Motocross-Trainer Max Nagl (Mitte) in seinem Trainingszentrum in Lommel mit einigen seiner Schützlinge.
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Fahren ausnahmsweise ohne Motor: Für Ausdauereinheiten mit seinen Schützlingen nutzt Max Nagl (Mitte) in seinem Trainingszentrum gern das Rennrad.

MOTOCROSS

Max Nagl freut sich auf Duelle mit dem eigenen Lehrling

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Motocross-Ass Max Nagl befindet sich schon seit einiger Zeit in einer Doppelfunktion als Fahrer und Trainer. In der kommenden Saison ergibt sich für den „Husqvarna“-Pilot eine besondere Situation - er wird im Race auf seinen „Schüler“ treffen.

Weilheim – In einer Doppelfunktion als Fahrer und Trainer befindet sich Motocross-Profi Max Nagl schon länger. In dieser Saison wird der 33-Jährige allerdings eine besondere Situation erleben: Nagl bekommt es auf der Rennstrecke mit einem seiner Schützlinge zu tun.

Der Slowene Richard Sikyna hat ebenso wie der Weilheimer für die MX1-Klasse der ADAC-MX-Masters gemeldet.. „Ja, das ist eine spezielle Situation“, so Nagl gegenüber dem Portal „Speedweek“. „Wir verstehen uns super, aber auf der Strecke werden wir uns sicher auch tolle Zweikämpfe liefern.“

Max Nagl startet wieder in der ADAC-MX-Masters-Serie

Die Masters-Serie genießt hohes Ansehen. Über 320 Bewerbungen sind eingegangen, letztlich werden 260 Piloten aus 24 Nationen bei der 17. Auflage um Punkte kämpfen. Los geht es am 8./9. Mai in Dreetz, es stehen sieben Veranstaltungen auf dem Programm. In der MX1-Klasse haben sich unter anderem der amtierende Titelträger Jordi Tixier (Frankreich) – er war 2020 in der MXGP-WM immerhin Elfter – sowie die WM-erfahrenen Cyril Genot (Belgien) und Petar Petrov (Bulgarien) angemeldet. Mit dabei ist auch Rekordsieger Dennis Ullrich (Saarlouis), der die vergangene „Short Season“ (wegen Corona nur drei Termine) verletzungsbedingt verpasste. Nagl – heuer auf „Husqvarna“ und fürs „Krettek-Haas-Racing-Team“ am Start – hat die Gesamtwertung in den Jahren 2004, 2006 und 2008 gewonnen.

An seinem Wohnort in Belgien bastelt der Oberbayer derzeit fleißig an seiner zweiten Karriere als Coach. „Ich baue gerade in Lommel das neue Fitness-Studio“, verkündete Nagl unlängst. Neben Sikyna, der in der MX2-WM im vergangenen Jahr den 27. Platz belegte, kümmert sich der Routinier seit geraumer Zeit auch um das Schweizer Talent Kevin Brumann. Der 17-Jährige Yamaha-Pilot wird bei den ADAC-MX-Masters im Youngster-Cup starten und will sich heuer auch in der MX2-WM versuchen. Im Hinblick auf die anstehende Saison kümmert sich Nagl zudem um Talente aus Belgien, die in der Europameisterschaft antreten. „Ich will den Fitness- und Trainingsbereich jetzt Schritt für Schritt weiter ausbauen, um meine Erfahrungen an junge Fahrer weiterzugeben“, berichtet der Team-Weltmeister von 2012.

Max Nagl tritt wieder auf der Marke Husqvarna an

Nagl selbst hat für 2021 die Marke gewechselt. Er tritt nicht mehr für KTM, sondern auf einer „Husqvarna“-Maschine an. Mit der schwedischen Traditionsmarke wurde er 2016 WM-Dritter. Hintergrund für den Umstieg „ist, dass das tschechische Haas-Racing-Team mit dem dortigen ,Husqvarna‘-Importeur zusammenarbeitet“, erklärt der Oberbayer. Die Marke gehört zum KTM-Konzern. Die Motorräder „der KTM-Gruppe sind ja sehr ähnlich. Der Umstieg ist völlig unproblematisch“, so Nagl. Neben der MX-Masters-Serie wird der Weilheimer sicher auch die internationale tschechische Meisterschaft im Blick haben. Dort holte er 2020 souverän den Titel.

Bei den MX-Masters wird in diesem Jahr ein weiterer Pilot aus dem Landkreis mitfahren. Valentin Kees (16) aus Schwabniederhofen ist für den „Junior Cup 125“ gemeldet. Er fährt fürs „KTM Kosak Racing“-Team und zählt zu den hoffnungsvollsten Motocross-Talenten in Deutschland. Er gehört zu den 24 Zwei- und Vierrad-Fahrern, die 2021 von der „ADAC Stiftung Sport“ gefördert werden. Kees hat auch schon mit Nagl Trainingseinheiten absolviert.

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