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Nick Jägers Rekordlauf auf langsamem Kurs

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Von: Paul Hopp

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Leichtathlet Nick Jäger (hier ein Archivfoto aus Braunschweig) vom TSV Penzberg in Aktion.
Es geht immer ein Stück schneller: Nick Jäger (hier ein Archivfoto) verbesserte in Regensburg seine Bestzeit und den Penzberger Vereinsrekord über 10 Kilometer. © Claus Habermann

Stark besetzt war der Wettbewerb „Wöhrd Zehner“ in Regensburg. Im Elitefeld mischte ganz vorn Nick Jäger mit, der über 10 Kilometer gleich zwei Bestmarken setzte.

Regensburg – Stark besetzt war das Eliterennen beim „Wöhrd Zehner“, einer Laufveranstaltung in Regensburg. In der namhaften Konkurrenz zeigte Nick Jäger vom TSV Penzberg eine herausragende Leistung. Der 21-Jährige stellte mit 30:42 Minuten eine persönliche Bestzeit auf und überzeugte als Gesamtsechster unter 95 Männern. Zugleich verbesserte er den von ihm selbst gehaltenen Vereinsrekord, der bislang bei 32:28 Minuten lag.

Das Rennen in Regensburg ging auf einem 1,66 Kilometer langen Rundkurs um das Trainingsgelände am Oberen Wöhrd in Regensburg über die Bühne. Die Strecke auf der Donauinsel beinhaltete viele Kurven, mehrere Schotterpassagen und sogar Kopfsteinpflaster – ein Kurs also, der bei den Topläufern eher als „langsam“ gilt. Nick Jäger war das offenbar egal, er hielt lange mit den Besten mit und musste erst am Schluss einige Läufer ziehen lassen. „Es hat echt Spaß gemacht, in diesem starken Feld vorne mitzulaufen“, freute sich der Student.

TSV Penzberg: Nick Jäger läuft beim „Wöhrd Zehner“ auf Platz sechs

Den Sieg holte sich Robert Baumann (LAV Tübingen) in 30:21 Minuten. „Ein abwechslungsreicher Kurs und ein schönes Rennen war das. Gewonnen hab ich dann auch noch. Es muss nicht immer nur um Rekorde gehen“, sagte der Sohn von Olympiasieger Dieter Baumann. Zweiter wurde Tim Randame Cherif (LG Telis Finanz Regensburg) mit 30:24 Minuten, obwohl er nach Vereinskollege Dominik Notz das Ziel erreicht hatte. Aufgrund der Hygieneregeln starteten die Teilnehmer etwas versetzt und mit wenigen Metern Abstand, sodass für das Endergebnis die Nettozeiten (vom Überqueren der Startlinie bis ins Ziel) und nicht wie üblich die Bruttozeiten (vom Startschuss bis zur Ziellinie) herangezogen wurden. Insgesamt blieben sieben Athleten unter der 31-Minuten-Marke. Es folgten elf 31er-Zeiten – eine hohe Leistungsdichte also. Bei den Frauen gewann die deutsche 10-Kilometer-Meisterin von 2019, Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg), in souveräner Manier. Sie lief die Strecke in 32:23 Minuten.

Seinen persönlichen Rekord hatte Nick Jäger um vier Sekunden verbessert. Anfang Mai war er solo bei der „Virtual run2gether Challenge“ die zehn Kilometer in 30:46 Minuten gelaufen war. Für den Vereinsrekord (bislang bei 32:28) zählte das virtuelle Rennen nicht, der offizielle „Wöhrd Zehner“ schon.

Jägers Kameraden vom TSV Penzberg absolvierten derweil eine interne 400-Meter-Challenge. Diese gewann Raffieu Deen Johnson mit 51,4 Sekunden. Johnsons Spezialität sind die 100 und 200 Meter. Julian Herter (52,5) schaffte als Zweiter eine persönliche Bestzeit. Colin Klein und Sven Lange waren mit 55,3 Sekunden zeitgleich.

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