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Es geht voran: Matthias Bischl ist mit seiner Biathlon-Saison zufrieden. 

Biathlon

Bischl macht einen großen Schritt nach vorn

Obersöchering - Matthias Bischl zieht positive Bilanz: Platz fünf im IBU-Cup und Premiere im Weltcup. Das zweigleisige Training hat sich bewährt.

Das Experiment hat sich gelohnt. Am Ende der Saison durfte sich Matthias Bischl in seiner Entscheidung bestätigt fühlen, im Training zweigleisig zu fahren. Die Pendelei zwischen Oberhof und Kaltenbrunn hat dem Biathleten aus Obersöchering zu seiner bisher stärksten Saison im IBU-Cup, nach dem Weltcup die wichtigste Wettkampfserie der Biathleten, verholfen. Unter der Anleitung von Bundestrainer Mark Kirchner hat der 27-Jährige im Sparring mit den Weltmeistern Arnd Peiffer und Erik Lesser in seiner sportlichen Entwicklung einen großen Schritt nach vorn gemacht. „Ich werde das Ganze auf jeden Fall beibehalten“, so Bischl.

Die Ergebnisse des vergangenen Winters geben ihm recht. In der offiziellen Rangliste der Internationalen Biathlon-Union wird der Sportsoldat in der Gesamtwertung des IBU-Cups auf Position fünf von insgesamt 146 Athleten geführt (480 Punkte). Besser als der Wahl-Wallgauer waren nur die Russen Matvey Eliseev (1./679), Petr Pashchenko (3./586) und Anton Babikov (4./542) sowie sein Teamkollege Florian Graf (2./595). Allerdings fehlten Bischl vier Rennen, die er wegen der Nominierung für den Weltcup in Hochfilzen im vergangenen Dezember sowie einer Grippe verpasste. „Ich hatte nie so richtige Ausfälle dabei“, stellte er voller Zufriedenheit fest. Wenn er am Start war, holte er auch ordentlich Punkte. Die meisten seiner insgesamt 480 räumte er im Sprint ab (332), was aber auch daran lag, dass in der vergangenen Saison überwiegend Kurzrennen ausgetragen wurden. In dieser Disziplin wurde er am Ende Gesamt-Vierter.

Bischls Entwicklung ist aber nicht allein auf die Wettkampfhärte zurückzuführen, die er sich im Training mit den deutschen Topathleten holte. Er hat auch akribisch an seinen Schießleistungen gearbeitet. Im Liegendanschlag kam er im vergangenen Winter auf eine beachtliche Trefferquote von 92 Prozent. Stehend waren es dagegen nur 78 Prozent. Das ist im Vergleich zu den Vorjahren zwar immer noch ein herausragender Wert, im internationalen Vergleich ist das aber noch zu wenig, um im IBU-Cup auf Dauer die Podestplätze ins Visier zu nehmen oder im Weltcup zu punkten. „Liegend muss man dabeisein, stehend werden die Rennen gewonnen“, so Bischl.

Auch die Zeit von 28 bis 29 Sekunden, die er im Durchschnitt für eine Serie benötigt, hält er für ausbaufähig. „Ich schieße immer noch viel zu langsam“, gibt er zu, „es fehlen fünf Sekunden“. Zu viel wollte er aber nicht riskieren, um die Zahl der Fehler zu minimieren. Am Ende zahlte sich sein Sicherheitsdenken aus, was zweierlei belegt: Bischl hat in der vergangenen Saison seine Linie gefunden, und er ist gereift genug, sie unter allen Umständen durchzuziehen. Daran wird er ab Mai weiter arbeiten, zusammen mit Bundestrainer Mark Kirchner und seinen Heimcoach Bernhard Kröll.

Christian Heinrich

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