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Zweimal Edelmetall: Luk Jäger holte Silber und Bronze.
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Erfolgreiches Comeback: Marvin Bertram siegte über 1500 Meter.
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Doppel-Gold: Julia Rath (re.) holte den Titel über 800 und 1500 Meter.

Leichtathletik: Bayerische Hallenmeisterschaften

Marvin Bertram überrascht sich selbst - Läufer des TSV Penzberg nach seiner Verletzungspause mit grandiosem Comeback 

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Marvin Bertram war erst vor wenigen Wochen wieder ins Training eingestiegen. Daher war es erstaunlich, welche Leistung er bei den bayerischen Hallenmeisterschaften ablieferte.

Penzberg/München– Bei den bayerischen Hallenmeisterschaften in der Werner-von-Linde-Halle auf dem Münchener Olympiagelände offenbarten die Leichtathleten des TSV Penzberg das, was schon lange kein Geheimnis mehr ist: Sie zählen im Freistaat zur Spitzenklasse. Insgesamt holten die TSV-Athleten fünf Medaillen. Das Glanzlicht setzte Marvin Bertram mit dem Gewinn des bayerischen Titels über 1500 Meter. Gleich zweimal Gold gewann die inzwischen für den LAC Quelle Fürth startende Penzbergerin Julia Rath.

Leichtathletik: Marvin Bertram siegt und qualifiziert sich für deutsche Jugend-Meisterschaften

„Damit hatte Marvin Bertram nicht unbedingt gerechnet“, so Penzbergs Sprecher Markus Brennauer. Nach einer langwierigen Verletzung im Herbst stieg der 18-Jährige erst Ende Dezember wieder ins Training einsteigen. Daher kam es doch etwas überraschend, dass er über 1500 Meter Gold gewann und obendrein die Norm für die deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften erfüllte. Mit 4:09,97 Minuten setzte er sich deutlich vor Moritz King vom MTV Ingolstadt (4:12,41 Minuten) und Vereinskamerad Luk Jäger (4:16,11) durch. Damit unterbot er seine Bestzeit aus dem vergangenen Jahr um zwei Sekunden.

Leichtathletik: Luk Jäger vom TSV Penzberg holt Silber über 3000 Meter

Nur um eine Sekunde an seiner Bestzeit vorbei lief Luk Jäger über 3000 Meter. Der Penzberger zeigte lief mit 8:57,76 Minuten „eine gute Zeit“, wie Brennauer befand. Er musste lediglich dem favorisierten Paul Feuerer von der LG Passau den Vortritt lassen (8:46,66). „Der zweite Kilometer war ziemlich hart. Doch auf den letzten drei Runden konnte ich das Tempo wieder erhöhen“, so ein zufriedener Jäger.

Leichtathletik: Nick Jäger läuft über 3000 Meter eine „indiskutable Zeit“

Sein älterer Bruder Nick Jäger blickte hingegen nach seinem 3000-Meter-Lauf „konsterniert und etwas ratlos durch die Halle“, so Brennauer. „Ich weiß nicht, was los ist. Irgendwie ging heute nichts“, sagte der Student gleich nach dem Rennen zu seinen Betreuern. Dass er gegen Topfavorit Konstantin Wedel (LG Telis Finanz Regensburg/8:19,45 Minuten) verloren hatte, war dabei nicht das Problem. Vielmehr war es die laut Brennauer „indiskutable Zeit“ von 8:40,13 Minuten. So langsam war der Bundeskaderathlet seit vier Jahren nicht mehr gelaufen. Vorgenommen hatte er sich eine Zeit im Bereich 8:20 bis 8:25 Minuten.

Leichtathletik: Andreas Kölbl hölt in persönlicher Bestzeit Bronze über 400 Meter

Deutlich zufriedener war Andreas Kölbl mit seinem Auftritt im Münchener Olympiapark. Über 400 Meter gewann der 25-jährige Sindelsdorfer Bronze und blieb mit 50,96 Sekunden noch einmal 0,21 Sekunden unter seiner Bestzeit, die er erst sieben Tage zuvor aufgestellt hatte. „Dafür, dass ich auf der engen Bahn eins laufen musste, bin ich echt überrascht, mich noch einmal gesteigert haben zu können.“ Im Finale musste er sich nur Creve Armando Machava (TS Herzogenaurach/48,38 Sekunden) und Vincente Graiani (LG Stadtwerke München/48,60) geschlagen geben.

Leichtathletik: Zwischenspurt hat Colin Klein über 800 Meter „wohl die Medaille gekostet“

Colin Klein musste dagegen gleich drei Konkurrenten davonziehen lassen. Mit seinem vierten Platz über 800 Meter (2:10,28 Minuten) in der Altersklasse U18 war er laut Brennauer aber „nicht unglücklich“. Für die Bronzemedaille hätte er drei Sekunden schneller laufen müssen. „Die zweite Runde von Colin war leider mit 30 Sekunden viel zu schnell. Dieser Zwischenspurt hat ihn wohl die Medaille gekostet“, so Trainerin Conny Lechner-Brennauer.

Leichathletik: Julia Rath holt zweimal Gold für den LAC Quelle Fürth

Auf den Punkt fit warJulia Rath, die in einem spannenden 800-Meter-Rennen mit 2:12,57 Minuten den Titel in der Altersklasse U18 gewann. Vom Start weg hatte sich die 15-Jährige an die Spitze des Feldes gesetzt „und sorgte für ein sehr hohes Tempo“, so Brennauer. Dennoch blieb Nele Göhl (LG Eckental) ihr immer dicht auf den Fersen. „Ich wusste, dass Nele im Schlussspurt stärker als ich ist. Deshalb musste ich sie müde laufen“, erklärte Rath ihre Taktik. Auf der Zielgerade kam Göhl tatsächlich ein wenig näher, sie hatte aber schließlich das Nachsehen (2:13,07). Wesentlich unspektakulärer gewann Rath ihren zweiten Titel: Über 1500 Meter lief sie 4:40,88 Minuten. Damit hatte sie zehn Sekunden Vorsprung auf die Verfolgerinnen.

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