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Rasanter Start, erfolgreiches Ende: Der Weilheimer Martin Rauprich (links, Nummer 7) gewann in der Schülerklasse in einem umkämpften Finale die Bronzemedaille. 

bmx: deutsche meisterschaften

Zwei Medaillen und ein Pechvogel

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Lena Tafertshofer und Martin Rauprich schaffen bei der  deutschen BMX-Meisterschaft  den Sprung  aus Siegerpodest. Johannes  Ambos stürzt  und verletzt sich.

Weilheim – Der MC Peißenberg stellte bei den deutschen Meisterschaften in Hamburg mit Quentin Dionisius einen Titelträger. Doch auch der Landkreiskonkurrent, das BMX-Team Weilheim, kehrte nicht mit leeren Händen zurück. Von den vier Startern gelang zweien der Sprung aufs Siegerpodest. Lena Tafertshofer gewann Silber, Martin Rauprich holte Bronze. Ausbaufähig war das Wetter: Wegen Dauerregens musste der Start am ersten Wettkampftag auf den späten Nachmittag verschoben werden. Auch am zweiten Tag setzte immer wieder Regen ein.

Zum Pechvogel in Reihen der Weilheimer avancierte Johannes Ambos, der bei den Cruisern in der Altersklasse 17-29 ins Rennen ging. Er wurde jedoch schon in der ersten Steilkurve gestoppt. Ein Konkurrent rutschte auf dem vom Regen durchnässten Pflaster weg, Ambos fuhr auf ihn auf und stürzte ebenfalls. Dabei verletzte er sich an der Hand und konnte den Wettkampf nicht mehr fortsetzen. „Johannes war in den letzten Jahren immer im Finale der deutschen Meisterschaften. Schade, dass er in diesem Jahr so unglücklich und so früh ausscheiden musste“, bedauerte Weilheims Teamchef Oliver Rauprich das Missgeschick.

Dessen Sohn Martin Rauprich zählte in der Schülerklasse (U 15) zu den Favoriten. Zunächst stand für den Weilheimer im Vordergrund, Stürze zu vermeiden. Mit dieser Taktik kam er sicher durch die Vorläufe und das Viertelfinale. Im Halbfinale musste er seine Zurückhaltung jedoch ablegen, wollte er sich eine gute Startposition für das Finale sichern. In der ersten Kurve drückte Rauprich gleich einmal einen Konkurrenten regelkonform mit dem Ellbogen zur Seite, was ihm den ersten Platz einbrachte, allerdings „auch Zeit kostete“, wie Teamsprecher Oliver Rauprich berichtete. Daher durfte er im Finale lediglich von Platz vier starten. Der Weilheimer bog als Zweiter in die erste Steilkurve. Dort wurde er aber vom amtierenden deutschen Meister, Toni Skrypzek (MSC Strudelbachtal), zur Seite gedrängt. Im weiteren Verlauf ging es für Martin Rauprich nur noch darum, den dritten Platz zu verteidigen. „Sicher hat Martin auf den Sieg gehofft“, sagte sein Vater Oliver Rauprich, „aber er hat in einem sehr engen Rennen starke Konkurrenz hinter sich gelassen und daher aus meiner Sicht Bronze gewonnen und nicht Gold verloren“.

Auch Lena Tafertshofer zählte bei den neun- und zehnjährigen Mädchen (U 11) zum Kreis der Favoriten. Als eine Fahrerin aus dem jüngeren Jahrgang musste sie sich am Ende nur der älteren Fahrerin Perla Grosser (BMX-Club Vechta) geschlagen geben. „Es war ein Duell auf höchstem Niveau gegen eine Konkurrentin, die nicht irgendwer ist, sondern schon im Finale der BMX-Weltmeisterschaft stand“, so Teamchef Oliver Rauprich, der merklich beeindruckt war.

Lenas Bruder Moritz Tafertshofer überzeugte in der U 13 als Fahrer des jüngeren Jahrgangs. Mit „konstanten Fahrten“, so Rauprich, kam er sicher in das Finale und erreichte dort einen beachtlichen fünften Rang. In seinem Jahrgang war er damit zweitbester Starter. „Moritz’ Lernkurve ist seit zweit Jahren kontinuierlich gestiegen, und er ist jetzt in der nationalen Spitze angekommen“, lobte Teamchef Rauprich.

Er ist sehr gespannt auf die Rennen seiner drei Top-Fahrer bei der Europameisterschaft in Bordeaux, die am heutigen Donnerstag beginnt und bis kommenden Sonntag, 16. Juli, dauern wird.  

Info

Die Weilheimer BMX-Fahrer trainieren immer dienstags und donnerstags auf ihrer Bahn in der Au. Interessierte ab fünf Jahren sind zu einem Probetraining willkommen (Anmeldung unter Mobil 0163-69 36 904).

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