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Weiter Satz: Katharina Vogl (TSV Peißenberg) belegte im Weitsprung der U-18 den dritten Rang. 

Leichtathletik

Marvin Bertram stürmt mutig zum Sieg

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Landkreis - Der Penzberger Marvin Bertram war nicht zu stoppen. Er gewinnt bei den „Munich Indoors“ das 800-Meter-Rennen mit persönlicher Bestzeit.

 Beim „Munich Indoors“ herrschte Hochbetrieb in der Münchener Werner-von-Linde-Halle. 650 Athleten aller Altersklassen waren am Start. Mit dabei waren auch Sportler aus dem Landkreis, die zahlreiche persönliche Bestleistungen erreichten. Marvin Bertram, Albin Pestisha (beide TSV Penzberg) sowie Katharina Vogl (TSV Peißenberg) holten sogar Medaillen.

TSV Penzberg

Marvin Bertram sorgte für einen Höhepunkt aus Sicht des TSV Penzberg. Der 14-Jährige gewann in der Klasse M-15 das 800-Meter-Rennen in 2:15,83 Minuten. Bertram lief „ein sehr mutiges Rennen“, so Trainer Markus Brennauer. Nach 200 Metern setzte er sich an die Spitze des Feldes und baute den Vorsprung auf die Verfolger auf fast drei Sekunden aus. Der Penzberger verbesserte seine Hallenbestleistung um etwas mehr als eine Sekunde.

Nicht ganz an seine Leistung aus der Vorwoche bei den Südbayerischen (wir berichteten) heran kam Albin Pestisha, der im Weitsprung der U-18 mit 6,21 Metern Zweiter wurde. „Leider hatte ich heute einige Probleme mit meiner Technik“, sagte der 16-jährige Realschüler. Deshalb kam er trotz verbesserter Schnelligkeitswerte nicht an seine Bestweite von 6,45 Meter heran. So musste er sich seinem Freund, Luis Haimerl (TuS Geretsried), geschlagen geben, der im dritten Versuch mit 6,32 Metern persönliche Bestleistung sprang.

Marvin Bertram  siegt mit persönlicher Bestzeit über 800 Meter.

Der 16-jährige Raffieu Deen Johnson belegte gleich zweimal den undankbaren vierten Rang. Bei seiner 200-Meter-Premiere in 23,63 Sekunden fehlten ihm in der Altersklasse U-18 nur 0,01 Sekunden auf Arne Leppelsack (MTV Pfaffenhofen). Dabei hatte er noch einige Reserven, da er aufgrund seiner Unerfahrenheit noch nicht genau wusste, wie er sich das Rennen einteilen sollte. Im 60-Meter-Finale belegte Johnson mit 7,35 Sekunden ebenfalls Rang vier. Der Rückstand auf Bronzemedaillengewinner Isaac Asare (Union Salzburg) betrug 0,07 Sekunden.

17 Hundertstelsekunden fehlten Matthias Bauer über die 400 Meter. Mit 51,67 Sekunden stellte er eine persönliche Hallenbestleistung auf. Nach einer schnellen ersten Runde (24,50) konnte er sein Tempo fast halten. „Ich war überrascht, dass ich hintenraus kaum eingegangen bin“, so der 22-jährige Chemie-Student. Ebenfalls über eine Hallen-Bestleistung freute sich Luk Jäger, der bei den Schülern (M-14) über 800 Meter in 2:25,80 Minuten Vierter wurde. Zum Ende hin drehte Jäger noch einmal auf und kam nur 0,80 Sekunden hinter dem Dritten ins Ziel.

Für Mittelstrecken-Spezialistin Elisabeth Mayr (15) war der Auftritt über 400 Meter „eine willkommene Abwechslung zum Ausdauertraining. Mit 63,35 Sekunden (5. Platz) kam sie bis auf eine Zehntelsekunde an ihre Bestzeit heran. Mehrkämpferin Michaela Kölbl nutzte das Sportfest, um über 60 Meter (8,70 Sekunden), im Weitsprung (4,58 Meter/8. Platz) und im Kugelstoßen (8,19 Meter/4. Platz) ihre Form zu testen. Jeweils über 200 Meter schafften Dominik Thalbauer (24,43) und Alicia Wutz (29,83) persönliche Bestzeiten. Deutlich an einem Hausrekord vorbei lief Andreas Kölbl über die 800 Meter der Männer. Mit 2:03,22 Minuten wurde er Fünfter – damit war er nicht zufrieden.

TSV Peißenberg

Der TSV Peißenberg war mit fünf Athletinnen der U-18 am Start. Katharina Vogl kam eine Woche nach dem Titelgewinn bei der südbayerischen Meisterschaft im Weitsprung erneut aufs Podest: Mit 5,21 Meter, gesprungen im zweiten Versuch, wurde sie Dritte. Hinzu kamen zwei weitere 5-Meter-Sprünge (5,13 und 5,00). Franziska Aderbauer verpasste mit 4,69 Metern nur knapp ihre Bestweite und kam als Zwölfte nicht in den Endkampf. Nicole Frank steigerte ihre persönliche Bestleistung auf 4,38 Meter (21. Platz).

Im 60-Meter-Hürdensprint verpasste Aderbauer (9,66 Sekunden) nur um fünf Hundertstel den dritten Platz. Einmal mehr war Elisabeth Hafenrichter (LG Stadtwerke München) knapp besser. „Das war schon beim letzten Mal ganz knapp“, erinnerte sich Trainerin Sabine Osenberg an das Finale bei den bayerischen Meisterschaften in Aichach. Sophie Puchner zeigte eine gute Leistung und lief persönliche Bestleistung (9,96 Sek./9. Platz). Frank (11,11 Sekunden) und Leoni Knissel (11,26) schafften auch persönliche Rekorde.

Im 60-Meter-Sprint erreichte Vogl mit 8,27 Sekunden das Finale. Dort spürte sie dann etwas die Müdigkeit (der Weitsprung fand kurz vor dem Sprint statt) und belegte in 8,36 Sekunden den siebten Platz. Nach dem überzeugenden Auftritt in der 4 x 200-Meter-Staffel in der Woche davor traten Knissel, Frank und Puchner im Einzel zu ihrem Debüt über 200 Meter an. Puchner (29,02 Sekunden/23. Platz) war mit ihrem Auftritt zufrieden, meinte aber auch: „800 Meter sind härter.“ Frank (29,31) und Knissel (30,67) zogen sich gut aus der Affäre.

TSV Weilheim

Mirjam Jilg (W-14) war mit 9,56 Sekunden über 60 Meter und 11,41 Sekunden (persönliche Bestleistung) im Hürdensprint in den Tag gestartet. Im Hochsprung überwand sie 1,37 Meter im ersten Versuch, scheiterte aber an der Höhe von 1,42 Metern und wurde Neunte. Im Weitsprung (3,97 Meter) kam Jilg nicht in den Endkampf. „Eine wichtige Ergänzung des Trainings“ sei der Auftritt in München gewesen, so Trainerin Osenberg. paul hopp

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