Und das ganze Team jubelt mit: Max Nagl (Mitte) ist mit seinem dritten Platz in der WM-Gesamtwertung absolut zufrieden. Es ist nach der Vize-Weltmeisterschaft 2009 seine bis dato beste Platzierung am Ende einer Saison. Foto: J. P. Acevedo
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Und das ganze Team jubelt mit: Max Nagl (Mitte) ist mit seinem dritten Platz in der WM-Gesamtwertung absolut zufrieden. Es ist nach der Vize-Weltmeisterschaft 2009 seine bis dato beste Platzierung am Ende einer Saison.

Weilheimer macht bei Saisonabschluss dritten Platz perfekt

Nagl glücklich mit WM-Bronze

  • Paul Hopp
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Weilheim/Glen Helen - Max Nagl geht als Vierter beim letzten Grand-Prix der Saison durchs Ziel. Somit macht der Weilheimer Motocrossfahrer den dritten WM-Platz perfekt.

 Am Ende bekam Max Nagl nur eine eher unscheinbare Bronzemedaille umgehängt, aber die war ihm genau so viel wert wie ein großer Pokal. Die Plakette zeichnete ihn als einen der drei besten Motocrossfahrer der MXGP-Klasse in der abgelaufenen Saison aus. Als Tagesvierter beim Grand-Prix in Glen Helen (Kalifornien) machte der „Husqvarna“-Werksfahrer aus Weilheim den dritten Platz in der WM-Gesamtwertung perfekt. Für Nagl, der seit 2008 in der Königsklasse fährt, ist es nach der Vizeweltmeisterschaft 2009 die bislang beste Platzierung am Ende einer Saison. Über die Jahre mischte der Deutsche beständig unter den Top-Piloten mit: 2010 war er WM-Vierter, hinzu kommen noch ein fünfter Rang (2011) und drei sechste Plätze (2008, 2014, 2015).

„Ich bin glücklich damit, wie die Saison zu Ende gegangen ist“, wird der 29-Jährige in einer Mitteilung seines Rennstalls zitiert. Den letzten Grand-Prix wollte er mit einem Rang unter den Besten und als WM-Dritter abschließen. „Beide Ziele wurden erreicht“, stellte Nagl zufrieden fest. Fast hätte der Deutsche in Kalifornien gleich zweimal aufs Podest dürfen. Am Ende der zwei Wertungsläufe hatte er ebenso wie der frisch gebackene Weltmeister Tim Gajser 38 Punkte auf dem Konto. Doch da der Slowene im zweiten Rennen vor Nagl ins Ziel gekommen war, wurde dem Reglement entsprechend Gajser als Tagesdritter und Nagl als Vierter gewertet. Den Tagessieg holte sich der US-Amerikaner Eli Tomac mit dem Maximum von 50 Punkten vor dem Italiener Antonio Cairoli (44).

Anders als die Woche davor in Charlotte konnte Nagl das Tempo der Topfahrer mitgehen. Das Qualifying beendet er hinter seinem direkten Konkurrenten um WM-Bronze, Romain Febvre (Frankreich), auf dem zweiten Platz. Im ersten Wertungslauf gelang Nagl ein starker Start, danach führte er zwei Runden das Feld an. Als souveräner Dritter sah der Weilheimer die Zielflagge. Weltmeister Gajser hatte er um immerhin 5,5 Sekunden hinter sich gelassen. Und da Konkurrent Febvre aufgrund eines technischen Problems am Motorrad ausgeschieden war, hatte Nagl vor dem letzten Wertungslauf den dritten Rang in der WM schon sicher. Das beflügelte ihn offenbar derart, dass er sich im zweiten Lauf den „holeshot“ holte. Nagl führte eine Runde lang, danach pendelte er zwischen den Positionen drei und vier. Hinter Gajser fuhr er als Vierter über die Ziellinie.

Platz zwei in der „holeshot“-Wertung

Auch wenn Nagl im letzten Wertungslauf des Jahres als Erster durch die erste Kurve fuhr, so wurde er in der „holeshot“-Wertung knapp geschlagen. Der Italiener Cairoli hatte heuer zehn Starts gewonnen und damit einen mehr als Nagl. Gajser kam auf sechs „holeshots“. Der Sieger der Wertung bekommt satte 10 000 Euro Preisgeld. Im Vorjahr war Nagl der beste Starter gewesen.

Die Saison ist für den Weilheimer noch nicht vorbei. Am 25. September findet in Maggiora (Italien) das prestigeträchtige „Motocross of Nations“, die Team-Weltmeisterschaft, statt. Und am 8. Oktober steigt in der Veltins-Arena auf Schalke noch der „Monster Energy Rider’s Cup“ – ein Wettkampf, in dem die Fahrer gemäß ihrer Marke in Teams zusammengefasst sind und gegeneinander antreten.

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