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Leider nur Zaungast: Max Nagl (re.) kam zum MX-Masters in Gaildorf, um sich den Fans zu präsentieren und Autogramme zu schreiben. Links neben dem TM-Werksfahrer sitz Henry Jacobi, der mit Nagl beim „Motocross of Nations“ starten soll. 

Motocross

Max Nagl will zur Team-WM fit sein

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Derzeit ist Max Nagl rekonvaleszent, noch macht ihm sein verletzter Ringfinger zu schaffen. Er ist aber zuversichtlich, bei der Team-WM dabeizusein.

Weilheim – Gern wäre Max Nagl beim ADAC-MX-Masters in Gaildorf (Baden-Württemberg) an der Startlinie gestanden. Er hatte selbst fest damit geplant, beim vorletzten Lauf der Serie wieder um den Sieg mitzukämpfen. Immerhin hatte er ja bei allen seinen bisherigen drei Auftritten in diesem Jahr auch die Tageswertung gewonnen. Doch der verletzte Ringfinger machte dem Weilheimer einen Strich durch die Rechnung. Zwei Tage vor dem Rennen in Gaildorf musste sich Nagl einer erneuten OP unterziehen.

Nagl reiste zwar in den Landkreis Schwäbisch-Hall, aber eben nur in Zivil. Der TM-Werksfahrer präsentierte sich den Fans und gab Autogramme. Und er versprühte Zuversicht, doch noch beim Höhepunkt des Jahres, dem „Motocross of Nations“ (MXoN), für Deutschland starten zu können. In Gaildorf wurde offiziell das deutsche Team präsentiert, das am 6./7. Oktober in Red Bud (Michigan/USA) mit den anderen Mannschaften aus aller Welt um die „Chamberlain Trophy“ kämpft.

„Leider ist der doppelte Bruch meines Ringfingers nicht ohne Komplikationen verheilt“, so Nagl bei der Präsentation. „Aber ich bin guter Dinge, dass sich die Situation schnell bessert und ich in 14 Tagen beim ADAC-MX-Masters in Holzgerlingen starten kann.“ Im Anschluss daran „könnte ich noch beim WM-Lauf in Italien fahren und somit genug Rennpraxis sammeln“. Die Fans hoffen darauf, dass es auch so kommt, wie es Nagl geplant hat. Denn mit ihm hätten die Deutschen heuer eine starke Truppe beisammen, in der Szene war ja schon vom „Dream Team“ die Rede.

Denn neben dem 31-jährigen Nagl, der seit über einem Jahrzehnt fester Bestandteil des deutschen MXoN-Teams ist, hat für heuer auch Ken Roczen zugesagt. Der 24-jährige Thüringer wurde 2011 als bis dahin jüngster Fahrer Motocross-Weltmeister in der MX2-Klasse. Danach ging er in die USA, gewann dort 2014 die Nationals in der 450er-Klasse und 2016 die AMA-Pro-Championship. Heuer belegte Roczen in der USA-weiten Meisterschaft den dritten Rang. „In den vergangenen Jahren hat es ja leider nicht geklappt, aber dieses Jahr starte ich wieder für Deutschland und freue mich, dass wir mit einer starken Mannschaft antreten können“, sagte „Honda“-Fahrer Roczen laut einer ADAC-Mitteilung, der bei der Präsentation in Gaildorf via Liveschaltung dabei war. Der Thüringer und Nagl waren zusammen auch beim größten Triumph einer deutschen Mannschaft beim MXoN dabei: 2012 gewann das Duo zusammen mit Marcus Schiffer in Lommel zum bislang einzigen Mal den prestigeträchtigen Wettbewerb. Max Nagls Vater Hubert war damals als Teamchef dabei. „Wir haben mit dem Titel 2012 in Lommel die Latte natürlich sehr hoch gelegt“, so Roczen. Mit Blick auf heuer sagte er: „Wenn es gut läuft, könnten wir schon weit nach vorne kommen.“

Als dritter Fahrer ist Henry Jacobi (21) vorgesehen. Der „Husqvarna“-Pilot fährt in der MX2-Weltmeisterschaft und liegt dort zwei Rennen vor dem Saisonende an der zehnten Stelle. Bei den MX-Masters führt er vor dem abschließenden Wochenende mit 214 Punkten die Gesamtwertung vor Jeffrey Dewulf (Belgien/181) und Jens Getteman (Belgien/158) an. Max Nagl ist, obwohl er verletzungsbedingt drei Rennwochenende verpasste, immer noch guter Vierter. Sollte einer der drei Topfahrer nicht starten können, so stehen als Ersatz Stefan Ekerold und Tom Koch bereit.

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