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Team-WM: Nagl will in die Top-Fünf

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Von: Paul Hopp

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Motocross Nagl Ernee MXoN
Ist der Topfahrer der deutschen Mannschaft: Max Nagl (hier beim WM-Rennen in Assen). © J.P. Acevedo

Weilheim - Max Nagl als Fahrer und Vater Hubert Nagl als Teamchef sind beim „Motocross of Nations“ dabei. Das deutsche Team will unter die Top-Fünf.

Der Titel des Einzel-Weltmeisters blieb Max Nagl in dieser Saison verwehrt. An diesem Wochenende, 26./27. September, könnte der Weilheimer jedoch Team-Weltmeister werden. Gemeinsam mit Dennis Ullrich (Saarlouis) und Henry Jacobi (Bad Sulza) startet er beim „Motocross of Nations“ im französischen Ernée. Die Generalprobe misslang Nagl – beirren lässt er sich davon nicht.

„Ich denke, wir haben mit Dennis, Henry und mir eine gute Truppe beisammen. Wir werden alles geben, um wie in Kegums unter den ersten Fünf zu landen“, teilte Nagl via „Facebook“ mit. Beim letzten Grand-Prix der Saison in Glen Helen (USA) schied der „Husqvarna“-Fahrer zweimal aus (wir berichteten), doch das hat der 28-Jährige abgehakt. Letztlich hatte Nagl sogar Glück: „Nach dem Crash im zweiten Lauf bin ich sehr froh, dass ich mich nicht verletzt habe.“

In Ernée ist Max Nagl zusammen mit seinem Vater Hubert in Aktion, der zum wiederholten Mal als Teamchef der deutschen Equipe fungiert. Nagl senior rechnet mit einem Top-Ten-Platz seiner Schützlinge. „Den fünften Platz aus dem V

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Hubert Nagl, der Vater von Max, ist Teamchef der Deutschen. © ADAC-Motorsport

orjahr zu wiederholen wäre großartig, doch wir sollten nicht vermessen sein. Wenn alles passt, können wir sicherlich ein Ergebnis in den Top-Fünf erreichen, realistisch ist ein Platz in den Top-Zehn“, wird der 55-Jährige in einer ADAC-Mitteilung zitiert. Die Konkurrenz ist groß. 35 Teams sind am Start. Als große Favoriten gelten die gastgebenden Franzosen, bei denen der frisch gebackene MXGP-Weltmeister Romain Febvre und der Vizeweltmeister, Gautier Paulin, im Kader stehen. Stark besetzt sind auch die Belgier sowie die Schweizer. Der Wettbewerb ist etwas einmaliges im Motocross. Jeder drei Fahrer eines Nationen-Teams absolviert zwei Rennen. Gemäß der Platzierung werden Punkte verteilt (1. Platz = 1 Punkt, 2. Platz = 2 Punkte usw.). Am Ende gewinnt das Trio, das am wenigsten Punkte hat. Im vergangenen Jahr in Lettland wurden Nagl, Jacoby und Ullrich Fünfte. Ihren größten Triumph feierten die Deutschen im Jahr 2012, als sie mit der Besetzung Nagl, Ken Roczen und Marcus Schiffer in Belgien sensationell – und zum ersten Mal überhaupt – den Titel holten. Damals war Hubert Nagl übrigens auch schon Team-Chef. Mit Blick auf die Rennen in Ernée sagt der Weilheimer: „Leider hatten wir kurz vor dem Rennen jetzt keine Chance mehr auf einen gemeinsamen Tag mit der Mannschaft. Aber der gemeinsame Auftritt mit dem Showtraining im schwäbischen Gaildorf half kürzlich noch einmal dabei, das Teamgefühl zu stärken.“ Die Wertungsläufe finden alle am Sonntag statt, am Samstag ist Training. 

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