Wieder ganz oben: Max Nagl (Mitte) gewann in Dalecin vor Pascal Rauchenecker (links) und Václav Kovár.
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Wieder ganz oben: Max Nagl (Mitte) gewann in Dalecin vor Pascal Rauchenecker (links) und Václav Kovár.

Motorsport

Erstes Rennen seit Februar - und Max Nagl liefert sofort

  • Paul Hopp
    vonPaul Hopp
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    Phillip Plesch
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Vielleicht waren die Zuschauer am Streckenrand besonders motivierend. Max Nagl zog beim ersten Rennen seit mehreren Monaten jedenfalls eine positive Bilanz.

Weilheim – Die Zeit des Wartens hat ein Ende. Erstmals seit Ende Februar durfte Max Nagl in der vergangenen Woche wieder ein Rennen bestreiten. Und der Motocrossfahrer aus Weilheim lieferte. Den Auftakt der tschechischen Meisterschaft in Dalecin (zwischen Prag und Brünn gelegen) gewann der 32-jährige MX1-Fahrer direkt. Seinen Erfolg durften sogar Zuschauer am Streckenrand verfolgen – unter bestimmten Auflagen.

„Die Organisation war perfekt. Alle Zuschauer haben sich an die Vorschriften gehalten und das Konzept der Zuschauersektoren hat hervorragend funktioniert“, sagte Nagl gegenüber dem Fachmagazin „Speedweek“. Die Zuschauer erhielten nämlich nur Eintrittskarten für bestimmte Sektoren, die sie nicht verlassen durften. Ein solches Konzept könnte sich Nagl auch für die WM-Läufe vorstellen. Aber auch sonst war der 32-Jährige bis auf einen Punkt voll des Lobes: „Die Strecke war eine tolle Naturstrecke. Nur das Fahrerlager war sicherlich für heutige Anforderungen nicht groß genug, wenn die Teams mit ihren Trucks anreisen.“

Motorsport: Zweiter Lauf in Dalecin wegen mehrerer Stürze abgesagt

Von Platz drei war Nagl, der für das „Haas Racing“-Team startete, in den ersten Lauf gegangen. Mit 6,4 Sekunden Vorsprung auf Pascal Rauchenecker (KTM) und den ebenfalls WM-erfahrenen Tschechen Václav Kovár (KTM) gewann er diesen. Zu einem zweiten Lauf kam es in der MX1 nicht. Aufgrund mehrere Stürze in den anderen Klassen, die sogar mehrmals den Rettungshubschrauber zum Einsatz zwangen, sagten die Organisatoren ihn ab. Laut „Speedweek“ war das medizinische Personal an der Strecke bereits so ausgelastet, dass man die Sicherheit der Fahrer im Falle weiterer Unfälle nicht hätte garantieren können.

Motorsport: Dieses Wochenende bestreitet Nagl weiteres Rennen in Tschechien

So kam Nagl eben ungewollt schneller zu seinem Erfolg. Für diverse Trainingseinheiten und Sponsorentermine blieb der Weilheimer gleich in Tschechien. An diesem Sonntag steht in Kaplice das zweite Rennen der Serie auf dem Programm. Dorthin reist Nagl mit einem guten Gefühl. „Ich bin in sehr guter Verfassung, denn ich habe in den vergangenen Monaten intensiv trainiert“, sagte er. „Mir geht es gut und ich freue mich schon auf die kommenden Rennen.“ Danach geht’s nach Petroivice (26. Juli).

Motorsport: Für Nagl stehen fünf Rennen im Herbst auf dem Programm

Für einige Rennen müssen noch genaue Termine gefunden werden. In Tschechien und Slowenien werden seit Mitte Juni wieder Motocross-Wettbewerbe ausgetragen. Die Teilnahme an der tschechischen Meisterschaft stand schon am Jahresanfang auf dem Plan von Nagl. Damals war von Corona noch keine Rede und der MX1-Fahrer hatte sein Augenmerk vor allem auf die ADAC-MX-Masters gelegt. In diesem Zusammenhang gibt es noch keine Neuigkeiten. Geplant sind fünf Rennen im Herbst. Ob Fürstlich Drehna (6. September) und Gaildorf (13. September) stattfinden können, ist aber mehr als fraglich, denn die Bundesländer wollen ein Verbot von Großveranstaltungen bis Ende Oktober ausdehnen. In Tschechien werden nach aktuellem Stand sogar Zuschauer an der Rennstrecke erlaubt sein. Es gibt drei Sektoren, in denen sich jeweils 1000 Fans aufhalten dürfen.

Nagl hat in diesem Jahr schon Rennen absolviert. Ende Februar war er bei einem Exhibition-Race in Kuwait am Start. Mit dem Event wollte sich der dortige Motorsport-Verband für die Ausrichtung eines WM-Grand-Prix empfehlen. Der Weilheimer gewann beide Wertungsläufe in der MX1-Klasse souverän, damit entschied er auch die Tageswertung zu seinen Gunsten.

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