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Comeback gelungen: Max Nagl (hier bei einem Training in Grevenbroich Anfang Februar) siegte am Wochenende in Kuwait mit dem Optimum von 50 Punkten. 

Motocross

Starkes Race-Comeback: Max Nagl dominiert in der Wüste

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Bei einem Rennen in Kuwait hat Motocross-Fahrer Max Nagl sein Renn-Comeback gegeben - und was für eines: Der Weilheimer fuhr allen anderen Teilnehmern auf und davon.

Kuwait – Der Kameramann für den Livestream war nicht zu beneiden. Immer, wenn er von Max Nagl auf die Verfolger zoomen wollte, musste er seit Gerät weit schwenken, bis mal ein Fahrer in den Fokus kam. Heiße Rand-an-Rad-Duelle? Fehlanzeige! Zu überlegen agierte Nagl beim „Kuwait International“-Rennen am Wochenende. Mit jeweils deutlichem Vorsprung gewann der KTM-Fahrer aus Weilheim die beiden Rennen in der MX1-Klasse.

Max Nagl: In allen Rennen auf Platz eins

Mit dem Wettbewerb wollte sich der Motorsport-Verband des Golfstaats als Ausrichter für einen künftigen Grand-Prix empfehlen. Bislang war in der Golf-Region Katar Gastgeber von Grand- Prix-Veranstaltungen. 2015 gewann Nagl in Katar die Tageswertung mit 50 Punkten. Der Kurs in Kuwait, den der in der Szene bekannte Kursbauer Greg Atkins konzipiert hat, „ist eine MXGP-würdige Strecke“, so Nagl.

Dass es in den Rennen der MX1-Klasse an Spannung mangelte, dürfte Nagl herzlich egal gewesen sein. Er hatte auf alle Fälle bewiesen, dass er nach seinen schweren Knieverletzungen im vergangenen Jahr wieder fit ist. Sein Hauptaugenmerk legt der 32-Jährige heuer eigenem Bekunden nach auf die ADAC-MX-Masters-Serie und die tschechische Meisterschaft. Womöglich wird er auch den ein oder anderen WM-Lauf bestreiten.

Max Nagl: Sieg in Kuwait mit 50 Punkten

In Kuwait fuhr Nagl im Zeittraining auf den ersten Platz. Die Abstände auf den Letten Toms Macuks (KTM) und den Esten Magi Indrek (Kawasaki) betrugen 1,518 bzw. 2,274 Sekunden. In den Wertungsläufen gewann Nagl jeweils den Start und bog als Erster in die erste Kurve ein. Danach setzte der Weilheimer sich schnell von den Verfolgern ab. Den ersten Lauf gewann er mit 22,9 Sekunden Vorsprung auf den Portugiesen Paulo Alberto (Yamaha). Im zweiten Rennen lag Nagl im Ziel satte 13,1 Sekunden vor dem Zweitplatzierten, Makucs. 

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