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Souverän im Regen über die Stangen: Claudius Frey vom PSV Altomünster (hier mit „Skol“) belegte im A*-Springen den dritten Platz und holte auch im Vierkampf Einzel-Bronze. Mit dem Team wurde er Zweiter. 
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Sophie Probst auf "Larina".
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Lisa Rupp auf "Tobea".
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Catrin Hinzmann (RFV Weilheimer Pffrd.) auf "Monaco Franze"
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Sophie Probst auf "Larina".

Oberbayerische im Vierkampf

Mehr als Springen und Dressur

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Gut Schörghof war Gastgeber der ersten oberbayerischen Meisterschaften im Vierkampf seit 2011. Die Resonanz auf die Veranstaltung war gut.

Gut Schörghof – Der Regen prasselte ungemütlich hernieder. Und dann hatte auch noch die Reiterin unmittelbar vor Lieny-Marie von Bechtolsheim nach zwei Verweigerungen aufgeben müssen. Keine einfachen Bedingungen also für die Lokalmatadorin. Doch die 13-Jährige blieb ganz cool – und ihr Pferd „Gordon“ auch. Souverän überwanden die beiden die sieben Hindernisse. Die Zuschauer spendeten Applaus, und von Bechtolsheim gab „Gordon“ ein paar anerkennende Klapse auf den Hals. Noch einmal brandete Jubel auf, als die Wertnote des Duos im Stil-Springen bekannt gegeben wurde: eine 8,0. Damit war klar, dass es einen Spitzenplatz sowohl in der Prüfung als auch in der Gesamtwertung geben würde.

Wer bei den oberbayerischen Titelkämpfen im Vierkampf weit vorn landen wollte, der musste gleich mehrmals auf den Punkt hellwach sein. Lieny-Marie von Bechtolsheim gehörte zu denjenigen Junioren E (bis 16 Jahre), die das gut hinbekamen. In der Dressur und im Springen wurde sie jeweils Dritte. Hinzu kamen das Schwimmen über 50 Meter Freistil und ein Geländelauf über 1500 Meter. Am Ende wurde die 13-Jährige Gesamt-Vierte unter 24 Startern.

Der besondere Wettbewerb „war in Oberbayern schon gestorben“, sagte Dorothee Rüster, die als Fachbeauftragte den Vierkampf im Bezirk wieder aufleben lassen will. Das Turnier auf Gut Schörghof bot dazu die Gelegenheit. Als Ausrichter der ersten oberbayerischen Wettkämpfe seit 2011 fungierten das Team vom Gut Schörghof unter Baronin Annabel von Bechtolsheim und die „Weilheimer Pferdefreunde“.

Das Comeback verlief zur Zufriedenheit von Rüster. bei den „Junioren E“ und den Erwachsenen hatten zahlreiche Teilnehmer gemeldet. Nur bei den „Junioren A“ (bis 18 Jahre) blieb das Starterfeld überschaubar. „Prinzipiell besteht dafür Interesse“, so Rüster. Die 22-Jährige, die auch als Reittrainerin arbeitet, findet den Vierkampf „besonders für Jugendliche sehr wertvoll“. Zum einen böten Schwimmen und Laufen einen guten Ausgleich zum Reiten, zum anderen werde der Teamgedanke gefördert. In den Wettbewerben ging es auch um Mannschaftstitel.

Die drei Tage auf Gut Schörghof boten allerdings viel mehr als ausschließlich den Vierkampf. Speziell für den Nachwuchs waren zahlreiche Spring- und Dressurprüfungen geboten. Die Schützlinge von Reitlehrerin Konstanze Lohrer, die auf dem Anwesen trainieren, sollten die Gelegenheit bekommen, ihr Können zu präsentieren.

Für die Hausherrin und ihr Team bedeutete die Ausrichtung viel Arbeit und Stress, doch „es hat sich auf jeden Fall gelohnt“. Sie freute sich über zahlreiche positiven Rückmeldungen: „Das ist für uns der Lohn.“ Was das Wetter anbelangt, „war alles dabei“, so die Hausherrin. Am Freitag herrschte starker Wind, am Samstag waren sommerliche Temperaturen angesagt, und am Sonntag regnete es. Doch Reiter sind Allwetter-Sportler, die sich von derlei unterschiedlichen Bedingungen nicht abschrecken lassen.

Fast 50 Helfer waren im Einsatz. Einsteller und Reitschüler sowie deren Eltern halfen mit. Die Feuerwehr Wielenbach war als „Verkehrshelfer“ im Einsatz. Ein Lob verteilte Annabel von Bechtolsheim auch an die Platzsprecherin, die Richter und die Mitarbeiter in der Meldestelle, die durch ihre relaxte Art zur guten Atmosphäre beigetragen hätten. Auch schafften es die Organisatoren, diverse Sponsoren zu einem Engagement zu bewegen. Ohne Gönner wäre so ein Turnier „nicht möglich“, so die Baronin.

Sehr zufrieden war sie angesichts des Umstands, dass es zu keinen Verletzungen oder schweren Stürzen kam. In der Stilspringprüfung der Klasse A* zum Beispiel schied Tamara Scheid (TSG Hofgut Allerer) an Hindernis 4b aus. Das Ganze war aber kein echter Sturz, sondern ein Absteiger, bei dem die Reiterin auf den Füßen landete, nachdem das Pferd plötzlich gestoppt hatte.

Im Vierkampf der „Junioren E“ holte sich Emma Velte (RV Oberland Thann) vor Lilly Kolmsee (RFV Weilheimer Pferdefreunde) den Einzel-Titel. Bei den „Junioren A“ siegte Caroline Heger (RV Oberland-Thann) vor Pia Sophie Schmid und Katharina Schuster (beide RFV Weilheimer Pferdefreunde). Bei den Erwachsenen schließlich ging die Vierkampf-Landesbeauftragte Rüster mit gutem Beispiel voran und holte Gold. Michaela Schüss (RFV Ammersee) und Johanna Dietz (RFV Weilheimer Pferdefreunde) wurden Vierte und Fünfte. 

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