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Die Schräglage gehört dazu: Dennis Helfer (vo.) hat zuletzt mehrere gute Ergebnisse erzielt.

Speedway

Dennis Helfer peilt den Titel-Hattrick an

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Die Wege zu seinen Wettkämpfen waren weit. Doch die Fahrerei hat sich für den Weilheimer Speedway-Pilot Dennis Helfer zumeist gelohnt. 

Weilheim – Bei der Sportlerehrung der Stadt Weilheim ist Dennis Helfer regelmäßiger Gast. Der Speedway- und Langbahnfahrer (27) aus Weilheim fährt seit Jahren deutschlandweit Podestplätze ein. Und es sieht so aus, als sollte Helfer auch im kommenden Jahr wieder zur Sportlerehrung der Kreisstadt geladen werden. In den vergangenen Wochen heimste er diverse Podestplätze ein.

Am Christi-Himmelfahrts-Tag bekam Helfer beim 119. ADAC-Sandbahnrennen für seinen dritten Platz in der so genannten Nationalen Klasse einen Pokal überreicht. An dem Wettbewerb in Rheinland-Pfalz nahmen auch Fahrer aus den Niederlanden und Großbritannien teil. Helfer erreichte zwei Laufsiege und einen zweiten Platz, damit qualifizierte er sich als Zweiter fürs Finale der sechs Punktbesten. Dort lief es für den Weilheimer jedoch nicht nach Wunsch, er musste sich mit dem fünften Rang zufrieden geben und sammelte so nur noch einen Zähler. Mit 15 Punkten landete er in der Gesamtwertung hinter dem Niedersachsen Fabien Neid (19 Punkte) und dem Briten Charley Powell (18) auf dem Bronzeplatz. Der Wettbewerb in Herxheim fand im Rahmen des Langbahn-Grand-Prix statt, bei dem der Deutsche Michael Härtel vor über 14.000 Zuschauern als Dritter überzeugte.

Maximal erfolgreich: Dennis Helfer (Mi.) gewann auf der Sandbahn in Dingolfing mit drei Laufsiegen.

Ganz klar Chef im Ring war Helfer beim Sandbahnrennen in Dingolfing, das zugleich der Auftakt zur süddeutschen Bahnmeisterschaft darstellte. Der Weilheimer gewann das B-Lizenz-Rennen (500ccm) mit dem Maximum von drei Laufsiegen. „Schon im Training ging er die Sache richtig aggressiv an und war sehr schnell“, heißt es in einer Mitteilung des „Racing Teams Helfer“. Die Starts gelangen, obendrein fand er auf der Bahn die richtige Linie. Helfer hat damit den ersten Schritt zu einer erfolgreichen Titelverteidigung getan. In den Jahren 2016 und 2015 hat er die süddeutsche Bahnmeisterschaft für sich entschieden. Der souveräne Auftritt in Dingolfing ist umso erstaunlicher, als Helfer tags zuvor noch ein Grasbahnrennen im knapp 900 Kilometer entfernten Eenrum bei Groningen absolvierte. Auf der ihm bis dato unbekannten Bahn landete er in einer stark besetzten Konkurrenz auf dem 13. Platz. In der Nacht ging es dann nach Dingolfing.

Nur eine Woche später war für Helfer erneut ein Reisemarathon angesagt. In Diedenbergen (Hessen) stand der Lauf zum Speedway-Team-Cup (entspricht der 2. Bundesliga) auf dem Programm. Helfer trat dort mit der neugegründeten Mannschaft des AMC Haunstetten/Bund Bayerischer Motorsportler (BBM) an – und taten das „mit gemischten Gefühlen“, wie der Weilheimer berichtete. Die anderen Teams hatten Erstliga-Fahrer aufgeboten, „was eigentlich nicht im Sinne dieser 2. Liga ist“, so Helfer. Er war an der Top-Position seines Teams gesetzt, obwohl er sich mühte, reichte es für ihn nicht zu Punkten. Das Team musste sich mit dem letzten Platz hinter Olching, Neuenknick und Diedenbergen zufrieden geben.

Über Nacht ging es dann nach Roden (Niederland) zu einem internationalen Sandbahnrennen. Das Training verlief für Helfer gut, doch die Bahn wurde von Lauf zu Lauf schwieriger zu befahren. In seinem dritten Lauf hatte Helfer noch die Chance aufs Halbfinale. Nach dem Start fuhr er auf dem dafür nötigen dritten Platz, doch wurde die Maschine immer langsamer. Als Vierter fuhr er über die Ziellinie, „danach war der Motor Schrott“, so Teamchef Klaus Helfer. „Ärgerlich, aber das ist Racing“. 

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