Leppelsack (li.). 
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Überzeugend: Julian Herter (U-18) lief die Stadionrunde in 54,43 Sekunden.
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So schnell wie noch nie: Andreas Kölbl vom TSV Penzberg blieb über 400 Meter erstmals unter 50 Sekunden.  

Leichtathletik

Johannes Trefz gewinnt, Andreas Kölbl läuft Vereinsrekord

  • Paul Hopp
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Beim „Auf geht‘s Erding“-Meeting zeigten die Leichtathleten aus dem Landkreis starke Auftritte. Über die 400 Meter setzten Johannes Trefz und Andreas Kölbl die Akzente.

Erding – Vom Namen der Veranstaltung – „Auf geht’s“ – ließ sich Andreas Kölbl offenbar inspirieren. Beim Meeting in Erding glänzte der Langsprinter des TSV Penzberg mit einem Vereinsrekord über die 400 Meter. Kölbl, eigentlich ein Hürdenspezialist, lief die Stadionrunde in 49,62 Sekunden. Erstmals überhaupt war der Sindelsdorfer unter der 50-Sekunden-Marke geblieben. Eine Rolle bei Rekordlauf spielte auch Johannes Trefz aus Weilheim.

Der deutsche 400-Meter-Meister der Jahre 2016 bis 2018 nutzte das Event in Erding zu seinem Saisoneinstieg über die Stadionrunde. Mit der Zeit von 47,32 Sekunden gewann Trefz seinen Zeitlauf und auch die Gesamtwertung. Der EM-Teilnehmer trat in seinem Rennen gegen die Vereinskollegen vom TSV Gräfelfing, Arne Leppelsack (48,51) und Michael Schäfer (49,27), an. Vierter im Bunde dieses Zeitlaufs war Kölbl, der die Gelegenheit nutzte, und sich von der starken Konkurrenz zu einer Bestzeit ziehen ließ.

Andreas Kölbl läuft 400 Meter erstmals unter 50 Sekunden

„Ich war überrascht davon, dass eingangs der Zielgeraden der Abstand nach vorne gar nicht so groß war“, sagte ein über sich selbst erstaunter Kölbl. Auf der Zielgerade konnte der 25-Jährige sogar den Abstand nach vorn verkleinern: „Ich war mir nicht sicher, ob ich mein schnelles Anfangstempo halten können würde. Doch als ich den anderen näher kam, wusste ich, dass ich unter 50 Sekunden bleiben werde.“ Der Athlet hatte die ersten 200 Meter in 23,8 Sekunden absolviert. So schnell war er noch die 400-Meter-Distanz angegangen, berichtete TSV-Trainer Brennauer.

Johannes Trefz gewinnt 400 Meter in 47,32 Sekunden

Für DLV-Kaderathlet Johannes Trefz war es der erste 400-Meter-Lauf unter Wettkampfbedingungen in dieser Saison. Eigentlich wollte er schon bei den „G-Town Athletics“ des TSV Gräfelfing antreten, verzichtete wegen Achillessehnenproblemen aber auf einen Start im heimischen Stadion. Bei den „Munich Open“ im Dantestadion, dem ersten öffentlichen Wettkampf seit Beginn der Corona-Pandemie, startete Trefz über die 100 Meter (11,29/8. Platz) und die 200 Meter (22,40/6. Platz). Mit den Zeiten war er nicht zufrieden, allerdings hatte er davor eine harte Trainingswoche absolviert. „Meine Sehne hat beim Wettkampf keine Probleme gemacht, das war das Wichtigste“, so Trefz auf der Vereinshomepage. Am kommenden Wochenende ist eine Teilnahme an der Sparkassen-Gala in Regensburg geplant. Dort hatte Andreas Kölbl im vergangenen Jahr doppelten Grund zur Freude.

Julian Herter in Erding starker Dritter bei der U-18

Was den TSV Penzberg betrifft, so legte in Erding auch Julian Herter einen beachtlichen Auftritt hin. Der 16-jährige Penzberger lief die 400 Meter in 54,43 Sekunden, was ihm eine persönliche Bestzeit und den dritten Rang bei den U-18-Athleten bescherte. Am Tag zuvor war Herter noch in Vöhringen gestartet. Dort war er sehr schnell losgelaufen und hatte nach 55,04 Sekunden die Ziellinie überquert. In Erding teilte er sich die Kräfte wesentlich besser ein. Diesmal „war es wesentlich lockerer Lauf“, so Herter. Vereinskollege Colin Klein blieb mit 55,73 Sekunden (6. Platz) deutlich über seiner Bestzeit.

Alles andere als zufrieden war Hannah Petsch (W14) mit ihren 4,68 Metern im Weitsprung. „Ich habe einfach nicht das Brett getroffen. Ich bin immer deutlich davor abgesprungen“, sagte die Achtplatzierte. Die 100 Meter lief sie in 13,58 Sekunden (13. Platz). Lara Dietrich (W15) lief erstmals die 300 Meter – und war (47,58 Sekunden/11. Platz) positiv überrascht: „Ich hätte nicht gedacht, dass ich so gut durchkomme.“ Einen starken Eindruck hinterließ laut einer Mitteilung Vincent Tilly (U18), der die 100 Meter bei leichtem Rückenwind in 12,50 Sekunden (17. Platz) lief. Ihre Freiluft-Premiere im Penzberger Trikot feierte Caroline Pegoretti. Die 22-Jährige startete im Weitsprung (4,38 Meter/13. Platz) und im Speerwurf (25,38 Meter/7. Platz). 

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