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Leichtathletin Michaela Kölbl vom TSV Penzberg auf der Zielgeraden.
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Starkes Finish bringt Gold: 400-Meter-Hürdenläuferin Michaela Kölbl vom TSV Penzberg.

Leichtathletik: Bayerische Meisterschaft in Erding

Michaela Kölbl kämpft sich zu Gold, Johnson verdaut eine Enttäuschung

Medaillen und Titel holen die Leichtathleten des TSV Penzberg öfter. Dennoch gelingt hin und wieder eine Überraschung - eine solche schaffte Michaela Kölbl auf der Hürdenstrecke.

Penzberg/Erding – Dass Leichtathleten des TSV Penzberg bei bayerischen Meisterschaften Medaillen holen, ist an sich nichts Außergewöhnliches. Und dennoch sorgen Vereinsmitglieder hie und da für Überraschungen. Eine davon gelang Michaela Kölbl. In Erding gewann die 19-Jährige aus Sindelsdorf bei der U23 in einem wahren Herzschlagfinale Gold über die 400 Meter Hürden.

Michaela Kölbl: „Dafür, dass es mein erstes Rennen in dieser Saison war, lief es echt gut“, sagte Michaela Kölbl nach ihrem überraschenden Titelgewinn über die 400 Meter Hürden. Die 19-jährige Lehramtsstudentin hatte kurz vor dem Zielstrich noch Laura Böttcher (MTV 1881 Ingolstadt) überholt, die die ganze Zeit über das Rennen angeführt hatte. Kölbl, die 66,70 Sekunden für die Stadionrunde benötigte, hatte am Ende ungefähr einen Meter Vorsprung. Böttcher war 16 Hundertstelsekunden langsamer.

Zwischenzeitlich betrug der Rückstand der TSV-Athletin mehr als zehn Meter, doch mit einem starken Finish auf der Zielgeraden, das ihr Markenzeichen ist, holte sie ihre Konkurrentin noch ein. „Es war ein typischer Lauf von Michaela. Vorsichtiger Start, aber ein furioses Finish“, so Trainerin Melanie Jäger. Am zweiten Tag der Wettkämpfe in Erding belegte die Sindelsdorferin dann noch den fünften Platz über die 400 Meter flach. Mit der Zeit von 62,34 Sekunden waren die Podestplätze doch recht weit entfernt. Gold gewann Jana Lakner (LG Region Landshut) mit 58,55 Sekunden vor Leila Kilian (LG Augsburg/59,22) und und Anna-Lena Genz (LG Bamberg/59,95).

Raffieu Deen Johnson: Wie Michaela Kölbl war Raffieu Deen Johnson in Erding zweimal am Start. Am ersten Tag verließ er allerdings zutiefst enttäuscht die blaue Tartanbahn. Denn mit 11,02 Sekunden hatte er im 100-Meter-Finale nur den zweiten Platz belegt. Der 20-jährige Johnson war als Favorit ins Rennen gestartet, doch bereits mit dem Startschuss geriet er ins Hintertreffen. „Ich habe den Start völlig verpatzt. Und danach bin ich viel zu verkrampft gelaufen“, erklärte Penzbergs schnellster Sprinter. Der Sieg ging an den Ingolstädter Tim Wermuth, der mit 10,89 Sekunden zum ersten Mal unter der Elf-Sekunden-Marke blieb.

Top über 200 Meter: TSV-Sprinter Raffieu Deen Johnson lief in Erding persönliche Bestzeit.

Am Sonntag, über die 200 Meter, waren die Rollen genau anders herum verteilt. Da ging der 20-jährige Wermuth als Favorit ins Finale. Doch schon mit dem Startschuss ließ Johnson keine Zweifel an seiner guten Form aufkommen. Die ersten 100 Meter lief er gleichauf mit Wermuth. „Auf der Zielgeraden habe ich dann meinen Schritt länger gezogen, genauso wie meine Trainerin Conny es mir vor dem Rennen gesagt hatte“, sagte der Penzberger. Durch diesen längeren, aber lockeren Schritt, setzte er sich deutlich vom Rest des Feldes ab und siegte mit persönlicher Bestzeit von 22,07 Sekunden vor Hendrik Gühlen (LG Erlangen/22,32) und Carlos Schirmer (LG Stadtwerke München/22,43). Wermuth (22,46) wurde Vierter.

Luk Jäger: Im letzten Rennen der zweitägigen Meisterschaft war es Luk Jäger, der über 1500 Meter für einen Paukenschlag sorgte. Der 18-Jährige vom TSV Penzberg überraschte im Feld der U23-Läufer mit der Silbermedaille und einer persönlichen Bestzeit von 3:59,92 Minuten. Seinen bisherigen Rekord hatte der Penzberger um fast fünf Sekunden unterboten. Bemerkenswert: Zwei Tage davor hatte Jäger bei der deutschen Jugend-Meisterschaft über die 2000 Meter Hindernis bei der U20 die Goldmedaille gewonnen. Auch da hatte er eine persönliche Bestzeit (5:56,38) geschafft.

Gehörte im U23-Feld zu den Jüngsten: Luk Jäger (links) vom TSV Penzberg holte über 1500 Meter Silber.

In Erding trat er fast durchwegs gegen ältere Athleten an und musste sich nur Niklas Buchholz (LSC Höchstadt/Aisch) geschlagen geben, der mit 3:57,58 Minuten siegte. Von Beginn an hatten der 22-jährige Buchholz und sein Vereinskamerad Theodor Schell für ein hohes Tempo gesorgt. Direkt dahinter im Windschatten lief Jäger. „Ich habe mich einfach hinten drangehängt. Ich wusste zwar, dass die beiden geplant hatten, deutlich unter vier Minuten zu bleiben. Aber ich bin in Topform, also dachte ich mir, dass ich es einfach riskiere“, sagte der Penzberger nach dem Rennen.

Weitere TSV-Athleten: Mit Luk Jäger absolvierte TSV-Athlet Marvin Bertram das 1500-Meter-Rennen der U23. Mit 4:15,57 Minuten belegte der 19-Jährige den fünften Platz. Der Penzberger hatte lange Zeit die zweite Gruppe angeführt, musste aber im finish noch einen Läufer vorbeiziehen lassen. Penzbergs jüngste Teilnehmerin, Hannah Petsch (W14), verpasste mit 13,53 Sekunden über die 100 Meter knapp das B-Finale. Die 14-Jährige hatte ihre Bestzeit um fünf Hundertstel verbessert. Für den Einzug ins B-Finale war sie vier Hundertstel zu langsam. Das B-Finale gewann Lina Bachmann (LAG Mittlere Isar/13,30), im A-Finale siegte Eva Schlaffer (LG Landshut/13,08). Bei der bayerischen Meisterschaft überzeugte auch noch eine weitere Athletin aus dem Landkreis, und zwar Katharina Vogl vom TSV Peißenberg, die Gold im Weitsprung der Frauen gewann.

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