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Teamarbeit: Marvin Bertram (l.) und Luk Jäger (r.) im Jugendlauf über 3000 Meter. 
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Erfolgreich im neuen Mixed-Staffel-Format: (v.l.) Raffieu Deen Johnson, Matthias Bauer, Andreas Kölbl und Sharon Müller holten bei der bayerischen Hallenmeisterschaft in Fürth in der 4 x 400-Meter-Mixed-Staffel die Bronzemedaille.
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In der Rolle des Antreibers: Nick Jäger (im orangefarbenen Trikot) hinter Konstantin Wedel (LG Regensburg).

Leichtathletik

Nick Jäger macht deutschem Topläufer Beine

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Bei der bayerischen Hallen-Meisterschaft zeigten die Leichtathleten des TSV Penzberg starke Leistungen. Das galt vor allem für Nick Jäger.

PenzbergEr hatte nicht gewonnen, aber die klar beste Leistung auf Seiten des TSV Penzberg gezeigt: Nick Jäger (19), der seit heuer bei den Männern antritt, lief die 3000 Meter in 8:23,51 Minuten. Damit hatte der Penzberger nicht nur seine bisherige Bestzeit um neun Sekunden unterboten und einen Vereinsrekord aufgestellt, Jäger hatte auch einen der besten deutschen Läufer an den Rand einer Niederlage gebracht.

„Ich wusste, dass ich Nick mit einer Tempoverschärfung abhängen musste, denn im Schlussspurt wäre er wohl der Stärkere gewesen“, sagte Konstantin Wedel (LG Telis Finanz Regensburg), der mit 8:22,36 Minuten bayerischer Meister wurde. In einem spannenden Rennen in der Fürther „Quelle-Halle“ hatte sich der DM-Vierte 2018 über 3000 Meter Hindernis von Beginn an die Spitze gesetzt, direkt hinter ihm lief Vereinskamerad Tim Ramdane Cherif. Jäger hielt sich im Windschatten der beiden auf. „Ich habe gemerkt, dass Tim bereits nach wenigen Runden um den Anschluss kämpfen musste. Deshalb bin ich immer sehr dicht hinter ihm gelaufen, um ihn schnell überholen zu können, falls er abreißen lassen muss“, so der Penzberger Student. Nach zwei Kilometern geschah genau dies. Jäger reagierte, überholte Cherif und lief nun direkt hinter Wedel.

Der Regensburger Laufprofi erhöhte nun das Tempo, einerseits um seinen Widersacher abzuhängen, andererseits um noch die Norm für die Hallen-DM (8:20 Minuten) zu unterbieten. 200 Meter vor dem Ziel entstand eine kleine Lücke zwischen beiden, die sich bis ins Ziel auf fast zehn Meter vergrößerte. „Auf den letzten zwei Runden musste ich echt kämpfen, bis dahin war das Tempo überraschend locker. Ich bin extrem zufrieden und glücklich mit meiner Leistung, denn damit hatte ich nicht unbedingt gerechnet“, so Jäger, der Silber holte.

Nicht ganz an ihre Bestleistungen heran kamen Luk Jäger (der jüngere Bruder von Nick) und Marvin Bertram, die im Jugendlauf über 3000 Meter antraten. Im vereinsinternen Duell setzte sich der 17-jährige Bertram durch, der mit 9:18,22 Minuten knapp eineinhalb Sekunden vor seinem 16-jährigen Klubkameraden das Ziel erreichte. Jäger, der der Altersklasse U-18 angehört, holte den bayerischen Meistertitel, Bertram gewann in der U-20 Silber. Gold ging an Paul Feuerer (8:57,07) vom 1. FC Passau. Bertram und Jäger arbeiteten zusammen, erst auf den letzten 300 Metern kämpfte jeder für sich.

Eine Silbermedaille holte Penzbergs schnellster Sprinter, Raffieu Deen Johnson, über 200 Meter. Für den 19-Jährigen war es die erste Medaille bei den Männern bei bayerischen Meisterschaften. In einem packenden Finale hatte er mit 22,63 Sekunden drei Hundertstel Vorsprung auf Jakob Matauschek (LG Stadtwerke München). „Nach 100 Metern bekam ich einen Krampf im Oberschenkel. Ich dachte mir aber, dass ich deswegen nicht langsamer werden dürfe und bin einfach über den Schmerz drüber gelaufen“, so Johnson. Davor hatte er schon zwei Starts über 60 Meter absolviert. Darüber hinaus war er am Vortag mit Matthias Bauer, Andreas Kölbl und Tim Osenberg (TSV Peißenberg) Vierter in der 4 x 200-Meter-Staffel geworden. Mit 1:33,43 Minuten fehlten dem Quartett nur 0,64 Sekunden auf die Silbermedaille.

Überglücklich waren Andreas Kölbl, Matthias Bauer, Sharon Müller und Lara Holzhauer (TuS Geretsried), die in der 4 x 400-Meter-Mixed-Staffeldie Bronze gewannen. Mit 3:43,91 Minuten mussten sich die vier nur den Staffeln des MTV Ingolstadt und des LAC Quelle Fürth geschlagen geben. Dieser neue, vom Weltverband eingeführte Wettbewerb wurde zum ersten Mal in Deutschland ausgetragen. Die siegreichen Ingolstädter hatten Mona Mayer (U18-EM-Teilnehmerin) dabei, Quelle Fürth schickte den deutschen 400-Meter-Vizemeister Patrick Schneider ins Rennen.

Stark war auch der Auftritt von Andreas Kölbl, der über die 400 Meter in 51,25 Sekunden Dritter geworden war. Seine persönliche Bestleistung verpasste der Sindelsdorfer nur um drei Hundertstel. Kölbl hatte in den Tagen zuvor, genauso wie Johnson, krankheitsbedingt fünf Tage mit dem Training aussetzen müssen. Deshalb war die Freude bei beiden über die Medaillen umso größer.

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