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Musste kämpfen: Stefan Rückner vom TSV Penzberg. 
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Fitte Obersöcheringer: Das Foto zeigt die Läufer des SV Söchering und deren Begleiter, die zum München-Marathon gereist waren. Die Frauen gewannen dabei als Staffel eine Wette gegen Einzelläufer Andreas Kohlhund (3.v.l.).
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Hat nichts verlernt: Hugo Mann vom TSV Penzberg siegte in der M-65. das Foto zeigt ihn am Odeonsplatz.
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Zurecht stolz auf die Medaillen: die Frauen-Staffel des SV Söchering.

Leichtathletik

Hugo Mann nicht aufzuhalten: Meister-Titel beim Marathon-Comeback

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Mehr als 21 000 Teilnehmer gingen beim München-Marathon auf die verschiedenen Strecken. Diverse Läufer aus dem Landkreis lieferten starke Auftritte ab, dazu gehörten nicht zuletzt zwei Penzberger.

München – Drei Jahre lang hatte Hugo Mann keinen Marathon mehr absolviert. Bei seinem Comeback, das er am Wochenende beim München-Marathon gab, bekam der Athlet des TSV Penzberg gleich eine Goldmedaille überreicht. Mann erreichte als souveräner Sieger in der Altersklasse M-65 die Ziellinie im Olympiastadion und holte sich damit den bayerischen Meistertitel. Obwohl er mit 3:10:07 Stunden mehr als 15 Minuten über seiner Bestzeit blieb, war der Penzberger mehr als zufrieden: „Aufgrund der fehlenden langen Läufe in der Vorbereitung hatte ich ab Kilometer 30 muskuläre Probleme. Trotzdem bin ich mit meiner Zeit und dem Ergebnis glücklich.“

Nachdem er im September Silber (Halbmarathon) und Bronze (10 000 Meter) bei der Senioren-EM gewonnen hatte, blieb wenig Zeit für die spezifische Marathonvorbereitung. Mann lief nie weiter als 32 Kilometer. „Ich war etwas verunsichert vor dem Start. Doch mit dem Startschuss hatte ich das Gefühl, dass ich flotter loslaufen sollte als eigentlich geplant“, berichtete er.

München-Marathon: Hugo Mann hat alles unter Kontrolle 

Die Halbmarathonmarke am Chinesischen Turm passierte er nach 1:32 Stunden. „Bis auf die letzten zwei Kilometer hatte ich immer das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben. Doch Kilometer 41 und 42 fühlten sich dann nicht mehr wirklich komfortabel an“, so Mann. Auf den Zweitplatzierten hatte er 16 Minuten Vorsprung.

Dem zweiten Starter des TSV Penzberg fehlten derweil sieben Minuten auf die Bronzemedaille bei der Landesmeisterschaft. Stefan Rückner war mit seiner Zeit von 3:07:50 Stunden und Rang vier in der M-45-Klasse überhaupt nicht zufrieden. Beim zweiten Marathon seiner Laufbahn bekam er nach 15 Kilometern schwere Beine und spielte mit dem Gedanken, das Rennen vorzeitig zu beenden. „Obwohl ich eine sehr gute Vorbereitung hatte, ging heute einfach nichts“, so der Penzberger. Bis zur Halbmarathonmarke lag er noch auf Kurs, doch vor allem auf den letzten zehn Kilometern musste er kämpfen – zumal es mit rund 25 Grad für Oktober ungewohnt warm war.

München-Marathon: Paul Duckeck bleibt deutlich unter drei Stunden 

Deutlich unter drei Stunden blieb ein weiterer Penzberger, Paul Duckeck. Der 24-Jährige, der für den TSV Benediktbeuern-Bichl startet und vor allem als Mountainbiker bekannt ist, lief nach 2:57:57 Stunden ins Ziel. Sein durchschnittliches Tempo betrug stolze 14,2 km/h. In der Männer-Hauptklasse (bis 29 Jahre), in der Lukas Lance (VfL Murnau/2:38:38) siegte, landete der Penzberger auf dem 16. Rang. Duckeck war nicht in der Wertung zur bayerischen Meisterschaft angetreten. Nur ganz knapp verfehlte Dominic Wimmer eine Zeit unter drei Stunden. Der Triathlet des Post SV Weilheim finishte nach 3:00:17 Stunden, was ihm in der M-35 den 21. Platz unter knapp 500 Teilnehmern bescherte.

Ein halbes Dutzend weiterer Landkreis-Läufer blieb unter der Vier-Stunden-Marke, was für Hobby-Athleten eine beachtliche Leistung darstellt. Bester des Sextetts war Dirk Schumacher (M-50/Post SV Weilheim) mit 3:32:43 Stunden. Schnell waren zudem Christoph Hendricks (M-40/3:34:36) aus Iffeldorf, Alexander Finke (M-30/3:43:52) aus Penzberg, Andreas Kohlhund (M-35/3:47:12) vom SV Söchering, der Pollinger Martin Pröbstl (M-30/3:48:21) sowie der Penzberger Mario Pförtsch (M-40/3:56:55). Kohlhund war „happy über eine neue Bestzeit, aber nicht zufrieden mit einer zweiten Hälfte von 2:01 Stunden“. 

München-Marathon: Andreas Kohlhund disponiert kurzfristig um 

Der Obersöcheringer hatte sich kurzfristig für die 42,195 Kilometer entschieden. Eigentlich wollte Kohlhund mit dem SV Söchering in der Marathon-Staffel laufen. Doch die war voll besetzt, und so disponierte der Coach um. Die erste Hälfte absolvierte Kohlhund in 1:46 Stunden. Ab Kilometer 33 „machten sich die fehlenden langen Läufe deutlich bemerkbar“. Rund drei Kilometer vor dem Ziel packte Kohlhund der Ehrgeiz, mit einer Bestzeit nach Hause zu fahren – „ich ignorierte die Schmerzen und lief wieder schneller“. Der letzte Kilometer war sein schnellster im Rennen.

München-Marathon: SV Söchering holt Podestplatz bei den Staffeln  

Die Staffel des SV Söchering trat als reine Frauen-Gruppe an. Die Youngster Sophia Aigner (11,2 Kilometer/59:33), Elena Stadler (10 Km/48:41) und Marlene Blum (5,7 Km/32:58) liefen mit Julia Nebl (15,4 Km/1:13:43). Mit 3:34:56 Stunden holte sich das Quartett den dritten Platz unter 78 Frauen-Staffeln. Die Trainer waren stolz, zumal die drei jungen Läuferinnen ihre bislang längsten Strecken absolviert hatten. Und wieder hatte die SVS-Staffel die traditionelle Wette gegen Coach Kohlhund gewonnen. Dabei muss der, der die langsamere Marathonzeit vorweist (Einzelläufer oder Staffel) ein Pizza-Essen zahlen.

Unter den über 500 Mixed-Staffeln landeten die „Roadrunners Habach“ mit Platz 24 (3:25:53) im Vorderfeld. Martin Biedermann (57:26), Kathi Wagner (47:40), Sina Hoiss (34:22) und Georg Hoiss (1:06:23) lieferten eine starke Vorstellung ab.

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