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„Made for Motocross“: Die Reisegruppe aus dem Landkreis in Pietramurata. Links Horst Haser, dem der Trip zum Geburtstag geschenkt wurde.
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Privates Treffen mit einem Motocross-Star: (von links) Hubert Nagl, Fritz Staudinger, Reinhold Watzele, Hubert Schwaiger, Horst Haser, Beppo Hofer, Tobias Klingl, Hans Vollmann und WM-Pilot Max Nagl am vergangenen Sonntagabend im Weilheimer Restaurant „Korfu“. 
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Flugshow vor begeisterten Fans: Das Foto zeigt den Bulgaren Petar Petrov in Pietramurata. 
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Lokalmatador Antonio Cairoli in Action.
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Antonio Cairoli in Action auf der Strecke.
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Gleich geht‘s los: Eine Szene vor dem Start.

Motocross

Fan-Gruppe im Glück: Ein besonderes Treffen mit Motocross-Ass Max Nagl

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Die schwere Knieverletzung von Motocross-Ass Max Nagl war für eine Fan-Gruppe aus dem Landkreis Pech und auch Glück zugleich. Warum, das erfahrt ihr im Artikel.

Landkreis – Am Anfang herrschte viel Vorfreude – und dann erst mal Ernüchterung. Von seinen Freunden hatte Horst Haser zum 60. Geburtstag eine Reise nach Pietramurata geschenkt bekommen. Dort, nördlich des Gardasees, befindet sich eine Motocross-Strecke, auf der regelmäßig der Grand Prix von Trentino über die Bühne geht. Seit Jahren schon hegte Haser, der sich für Sport aller Art begeistert, den Wunsch, Motocross-Ass Max Nagl live zu sehen.

Hubert Nagl, Max’ Vater, gab Hasers Freunden den Tipp, doch nach Italien zu fahren. Das sei vom Landkreis aus deutlich schneller zu erreichen als etwa Teutschenthal, die Heimstatt des Deutschland-Grand-Prix. Als alles klar gemacht war, ereilte Haser und seine Freunde die Nachricht von Nagls schwerer Knieverletzung (wir berichteten), die er sich in Argentinien zugezogen hatte. Was nun – die Reise also absagen? „Das kam für uns nicht in Frage“, sagt Haser. „Wir sind trotzdem runter gefahren.“ Die Entscheidung hat die neunköpfige Truppe nicht bereut.

Motocross: Fan-Gruppe in Pietramurata begeistert

Auch ohne dass Max Nagl am Start stand, war der Grand Prix für Haser und seine Kumpels ein Erlebnis. „Es war einfach super“, berichtete der Peißenberger. Beeindruckt hat ihn nicht zuletzt die lockere Atmosphäre an der Strecke: „Du hast dich jederzeit an jeden beliebigen Ort an der Strecke stellen können.“ Und auch die Motocross-Fans trugen das Ihrige zu einem besonderen Flair bei. „Es war alles fest in italienischer und slowenischer Hand“, sagt Haser. Die beiden „Lager“ waren insbesondere wegen der Topfavoriten Antonio Cairoli (Italien) und Tim Gajser (Slowenien) gekommen. Und dabei ging es mitunter turbulent zu. „Da wurden auch Bengalos und Rauchbomben gezündet“, berichtet Haser. Die Stimmung und auch die tollen Zweikämpfe zwischen Gajser (er gewann die Tageswertung in der MXGP-Klasse) und Cairoli tröstete die Reisegruppe aus dem Landkreis darüber hinweg, dass sie Max Nagl nicht in Action sehen konnte.

Zu einem Treffen mit dem Fahrer vom „KTM Sarholz Racing“-Team kam es letztlich dennoch – und da spielte Nagls Knieverletzung eine Rolle. Der 31-Jährige wird im Krankenhaus in Werneck (Unterfranken) behandelt. In den nächsten Tagen steht dort auch ein Termin an, bei dem ihm mitgeteilt wird, wann er wieder mit dem Training loslegen darf. Die Gelegenheit nutzt Nagl nun auch, um nach Weilheim zu reisen; am Sonntagabend saß er mit Haser und seinen Freunden vier Stunden im Restaurant „Korfu“ zusammen. „Er ist ein richtig smarter Typ, höflich und nett – und überhaupt nicht gestresst. Wir waren alle total amused“, sagt Haser nach dem Treffen.

Motocross-Ass Max Nagl ein Star ohne Allüren 

Die Gruppe „löcherte“ Nagl mit allerlei Fragen – und der WM-Dritte von 2016 und Vizeweltmeister von 2009 gab bereitwillig Auskunft. Überrascht waren die Freunde davon, wie viel ein Motocrossfahrer täglich trainieren muss, um auf WM-Niveau mithalten zu können. „Schwimmen, Radfahren, Laufen – das ist das Programm eines Triathleten“, sagt Haser. Nagl lieferte die Erklärung dazu gleich mit: Im Motocross spiele das Material nicht so eine große Rolle wie in anderen Motorsport-Arten. Mit Fitness und auch der richtigen Linienwahl auf dem jeweiligen Kurs sei Vieles möglich. Rückblickend war das private Treffen mit Max Nagl für Haser und seine Freunde sogar ergiebiger, als wenn es zu einem Kontakt während des Grand-Prix in Italien gekommen wäre. Dort hätte der WM-Pilot nur wenig Zeit gehabt, da das Geschehen an den Renntagen immer sehr eng getaktet ist.

Max Nagl hofft auf Comeback Anfang Juni 

Max Nagl, der zum Treffen in Weilheim noch mit Krücken erschien, hofft, dass er in ein paar Tagen von den Ärzten einen positiven Bescheid bekommt. Dann beginnt das Muskelaufbautraining – drei Wochen sind dafür nötig. „Das Knie muss stabil sein, damit nicht wieder etwas passiert“, sagt der KTM-Fahrer. In Argentinien hatte er sich – ohne Sturz – bei einem Sprung schwer verletzt, sowohl Innenband als auch Kreuzband und Knorpel wurden beschädigt.

Wieder ins Renngeschehen eingreifen will der Weilheimer, der in Lommel (Belgien) wohnt, beim zweiten Rennen der ADAC-MX-Masters in Möggers (1./2. Juni). Im Normalfall, so Nagl, dauert die Heilung einer Blessur, wie er sie erlitten hat, vier bis sechs Monate. Seit seiner Verletzung sind sechs Wochen vergangen – und am liebsten würde er sofort wieder loslegen. Haser und seine Freunde hoffen auch auf ein baldiges Comeback. Und irgendwann „wollen wir ihn auch live noch mal sehen.“

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