Siegerehrung beim Motocross mit drei Fahrern, in der Mitte Gesamtsieger Max Nagl aus Weilheim mit Red Plate.
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Es läuft bestens für den Routinier: Max Nagl (Mi.) beherrschte in Jinín das Geschehen.

MOTOCROSS

Top in Tschechien: Max Nagl enteilt der Konkurrenz

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Es läuft gut für Max Nagl: In der tschechischen Meisterschaft gelang dem Motocrossfahrer aus Weilheim der Tagessieg in der MX1-Klasse. Nur im Qualifying passierte ein Schönheitsfehler.

  • Motocrossfahrer Max Nagl gewinnt in Tschechien
  • Der KTM-Pilot dominiert in allen Wertungsläufen das Geschehen
  • Der Weilheimer baut damit seine Führung in der Gesamtwertung aus

Weilheim - Die Farbe Rot bedeutet in den meisten Sportarten nichts Gutes. Rote Karten bedeuten zumeist „Feldverweis“ oder „Disqualifikation“. Motocross-Profi Max Nagl reckte das rote Schild, das ihm nach dem Rennen in Jinín (Nähe Strakonitz/Südböhmen) überreicht wurde, aber ganz gern in die Höhe. Denn die „Red Plate“, wie das Ding genannt wird, zeichnet den jeweils Gesamtführenden einer Meisterschaftsserie aus.

Mit zwei Laufsiegen und dem Erfolg in der Tageswertung der MX1-Klasse hatte der gebürtige Weilheimer seine Spitzenposition in der tschechischen Meisterschaft nicht nur verteidigt, sondern sogar noch ausgebaut – auf nunmehr 13 Punkte gegenüber Pascal Rauchenecker (Österreich). Er sei „wieder glücklich über den Verlauf des Wochenendes“, teilte der 32-jährige KTM-Fahrer seinen Fans via Instagram mit.

Bei der dritten Veranstaltung der Motocross-Serie im Nachbarland dominierte der Bayer eindeutig das Geschehen. Dass er im Zeittraining dem Lokalmatadoren Vaclav Kovár den Vortritt lassen musste, war nur ein kleiner Schönheitsfehler. Der Tscheche, wie Nagl auf KTM unterwegs, war in seiner schnellsten Runde um 0,28 Hundertstelsekunden fixer gewesen. In den Wertungsläufen zeigte der Vizeweltmeister von 2009 dann aber, wer Chef im Ring ist. Ausschlaggebend war jeweils ein guter Start.

Motocross: Max Nagl dominiert in allen Läufen das Geschehen

In beiden Läufen bog Nagl als Erster in die erste Kurve ein – holte sich damit den „holeshot“. Einmal in Führung liegend, hatte der Deutsche die Konkurrenz im Griff. Im ersten Lauf hatte er am Ende 18 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten, Rauchenecker. Der Trainingsschnellste, Ková˘r, fuhr als Dritter (21 Sekunden zurück) ins Ziel. Im zweiten Wertungslauf sah Nagl immerhin neun Sekunden vor Rauchenecker die Zielflagge. Dritter wurde der Tscheche Martin Krc (elf Sekunden zurück). Den fünften Platz im zweiten Rennen belegte der Österreicher Lukas Neurauter; er war schon im Landkreis zu Gast. Bei den „Alpencup“-Läufen des AMC Penzberg auf der ehemaligen Strecke zwischen Habach und Dürnhausen (mittlerweile steht dort ein Gewerbegebiet) gelangen Neurauter mehrere Top-Ergebnisse. So gewann er 2012 dort die Super-Class.

Motocross: Demnächst Lauf auf der WM-Strecke in Loket

Die Rennstrecke in Jinín ist bei Motocross-Fans auch als Hausstrecke der Marke „CZ“ bekannt, die in früheren Zeiten Zweitakt-Maschinen herstellte. Seit dem Ende des Ostblocks hat sich die Firma als Spezialist für Übetragungsketten etabliert. Laut dem Portal „Speedweek“ nutzt auch Nagl Antriebsketten des Unternehmens.

Der vierte Lauf der tschechischen Meisterschaft soll am 9. August auf der Strecke in Loket (deutsch: Elbogen) ausgetragen werden. 2016 hatte Nagl beim Grand-Prix von Tschechien in Loket mit dem Maximum von 50 Punkten den Tagessieg geholt. Am Ende der Saison landete er – für „Husqvarna“ fahrend – in der WM-Gesamtwertung auf dem dritten Rang.

Auch das ist interessant: beim Reschenseelauf zeigten drei Läufer aus Huglfing beachtliche Leistungen. Dressurreiterin Cosima von Fircks hat beim internationalen Turnier in Hagen mit „Easy Fellow“ einen herausragenden Erfolg gefeiert. Hanna Ackermann vom TSV Penzberg gelang in Vöhringen eine spezielle Qualifikation.

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