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Markus Durst überrascht in München

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Von: Paul Hopp

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Erfolgreich im Olympiapark: Manuel Tanzer (links) und Markus Durst nahmen ihren ärgsten Verfolgern drei Runden ab. foto: privat
Erfolgreich im Olympiapark: Manuel Tanzer (links) und Markus Durst nahmen ihren ärgsten Verfolgern drei Runden ab. © privat

Wielenbach – Die schönsten Siege sind die, die ganz unerwartet passieren. Einen solchen feierte der Wielenbacher Markus Durst beim 24-Stunden-Rennen in München.

Gemeinsam mit Manuel Tanzer aus Garmisch-Partenkirchen gewann der 38-Jährige den Wettbewerb der Zweier-Teams. Und das auch noch souverän, mit drei Runden Vorsprung auf das zweitplatzierte Team. Für Durst ging damit „der Traum in Erfüllung, bei so einem großen Rennevent auf dem Podium zu stehen“, wie der Familienvater mitteilte. Den anspruchsvollen 6,4-Kilometer-Rundkurs, der rund 100 Höhenmeter beinhaltete, absolvierte das Duo im Wechsel in 23:26:50 Stunden insgesamt 65-mal, was 416 Kilometern entspricht.

Tanzer und Durst, die beide unter dem Namen „Pfeishütte.at“ ins Rennen gingen, bestimmten von Beginn an das Geschehen bei den Zweier-Teams. Nach drei Stunden hatten sich die beiden bereits einen Vorsprung von fast einer Runde erarbeitet. In der Anfangsphase – das Rennen wurde um 12 Uhr gestartet – herrschten Temperaturen um die 33 Grad. In der Folge hielten Durst/Tanzer das Tempo weiter hoch, um sich vor den Nachtstunden, in denen die Fahrt besonders fordernd ist, eine beruhigende Führung herauszufahren. Das gelang den beiden. Durst und Tanzer ließen sich auch von einer mehrstündigen Pause – bedingt durch ein heftiges Gewitter – nicht aus dem Konzept bringen. Beide nutzten die Zwangspause, um sich zu regenerieren.

Drei Stunden vor dem Ende des Rennens hatten sie auf die Konkurrenten schon drei Runden herausgefahren. In der Folge reduzierten Durst und Tanzer ihr Tempo, um ihre Körper zu schonen und auch keine technischen Defekte mehr zu riskieren. Von mehreren hundert Zuschauern wurden sie schließlich im Zielbereich empfangen. Einen respektablen vierten Platz bei den Zweier-Teams erreichten Christian Seelos und Michael Strauss vom Ski-Club Peiting. Beide schafften 61 Runden.

Durst, der im Bereich „Maschinenbau“ arbeitet, war schon des Öfteren bei Mehrstunden-Rennen in Aktion. Bei der 12-Stunden-Weltmeisterschaft am Weilheimer Gögerl fuhr er im vergangenen Jahr in der Männer-Hauptklasse auf den 19. Rang unter 30 Fahrern. Den 6-Kilometer-Rundkurs umrundete er 29-mal. Auch beim „Schatzbergrennen“ in Dießen, bei dem es um die 12-Stunden-Europameisterschaft geht, war der Wielenbacher im Vorjahr als Einzelfahrer dabei. Mit 27 Runden á 7,8 Kilometer belegte er in seiner Klasse den elften Platz.

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