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Zu schnell für alle anderen: Max Weigand war beim 10-Kilometerlauf in München schon längst auf dem Rückweg zum Ziel, da lief der Großteil des Teilnehmerfeldes noch in Richtung des Wendepunktes. Foto:

Leichtathletik

Der nächste Rekordlauf von Max Weigand

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Er wird schneller und schneller: Max Weigand vom TSV Penzberg hat das 10-Kilometer-Rennen beim München-Marathon gewonnen - mit Vereinsrekord.

Landkreis – Die Kommentare, die Max Weigand für seinen Auftritt erhielt, waren eindeutig. Sie reichten von „Genialer Schlussspurt!“ über „Ich verneige mich vor Dir...“ bis hin zu „Wow, amazing result“. Der 22-jährige Penzberger ist nach seiner Rückkehr aus den USA (in Florida hatte er studiert) in diesem Wochen wahrlich in einer Topform – und sorgt für Rekorde am laufenden Band.

Beim 15-Kilometer-Crosslauf in Moosham und beim Halbmarathon im Rahmen des „Hapfelmeier-Laufs“ in Polling verbesserte Weigand binnen 24 Stunden den jeweiligen Streckenrekord. Jüngster Coup: Beim 10-Kilometer-Lauf im Rahmen des München-Marathons gewann Weigand mit der Zeit von 32:09 Minuten. Das ist sowohl persönliche Bestzeit als auch Vereinsrekord. Die klubinterne Bestmarke von Christian Oppel (32:39 Minuten/aufgestellt im September 2017) verbesserte Weigand um satte 30 Sekunden.

Bis kurz vor dem Ziel im Olympiastadion sah es nicht so aus, als ob der Penzberger gewinnen könnte. Eingangs des Stadions – auf der Tartanbahn waren noch einige Meter zu laufen – lag Weigand 100 Meter hinter dem Franzosen Romain Garrivier. „Als ich auf die Tartanbahn lief, habe ich noch einmal alle meine Kräfte mobilisiert. Ich merkte, wie ich immer näher kam. Und 50 Meter vor dem Ziel bin ich letztendlich vorbeigezogen“, schilderte der Masters-Student die Schlussphase. Als Weigand an dem Franzosen vorbeizog, konnte dieser nicht mehr kontern, da er nach eigener Aussage den Penzberger nicht näher kommen sah.

Eigentlich hätte Garrivier mit Weigand durchaus noch rechnen müssen, denn nach drei Kilometern lag dieser deutlich vor dem Rest des Feldes. Als es dann auf der Leopoldstraße zum Wendepunkt ging, überholte der Franzose den Penzberger und vergrößerte seinen Vorsprung. Aber Weigand ließ nicht locker und versuchte, den Rückstand nicht zu groß werden zu lassen.

Dass es noch zum Sieg reichen würde, damit hatte der 22-Jährige auch nicht unbedingt gerechnet, denn aufgrund seines hohen Anfangstempos hatte er schon etwas müde Beine. „Ich bin den ersten Kilometer in 3:02, den zweiten in 3:06 Minuten gelaufen. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich noch gut und dachte, dass ich das Tempo durchziehen könnte.“ Letztendlich konnte er das Tempo nicht halten, trotzdem war er mehr als zufrieden mit seiner Leistung. Sein Durchschnittstempo betrug 18,7 km/h.

Die Iffeldorferin Mikki Heiß war ebenfalls auf der 10-Kilometer-Strecke am Start. Mit ihrer Zeit von 37:37 Minuten war sie sehr zufrieden und belegte bei den Frauen knapp hinter Lisa Fuchs (SSV Ulm) den dritten Platz. Schnellste Frau war Jule Vetter (LAV Stadtwerke Tübingen) in 36:36 Minuten.

Werner Schanz vom TSV Penzberg überquerte nach 46:26 Minuten die Ziellinie. In der M-65-Klasse belegte er damit den starken zweiten Platz. In der Gesamtwertung landete Schanz auf dem 234. Platz unter knapp 3000 Frauen und Männern.

Weitere Platzierungen: 304. Heidi Höfler (Rottenbuch/W40) 48:13, 504. Michael Elsner (Habach/M40) 51:25, 677. Anna Maria Stang (Peißenberg/W) 53:42, 907. Angela Mack (Penzberg/W60) 1:05:19, 1925. Christoph Drosten (Weilheim/M50) 1:05:30, 2427. Stefanie Bräu (Huglfing/W) 1:11:18.

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