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Nagl fällt zweimal aus und gewinnt einen Preis

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Von: Paul Hopp

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Da half alles tüfteln nichts: „Husqvarna“-Fahrer Max Nagl schied beim Rennen in Glen Helen (Südkalifornien) in beiden Läufen aus und beendete die WM als Sechster. foto: J.P. Acevedo
Da half alles tüfteln nichts: „Husqvarna“-Fahrer Max Nagl schied beim Rennen in Glen Helen (Südkalifornien) in beiden Läufen aus und beendete die WM als Sechster. © J.P. Acevedo (Husqvarna)

Weilheim - Max Nagl blieb beim Grand-Prix der USA ohne Punkte - und fiel in der WM-Gesamtwertung zurück. Zugleich wurde er ausgezeichnet.

Dieses Saison-Finale, sagte Max Nagl, „war irgendwie typisch dafür, wie die zweite Hälfte der WM-Saison für mich verlief“. Beim abschließenden Grand Prix im kalifornischen Glen Helen schied der „Husqvarna“-Werksfahrer gleich in beiden Wertungsläufen aus. Null Punkte, so lautete das bittere Ergebnis für den Weilheimer. In der WM-Gesamtwertung wurde er vom Belgier Jeremy van Horebeek vom fünften auf den sechsten Platz verdrängt.

Einen Lichtblick gab es dann aber doch: Nagl wurde in Kalifornien als der beste Starter der Saison ausgezeichnet. Zehnmal ging er als Erster in die erste Kurve – damit war er in der MXGP-Klasse unerreicht. Der Weilheimer erhielt daher den „Holeshot-Award“, der mit immerhin 10 000 Euro dotiert ist. Zweitbester Starter war Antoni Cairoli (Italien), der auf sechs „holeshots“ kam. So wirklich trösten konnte der Preis Nagl aber nicht. Wie so oft in der zweiten Saisonhälfte haben „Dinge, die ich nicht kontrollieren kann, meine Ergebnisse bestimmt“. Im ersten Wertungslauf stoppte ein technischer Defekt den Deutschen. Im zweiten Wertungslauf ging Nagl als Dritter in die erste Kurve, doch bei einem heftigen Sturz wurde sein Motorrad so schwer beschädigt, dass er aufgeben musste. „Ich habe irgendein Werbeschild an der Strecke berührt und bin dann in die Absperrung gekracht.“ Dabei gingen der Hebel für die Hinterradbremse und die Kupplung kaputt. „Ein Weitermachen war unmöglich“, sagte Nagl. In Richtung von „Husqvarna“ sagte er: „Wir haben als Team so viel erreicht in dieser Saison, da ist so ein Ende sehr enttäuschend.“

Mehr als die Hälfte der 18 Rennen umfassenden Saison dominierte Nagl das Geschehen, holte insgesamt 13 Podestplätze und führte geraume Zeit die WM-Wertung an. Beim zehnten Grand-Prix, der in Teutschenthal (Sachsen-Anhalt) ausgetragen wurde, verletzte sich der Weilheimer jedoch schwer am Fuß und musste operiert werden. Fünf WM-Rennen (und damit zehn Wertungsläufe) verpasste Nagl dadurch. Der WM-Titel war dadurch futsch. In den vergangenen Rennen hatte Nagl noch mit Trainingsrückstand zu kämpfen, beim Grand Prix in den Niederlanden in Assen sprang immerhin ein sechster Rang in der Tageswertung heraus.

Am kommenden Wochenende steht Nagl und dem Rest der Topfahrer noch ein besonderes Rennen bevor. Beim „Motocross of Nations“ in Ernée (Frankreich) kämpft der Weilheimer mit Henry Jacobi und Dennis Ulrich um den prestigeträchtigen Titel des Team-Weltmeisters. 

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