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Den Weltcup hat der Biathleht Matthias Bischl – endlich – im Blick. Im Bild  ist der Obersöcheringer bei der deutschen Meisterschaft im September in Langdorf im Einsatz.

Obersöcheringer ersetzt in Hochfilzen erkälteten Weltmeister Arnd Peiffer

Biathlet Bischl darf  im Weltcup starten

Obersöchering - Matthias Bischl feiert  sein Debüt im Weltcup. Der Obersöcheringer startet für den erkrankten Weltmeister Arnd Peiffer.

Matthias Bischl hatte kurzzeitig die Orientierung verloren. „Ich muss schauen, wo ich da hin muss, weil ich hier noch nie war“, kannte sich der Biathlet aus Obersöchering nicht mehr aus. Eigentlich hatte er einen Start beim IBU-Cup Ridnaun fest eingeplant, doch dann schickten ihn die Trainer des Deutschen Ski-Verbandes am Mittwoch sofort weiter nach Hochfilzen.

 In Österreich feiert der 27-Jährige am heutigen Freitag (Start um 14.30 Uhr/ARD und Eurosport) seine Premiere im Weltcup. Neben dem Sprint wird er am Samstag (14.30 Uhr) auch noch die Verfolgung absolvieren. „Es hat mich brutal gefreut“, so Bischl. Mit seinem dritten Platz beim IBU-Cup im schwedischen Idre hatte sich der Sportsoldat den Verantwortlichen des DSV wärmstens empfohlen. Dass er aber so schnell zum Einsatz kommt, war überraschend. Da der Weltmeister Arnd Peiffer wegen einer Erkältung in Hochfilzen passen muss, rückte Bischl als Ersatzmann nach und steht jetzt zusammen mit Simon Schempp, Andreas Birnbacher, Erik Lesser und Benedikt Doll im deutschen Aufgebot.

Nach 13 Jahren Biathlon erfüllt sich für den Obersöcheringer, der mittlerweile in Wallgau wohnt, ein Lebenstraum. Trotz zahlreicher Rückschläge hat er sich nie von seinem Ziel abbringen lassen. Auch wenn ihm im vergangenen Jahr kein Podestplatz im IBU-Cup glückte, machte er doch mit starken Ergebnissen auf sich aufmerksam. Bischl hat sich auf diesen Erfolgen nicht ausgeruht und in diesem Jahr sein Training umgestellt. „Es war klar, dass ich den nächsten Schritt machen muss“, verfolgte er einen klar ausgearbeiteten Plan. Seit dem Frühjahr trainierte in Oberhof mit den Weltmeistern Peiffer und Lesser zusammen. „Das hat mir sehr gut getan“, schreibt Bischl den Intervallen in Thüringen Bedeutung zu. Zum ersten Mal konnte er sich in der Vorbereitung mit den Top-Athleten der Nation messen.

Die Verbindung nach Hause, wo er seit Jahren von Bernhard Kröll betreut wird, hielt er aufrecht. „Der Mix war gut, denn ich bin sehr heimatverbunden“, sagt der 27-Jährige. Sein Trainer aus Krün, Bernhard Kröll, der schon Magdalena Neuner an die Weltspitze führte, hat seinem Schützling nur einen Rat für sein Debüt in Hochfilzen mitgegeben. „Ich soll meinen Wettkampf machen“, verrät Bischl. Wie das funktioniert, hat er in den vergangenen Jahren gelernt. Auch wenn er sich in der fremden Umgebung erst noch orientieren muss.

Christian Heinrich

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