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Nach Mittelamerika-Trip zur Bestleistung

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Von: Paul Hopp

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Trotz mehrwöchigen Urlaubs gleich wieder ín Bestform: Bei der Kreis-Einzelmeisterschaft in Penzberg knackte Christian Lindner als einziger Kegler die 600-Holz-Marke. foto: gronau/archiv
Trotz mehrwöchigen Urlaubs gleich wieder ín Bestform: Bei der Kreis-Einzelmeisterschaft in Penzberg knackte Christian Lindner als einziger Kegler die 600-Holz-Marke. © Gronau Archiv

Weilheim - Christian Lindner von Frischauf Weilheim glänzte bei der Einzel-Meisterschaft mit einem persönlichem Rekord. Er schob 618 Holz.

So recht konnten es die anderen Spieler nicht glauben, dass Christian Lindner in seinem Urlaub keine Kegelkugel angerührt hatte. Es wurde schon gefrotzelt, „ich sei die vier Wochen im Trainingslager gewesen“, erzählt der 34-Jährige vom SKC Frischauf Weilheim mit einem Lachen. War er aber nicht. Gemeinsam mit der Freundin unternahm er eine Rucksacktour durch Mittelamerika; Nicaragua, Panama und Costa Rica waren die Stationen. Kegeln – das war für Christian Lindner weit weg. Am Tag nach der Ankunft in Deutschland trat er wieder auf die Bahn. Der Endlauf der Bezirksvorentscheidung im Kreis „Zugspitze“ stand auf dem Programm. Und obwohl untrainiert, legte Lindner einen ganz feinen Auftritt hin. Mit 618 Holz (220 im Abräumen) erzielte er in Penzberg die Tagesbestleistung und holte so den Einzel-Titel bei den Männern im Kreis „Zugspitze“.

Das Ergebnis „freut mich wirklich“, sagt Lindner. Die 618 Holz bedeuteten zugleich eine persönliche Bestleistung über 120 Wurf. Ob er damit nun auch den Bahnrekord in Penzberg innehat, „weiß ich gar nicht“, sagt Lindner. Seine offizielle, im Wettkampf erzielte Bestleistung lag bislang bei 606 Holz. Gespielt hatte er diesen Wert im vergangenen November im Regionalliga-Heimkampf gegen den TSV Baar-Ebenhausen. Im Training hat er schon einmal 628 Punkte geschafft. Dass er im Endlauf der Kreis-Meisterschaft so auftrumpft, damit hatte der Maschinenbautechniker nicht gerechnet: „Mein Ziel war nur, eine Runde weiterzukommen.“ Um sich für die oberbayerischen Meisterschaften zu qualifizieren, war ein Platz unter den besten Acht gefordert. Lindner befand sich nach dem Vorlauf, der im November in Peiting ausgetragen worden war, mit 587 Holz an der dritten Stelle. Der Abstand zur Spitze war schon beträchtlich: Hubert Resch vom Landesligisten SKC Eberfing hatte in der ersten Runde mit 642 Holz geglänzt. Auf Platz zwei lag Bundesliga-Spieler Thomas Aigner, der 596 Holz erreicht hatte. Das Feld hinter Lindner war dicht gedrängt, mit einem schlechten Ergebnis hätte er noch aus den Top-Acht herausfallen können.

Der 34-Jährige, der aus Wilzhofen stammt und mittlerweile in München wohnt, lief schließlich auf der Bahn am Josef-Boos-Platz zur Hochform auf. Als einziger bei den Männern knackte er an diesem Tag im Spiel über 120 Wurf die 600er-Marke. In Penzberg „ist das kein alltägliches Ergebnis“, findet Lindner. „Es ist dort nicht so einfach.“ Der Zweitbeste des Endlaufs, Lindners Vereinskollege Michael Heinfling, kam auf 575 Holz. Da die Hauptkonkurrenten Resch (527) und Aigner (561) deutlich hinter ihm zurückblieben, verbesserte sich der Mann von Frischauf Weilheim sogar noch auf Platz eins. Einzel-Meister im Zugspitz-Kreis – das hatte Lindner bei den Erwachsenen bis dato noch nicht geschafft. Der Wettkampf war in dieser Saison außerdem stark besetzt: So ließ Lindner unter anderem drei Landesliga- und drei Bundesliga-Spieler hinter sich. Peter Hitzlberger aus Peiting, 2014 bayerischer Vize-Meister und Dritter der deutschen Meisterschaften, musste sich diesmal mit dem sechsten Gesamtplatz zufriedengeben.

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