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Zufriedener Motocross-Profi: „Schön, wieder zurück auf dem Bike zu sein“, hat Max Nagl zu diesem Bild geschrieben, das er auf „Instagram“ veröffentlichte.

Motocross

Max Nagl: 400 Kilometer Anfahrt für zwei Tage Training

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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In Zeiten von Corona sind die Anforderungen mitunter groß. Davon weiß auch der Weilheimer Weltklassefahrer Max Nagl ein Lied zu singen.

Lommel/Weilheim – Am Vatertag wagte sich Max Nagl auf eher ungewohntes Terrain – der Motocross-Profi aus Weilheim unternahm eine Tour auf einem Gewässer mit einem Schlauchboot. Davor hatte der Familienvater nach einer Zwangspause (die Rennstrecken waren wegen des Coronavirus gesperrt) schon diverse Trainingseinheiten auf dem Motorrad absolviert. Und dafür hatte er auch viele Reisekilometer in Kauf genommen.

Motocross: In Frankenthal hat Max Nagl die Möglichkeit zum Training

Unter anderem hatte Nagl zusammen mit seinem Schützling Kevin Brumann (Schweiz) in Frankenthal (Pfalz) trainiert. Hin und zurück sind das knappe 800 Kilometer. „Das lohnt sich für einen Tag nicht. Deshalb sind wir hier geblieben, um zwei Tage Biketraining absolvieren zu können“, so Nagl gegenüber dem Fachmagazin „Speedweek“. Eigentlich hätte der Wahl-Belgier eine Strecke direkt vor der Haustür, doch der Kurs in Lommel war ruckzuck ausgebucht. „Sie haben dort über 600 Anfragen erhalten. Man muss sich 72 Stunden vorher per Internet anmelden und es wird jeder berücksichtigt, egal, ob Profi oder Hobbyfahrer“, so Nagl. In Frankenthal bekam das Duo schließlich eine Möglichkeit zum Training geboten. „Das hat alles sehr gut funktioniert. Die weite Reise hat sich auf jeden Fall gelohnt. Es ist einfach gut, wieder ein paar Runden auf dem Crossbike drehen zu können“, so Nagl. Mittlerweile konnte der Vizeweltmeister von 2009 und WM-Dritte von 2016 auch auf dem Track in Lommel diverse Runden absolvieren. Die Strecken in den Niederlanden standen ihm und Brumann zumindest bis dato nicht offen. „Dort werden nur Landsleute akzeptiert. Dort können wir als Deutsche und Schweizer leider im Moment nicht hin“, berichtete Nagl.

Motocross: Max Nagl muss sich auf eine Rumpfsaison gefasst machen

Er sei froh, wieder auf der Maschine sitzen zu können, so der Routinier. „Aber es gibt auch keinen zu großen Druck, denn vor September werden wir sicher kein Rennen haben.“ Die Organisatoren der ADAC-MX-Masters-Serie haben derweil ein „Termin- Update“ veröffentlicht. Terminupdate zum ADAC MX Masters. So ist im Herbst eine „Rumpfsaison“ mit zwei bis drei Veranstaltungen geplant.

Aufgrund des bestehenden Verbots von Großveranstaltungen in Deutschland bis mindestens zum 31. August kann ein Großteil der bislang geplanten Rennen nicht wie vorgesehen ausgetragen werden. Sollten die behördlichen Vorgaben es zulassen, dann finden nach aktuellem Stand Rennen in Fürstlich Drehna (5./6. September) und in Gaildorf (12./13. September) statt. Mit den Veranstaltern der Wettbewerbe in Möggers, Tensfeld und Bielstein, deren Rennen aufgrund des Veranstaltungsverbots an ihren geplanten Terminen abgesagt werden mussten, „wird eine Verschiebung in den Herbst geprüft“, so der ADAC auf seiner Homepage. Ganz ausfallen müssen die für Juli geplanten MX-Masters-Läufe in Holzgerlingen und Mölln. Eine Verlegung auf spätere Termine war laut ADAC nicht möglich.

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