Viele Motorräder, viele Zuschauer: Beim Alpencup des AMC Penzberg war auf und neben der Strecke einiges los. Das Foto zeigt eine Szene aus einem Lauf der MX2-Klassen, die am Samstag fuhren. foto: ruder
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Viele Motorräder, viele Zuschauer: Beim Alpencup des AMC Penzberg war auf und neben der Strecke einiges los. Das Foto zeigt eine Szene aus einem Lauf der MX2-Klassen, die am Samstag fuhren.

Alpencup-Motocross beim AMC Penzberg

Furioses Finale für die Traditionsstrecke

Landkreis - Es war ein "grande finale": Beim letzten Rennen auf der Motocross-Strecke des AMC Penzberg waren noch einmal spannende Läufe zu sehen.

Sein eigener Laufsieg interessierte Valentin Kees gar nicht mehr groß. Mit deutlichem Vorsprung war der Neunjährige aus Schwabniederhofen in der 65-ccm-Klasse ins Ziel gekommen, hatte sich ein paar Glückwünsche abgeholt und seine Maschine abgestellt. Ein kurzes Siegerinterview? „Nein, will ich nicht“, sagte der Knirps – und eilte gleich weiter an die Rennstrecke. Dort hatte gerade die Klasse „MasterPro“ ihren ersten Lauf begonnen. Welcher Motocrosser will schon reden, wenn er derweil packende Duelle und weite Sprünge sehen kann? Na eben.

Beim KTM-Kini-Alpencup auf der Strecke des AMC Penzberg zwischen Habach und Dürnhausen gab es interessante Rennen am laufenden Band. Rund 300 Teilnehmer aus Deutschland und dem benachbarten Ausland waren in zwölf Klassen am Start. Am ersten Tag spielte das Wetter nur teilweise mit, trotz Regenschauern war der Kurs aber gut zu befahren. Am zweiten Tag herrschten bei strahlendem Sonnenschein beste Bedingungen. Hunderte Zuschauer, darunter viele Familien mit Kindern, wohnten den Rennen bei. Es war ein passender Rahmen für eine Abschiedsvorstellung.

Wie berichtet, kommt für die Motocross-Strecke des AMC Penzberg nach 30 Jahren das Aus. Auf dem Areal wird ein Gewerbegebiet der Gemeinde Habach entstehen. Bei vielen herrschte deshalb Wehmut. „Ich habe echt einen Knödel im Hals“, sagte Rennleiter Georg Gundhardt, als er sich per Mikrofon ans Publikum wandte, um Fahrern und Zuschauern die Situation zu erklären.

Wie beim Alpencup, einer lizenzfreien Rennserie, üblich, waren vornehmlich Hobbyfahrer am Start. Aber auch einige prominentere Piloten hatten den Weg nach Penzberg gefunden. Dazu zählten Dennis Baudrexl (Deutschland) und Felix Neurauter (Österreich). In der „Inter/Super Class“ bestimmten sie schon im Zeittraining das Geschehen. In 1:44 Minuten umrundeten sie den 1900 Meter langen Kurs – da kam kein anderer heran. Beindruckend geriet die Vorstellung von Stefan Dirnhofer bei den „MasterPro“. Das AMC-Original zeigte schon im ersten Lauf Racing vom Feinsten und ließ in seiner Klasse der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Zusätzlich war Dirnhofer mit der Planierraupe im Einsatz und sorgte dafür, dass auf der Strecke die Bodenverhältnisse stimmten. Nicht ganz vorn, aber zumindest im Vorderfeld der „MasterPro“ mischte Martin Grünwald mit. Der Huglfinger war angesichts seiner Vorbereitung („null Training“) aber zufrieden.

Einige Verletzte hatte die Penzberger Bergwacht, die den Sanitätsdienst leistete, zu versorgen. Das Ganze bewegte sich aber im „normalen Bereich“, so die Bergwachtler. Und Valentin Kees? Der ließ sich dann doch noch entlocken, dass er „schon zufrieden“ war und ihm die Strecke „sehr gut“ gefällt. Im zweiten Lauf fuhr Kees als Dritter ins Ziel und wurde damit 65-ccm-Tagessieger.

Ergebnisse:

65 ccm: 1. Valentin Kees (Schwabniederhofen) 45 Punkte, 2. Maxi Gschwentner (AUT) 43, 3. Johannes Wibmer (AUT) 36, 4. Maximilian Wohlfarter (ITA) 36, 5. Nico Berkmann (AUT) 36

85 ccm: 1. Florian Lion 50, 2. Hannes Hotter (AUT) 40, 3. Georg Stolzlechner (ITA) 40, 4. Tim Linninger (Freising) 32, 5. Christian Löffler (AUT) 31

MX2-Hobby: 1. Lukas Stuppner (ITA) 50, 2. Arni Oswald (Schongau) 42, 3. Felix Stuppner 38, 4. Daniel Bals (AUT) 32, 5. Andreas Baab (Peiting/Birkland) 31, ... 8. Max Grauer (Burggen) 28, 10. Amadeus Maier (Rettenbach) 21

MX2-Sport: 1. Richard Kreidl (AUT) 50, 2. Florian Hellrigl (AUT) 42, 3. Manuel Perkhofer (AUT) 40, 4. Tobias Ebster (AUT) 38, 5. Thomas Neid (AUT) 32

MasterPro: 1. Stefan Dirnhofer (Krün) 50, 2. Erich Schiefer (ITA) 42, 3. Norbert Lantschner (ITA) 42, 4. Robert Binder (AUT) 34, 5. Martin Niedermaier (ITA) 32,. ... 7. Martin Grünwald (Huglfing) 28, 12. Karl Skornsek (Hohenpeißenberg) 17, 14. Siggi Pöschl (Penzberg) 14, 19. Alfred Ziegler (Windach) 3

ProSenior: 1. Christian Hilbe (AUT) 47, 2. Konrad Pichler (ITA) 40, 3. Enrico Fröhle (AUT) 40, 4. Jörg Schlichter (Obermühlhausen) 39, 5. Christian Hager (Rottenbuch) 34

InterClass: 1. Patrick Laiminger 120, 2. Ludwig Felber 118, 3. Tobias Judemann 116, 4. Simon Pfattner (ITA) 111, 5. Lukas Feurstein (AUT) 109, 6. Korbinian Pöschl 106, 7. Anton Berwein (Wallgau) 105

SuperClass: 1. Dennis Baudrexl (Beuerberg) 197, 2. Lukas Neurauter (AUT) 195, 3. Christoph Rothhaupt (AUT) 188, 4. Martin Bechter 187, 5. Florian Hellrigl (AUT) 182, ... 8. Andreas Huber (Iffeldorf) 176, 13. Thomas Gundhardt (Penzberg) 166

HobbyClass A: 1. Thomas Streif (Rottenbuch) 50, 2. Johann Roth (AUT) 38, 3. Marco Wolf (AUT) 35, 4. Robert Singer (Kochel) 34, 5. Andreas Baab (Peiting/ Birkland) 29, ... 8. Toni Geierstanger (Wallgau) 26, 10. Kris Mühlberger (Halblech) 18

HobbyClass B: 1. Markus Stanzl (Edling) 43, 2. Gerhard Mur 42, 3. Andreas Vetterl 42, 4. Christian Strobl 32, 5. Josef Berwein (Wallgau) 26

HobbyClass C: 1. Josef Raili (Wessobrunn) 50, 2. Bernhard Rausch 40, 3. Stefan Lutz 37, 4. Lukas Moosbrugger (AUT) 33, 5. Rudolf Aigster (Vilgertshofen) 32 50 ccm: 1. Sebastian Mann (Tussenhausen) 47, 2. Kevin Geiger (Kissing) 43, 3. Peklajs Jaka (SLO) 42, 4. Alessandro Frua (Starnberg) 38, 5. David Jost (Vorderhindelang) 31

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