Luk Jäger (vorn) und Maximilian Feuerer in München im Kader-Testwettkampf.
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Teamarbeit: Luk Jäger (vorn) und Maximilian Feuerer wechselten sich in München auf der 3000-Meter-Strecke beim Tempomachen ab.

LEICHTATHLETIK

Luk Jägers Hallen-Bestzeit ist das Ergebnis einer Teamarbeit

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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Leichtathlet Luk Jäger hat in München seine Bestzeit über 3000 Meter in der Halle deutlich verbessert. Das Ganze war das Ergebnis eines Plans, den er mit einem Konkurrenten entwickelt hat.

Penzberg/München – Zumindest die Kaderathleten haben derzeit die Möglichkeit, sich mit anderen in Wettkämpfen zu messen. Luk Jäger zeigte nun beim „Kader-Wettkampf Süd“, dass er während des Winters gut trainiert hat. Der 18-Jährige vom TSV Penzberg stellte über die 3000 Meter eine persönliche Hallenbestleistung auf. Die 15 Runden in der Münchener Werner-von-Linde-Halle lief er in 8:47,01 Minuten. In seinem Rennen kam Jäger als Zweiter ins Ziel. Besser war nur der favorisierte Paul Feuerer (LAC Passau), der mit 8:31,26 Minuten (persönliche Bestzeit) gewann. Mit seinem Auftritt war Jäger „einigermaßen zufrieden“, so eine TSV-Mitteilung. „Natürlich wäre ich gerne etwas schneller laufen, aber für den Saisoneinstieg und angesichts des Rennverlaufs bin ich zufrieden“, wird der Penzberger zitiert.

Die persönliche Bestzeit war letztlich auch das Ergebnis eines Plans, den Luk Jäger zusammen mit Maximilian Feuerer (Jg. 1999) vom LAC Passau zuvor entwickelt hatte. In dem Rennen waren mit Paul Feuerer und Maximilian Berger (TuS Bad Aibling) – er lief nur die 2000 Meter – zwei sehr schnelle Athleten am Start. „Da wir wussten, dass das Tempo von Paul Feurerer und Maximilian Berger zu hoch für uns sein würde, wollten wir uns alle 400 Meter mit der Führung abwechseln“, so Jäger über die Renntaktik. Paul Feuerer – bei der Jugend-DM 2020 Dritter über 1500 Meter – und Berger setzten sich mit dem Startschuss an die Spitze des fünf Athleten umfassenden Feldes. Jäger reihte sich auf Rang drei ein, hinter ihm lief Maximilan Feuerer. Nach 400 Metern waren die Konkurrenten enteilt, der Penzberger und der Passauer wechselten sich in der Folge mit dem Tempomachen ab. „Als Maximilian nach 1200 Metern das Tempo nicht mehr hoch halten konnte, musste ich alleine gegen den Wind laufen“, berichtete Jäger. Er setzte sich langsam ab und verbesserte seine bisherige Hallen-Bestmarke um rund zehn Sekunden. Im Freien hatte Luk Jäger 2020 über die 3000 Meter mit 8:46,13 Minuten einen Hausrekord aufgestellt.

Für das Highlight auf der Mittelstrecke in der Werner-von-Linde-Halle sorgte die 16-jährige Linda Meier aus Passau: Sie verbesserte die 30 Jahre alte bayerische U18-Bestmarke über 3000 Meter um sieben Sekunden. Meier lief nach 10:02,11 Minuten über die Ziellinie.  

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