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Trefz von Knieproblemen gebremst

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Von: Paul Hopp

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Unterstützung aus der Heimat: Die 400-Meter-Auftritte von Johannes Trefz (im Bild auf der Treppe) am Sonntag im Nürnberger Stadion wurden auch von mehreren Leichtathleten des TSV Weilheim (am Gitter) beobachtet. Über die Fans freute sich Trefz, der nach seinen Läufen im Einzel und der Staffel ziemlich geschafft war. foto: tsv weilheim
Unterstützung aus der Heimat: Die 400-Meter-Auftritte von Johannes Trefz (im Bild auf der Treppe) am Sonntag im Nürnberger Stadion wurden auch von mehreren Leichtathleten des TSV Weilheim (am Gitter) beobachtet. Über die Fans freute sich Trefz, der nach seinen Läufen im Einzel und der Staffel ziemlich geschafft war. © TSV Weilheim

Weilheim - Joahannes Trefz wurde von Knieproblemen gebremst. Der Weilheimer belegte bei der deutschen Meisterschaft  in Nürnberg über 400 Meter im Einzel Platz vier. Jetzt hofft er auf einen Staffel-Start bei WM in Peking.

 Zum Zeitpunkt eines Wettkampfs topfit zu sein, das ist eine hohe Kunst. Selbst Hochleistungssportler tun sich damit schwer, weil sich das Ganze eben trotz ausgefeilter Trainingspläne nur bedingt steuern lässt. Oft funkt der eigene Körper dazwischen – das musste nun Johannes Trefz bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften leidvoll erfahren. Dem 23-jährigen Weilheimer machten in den Tagen vor den Wettkämpfen im Nürnberger Grundig-Stadion Schmerzen in der Kniekehle zu schaffen. Über die 400 Meter verpasste er letztlich um eine Zehntelsekunde einen Podestplatz und wurde in beachtlichen 46,44 Sekunden Vierter.

Mit dem Ausgang des Finales war der Biologie-Student „ziemlich unzufrieden“. Denn eine Einzel-Medaille „war das klare Ziel“. Hätten die Titelkämpfe „eine Woche später stattgefunden, wäre eine Medaille dringewesen“, sagte Trefz. Schmerzen hatte der Weilheimer, der für die LG Stadtwerke München startet, im Finale zwar nicht. Doch „es lief einfach nicht rund“, berichtete er. Derlei Schwierigkeiten sind auf Top-Niveau einfach nicht auszugleichen.

In den Tagen vor der DM konnte Trefz aufgrund der Knieprobleme „nur alternativ trainieren“, wie er sagte. Der Vorlauf war dann sein erster richtiger Sprint. Dem Handicap zum Trotz lieferte er mit 46,40 Sekunden eine Top-Leistung im Bereich seiner Bestzeit (46,27 Sekunden/gelaufen Anfang Juni) ab. In seinem Vorlauf wurde Trefz hinter Eric Krüger (SC Magdeburg/46,37) Zweiter. Als Zweitbester aller drei Vorläufe schaffte Trefz die Qualifikation fürs Finale – und war darüber „froh“. Im Endlauf konnte die Konkurrenz dann noch zusetzen. Krüger (46,05) siegte vor Kamghe Gaba (LG Stadtwerke München/46,32) und Jonas Plass (Asics Team Wendelstein/46,34). Krüger und Plass hatten eine Saisonbestleistung geschafft.

Nach dem Einzel stand für Trefz und seine Kollegen von der LG Stadtwerke München noch die 4 x 400-Meter-Staffel an. In 3:10,38 Minuten holte er mit Gaba, Benedikt Wiesend und Markus Kiefl hinter dem SC Magdeburg (3:09,65) die Silbermedaille. „Das ist in Ordnung. Ich war froh, dass es überhaupt noch ging“, sagte Trefz. Als Schlussläufer holte er einen deutlichen Rückstand auf Magdeburgs Schlussläufer Krüger auf und setzte zum Überholen an, ehe Krüger noch konterte. „Er hat das taktisch gut gemacht“, sagte Trefz über den Konkurrenten.

Speziell vom Staffel-Auftritt des Weilheimers waren diverse TSV-Nachwuchsathleten begeistert, die als Zuschauer nach Nürnberg gereist waren. Mehrere der Youngster hatte Trefz früher selbst trainiert. „Das war eine schöne Sache. Darüber habe ich mich sehr gefreut“, sagte der 23-Jährige. In der ersten Hektik nach seinen Läufen „habe ich einige gar nicht erkannt“, berichtete er.

In den nächsten Tagen heißt es für den Studenten durchschnaufen. Sein Ziel, sich in die deutsche 4 x 400-Meter-Staffel zu kämpfen, hat Trefz geschafft. Heuer war er schon bei der Staffel-WM auf den Bahamas und bei der Team-EM in Russland am Start (wir berichteten). Die offizielle DLV-Norm für die WM in Peking (22.-30. August) hat das Quartett knapp nicht geschafft. Sollte der Verband aber dennoch eine Staffel entsenden, „dann habe ich gute Karten“.

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